...

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Girokonto ist dein Konto für den täglichen Zahlungsverkehr – Gehalt, Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlung.
  • Viele Banken bieten ein kostenloses Girokonto – teils bedingungslos, teils ab einem monatlichen Geldeingang.
  • Dein Guthaben ist über die Einlagensicherung bis 100.000 € geschützt.
  • Mit Neukundenprämien kannst du beim Eröffnen oder Wechseln bares Geld mitnehmen.

Das Girokonto ist die Basis deiner Finanzen: Hier geht dein Gehalt ein, davon zahlst du Miete, Einkäufe und Rechnungen. Dieser Ratgeber erklärt, wie ein Girokonto funktioniert, worauf du bei den Kosten achten solltest und wie du mit cleveren Neukundenangeboten sogar Geld verdienst.

Was ist ein Girokonto?

Ein Girokonto ist ein Zahlungskonto für den alltäglichen Geldverkehr. Über deine IBAN empfängst du Zahlungen (z. B. dein Gehalt) und überweist selbst. Zum Konto gehören in der Regel eine Girocard (Debitkarte), oft zusätzlich eine Visa- oder Mastercard-Debitkarte, sowie Online- und Mobile-Banking.

Wie funktioniert ein Girokonto?

  • Geldeingang: Gehalt, Rente oder andere Zahlungen landen auf dem Konto.
  • Zahlungen: Überweisungen, Daueraufträge und Lastschriften laufen darüber.
  • Karte: bargeldlos bezahlen und Geld am Automaten abheben.
  • Dispokredit: viele Konten erlauben es, das Konto bis zu einem Limit zu überziehen – allerdings zu hohen Zinsen.

Kostenlos oder mit Gebühren?

Es gibt drei Varianten: bedingungslos kostenlos, kostenlos ab Geldeingang (z. B. ab 700 € pro Monat) oder mit monatlicher Grundgebühr. Achte nicht nur auf die Kontoführung, sondern auch auf mögliche Zusatzkosten für Karten oder Bargeldabhebungen.

Direktbank oder Filialbank?

Direktbanken sind meist kostenlos und komplett online – ideal, wenn du Bankgeschäfte selbst per App erledigst. Filialbanken bieten persönliche Beratung vor Ort, verlangen dafür aber häufiger Gebühren.

Wie sicher ist mein Geld?

Guthaben auf dem Girokonto ist über die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € pro Bank und Kunde geschützt. Bei Banken aus dem EU-Ausland haftet das jeweilige nationale Sicherungssystem – achte auf das Sitzland.

Neukundenprämien: Geld fürs Eröffnen

Viele Banken zahlen Neukundenboni (häufig 50–200 €) für die Eröffnung eines Girokontos – meist geknüpft an Bedingungen wie einen regelmäßigen Gehaltseingang oder eine Mindestzahl an Kartenzahlungen. Wer das clever nutzt, baut sich ein nettes Nebeneinkommen auf. Wie das geht, zeigt unser Ratgeber Girokonto-Prämien clever nutzen.

Worauf du bei der Auswahl achten solltest

  • Kontoführungsgebühr – und unter welchen Bedingungen das Konto kostenlos ist
  • Welche Karten inklusive sind (Girocard, Debit-/Kreditkarte)
  • Bargeld: Verfügbarkeit und Kosten am Geldautomaten
  • Höhe des Dispozinses
  • Qualität von App und Online-Banking
  • Höhe und Bedingungen einer Prämie

➡️ Aktuelle kostenlose Konten und Prämien findest du im Girokonto-Vergleich.

Girokonto wechseln – einfacher als gedacht

Ein Kontowechsel ist heute unkompliziert: Banken bieten einen Kontowechselservice, der Daueraufträge und Lastschriften automatisch überträgt. Schritt für Schritt erklären wir das im Ratgeber Girokonto wechseln.

Sicherheit & Einlagensicherung

Dein Guthaben auf dem Girokonto ist über die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € pro Bank und Kunde geschützt. Sie gilt EU-weit und greift, falls eine Bank zahlungsunfähig wird. Für den Alltag ebenso wichtig sind Schutzmechanismen wie PIN, TAN-Verfahren und die gesetzliche Haftungsbegrenzung bei unautorisierten Zahlungen. Verbraucherinformationen zu Konten und Zahlungsdiensten bündelt die BaFin.

Welche Karten gehören zum Girokonto?

Zum Konto gehört in der Regel eine Debitkarte – eine Girocard oder eine Visa/Mastercard Debit, oft auch beides. Damit zahlst du im Geschäft und hebst Bargeld ab. Eine echte Kreditkarte ist meist nicht automatisch dabei, lässt sich aber ergänzen. Achte beim Vergleich darauf, welche Karten inklusive sind und ob Gebühren fürs Abheben oder den Einsatz im Ausland anfallen. Den Überblick über kostenlose Konten gibt der Girokonto-Vergleich.

Wer häufiger im Ausland zahlt, sollte zusätzlich auf eine günstige Kreditkarte achten – viele kostenlose Karten rechnen Fremdwährungen ohne Aufschlag ab.

Girokonto eröffnen: Schritt für Schritt

Die Eröffnung dauert online nur wenige Minuten. Du füllst den Antrag aus, gibst deine Daten an und weist dich per Video- oder PostIdent aus. Nach der Freischaltung kommen Karten und Zugangsdaten per Post, die virtuelle Karte ist oft sofort in der App nutzbar. Kommst du von einer anderen Bank, richte direkt den gesetzlichen Kontowechselservice ein – er überträgt Daueraufträge und Lastschriften automatisch. Halte deinen Ausweis bereit, dann läuft der Prozess reibungslos.

Dispokredit: flexibel, aber teuer

Mit dem Dispositionskredit darfst du das Konto bis zu einem vereinbarten Rahmen überziehen. Das hilft bei kurzfristigen Engpässen, ist aber teuer: Die Zinsen liegen oft im zweistelligen Bereich. Nutze den Dispo nur kurz und gleiche ihn schnell aus. Wer dauerhaft im Minus steht, fährt mit einem günstigen Ratenkredit zur Umschuldung besser. Prüfe vor dem Abschluss, wie hoch der Dispozins beim jeweiligen Anbieter ist.

Einzelkonto, Gemeinschaftskonto oder Unterkonto?

Ein Konto kann auf eine Person laufen oder als Gemeinschaftskonto für Paare und WGs, bei dem mehrere Inhaber gleichberechtigt verfügen. Unterkonten helfen, Miete, Sparen und Fixkosten zu trennen. Überlege vor der Wahl, welche Variante zu deiner Lebenssituation passt. Für gemeinsame Haushaltskosten ist ein Gemeinschaftskonto praktisch, während viele für persönliche Ausgaben zusätzlich ein eigenes Konto behalten.

Konto für Studenten, Azubis und junge Leute

Junge Menschen, Studierende und Azubis bekommen oft besonders günstige oder dauerhaft kostenlose Konten – teils mit Startguthaben oder ohne Mindesteingang. Auch für Kinder und Jugendliche gibt es spezielle Konten auf Guthabenbasis, mit denen sich der Umgang mit Geld üben lässt. Achte auf bedingungslose Kostenfreiheit, denn manche Vergünstigungen enden mit dem Studienabschluss oder einem bestimmten Alter.

Modern bezahlen: Apple Pay, Google Pay und Echtzeit

Ein gutes Konto lässt sich in Apple Pay oder Google Pay einbinden, sodass du kontaktlos mit Smartphone oder Smartwatch zahlst. Praktisch sind außerdem Echtzeitüberweisungen, mit denen Geld in Sekunden ankommt, sowie eine übersichtliche App mit Push-Benachrichtigungen. Prüfe, ob diese Funktionen kostenlos sind – bei manchen Anbietern kostet die Echtzeitüberweisung extra.

Bargeld abheben: wo es kostenlos ist

Auch digital braucht man manchmal Bargeld. Direktbanken setzen auf bestimmte Automaten-Netze oder das Abheben per Karte, Filialbanken auf eigene Automaten. Manche Konten erlauben das kostenlose Abheben an der Supermarktkasse. Wer regelmäßig Bargeld nutzt, sollte prüfen, wie viele kostenlose Abhebungen enthalten sind und ob an Fremdautomaten Gebühren anfallen.

Konto im Ausland nutzen

Auf Reisen zählt, ob das Bezahlen und Abheben in Fremdwährung etwas kostet. Viele Konten verlangen ein Auslandseinsatzentgelt, einige verzichten darauf. Achte auf eine faire Wechselkursabrechnung und darauf, ob eine kostenlose Kredit- oder Debitkarte enthalten ist, mit der du weltweit zahlen kannst. Für Vielreisende kann das über das Jahr einige Gebühren sparen.

Basiskonto und Pfändungsschutz

Seit dem Zahlungskontengesetz hat jeder das Recht auf ein Basiskonto, auch ohne festes Einkommen oder Wohnsitz. Bei finanziellen Schwierigkeiten lässt sich ein Konto in ein Pfändungsschutzkonto (P-Konto) umwandeln, das einen Grundbetrag vor Pfändung schützt. Diese gesetzlichen Schutzmechanismen sorgen dafür, dass praktisch jeder am bargeldlosen Zahlungsverkehr teilnehmen kann.

Die häufigsten Fehler

Verbreitete Fehler sind: ein Konto mit Mindesteingang zu wählen, den man nicht erreicht, versteckte Gebühren für Karte oder Buchungen zu übersehen oder jahrelang ein teures Altkonto zu behalten. Auch der dauerhafte Dispo ist eine teure Falle. Wer die Konditionen einmal jährlich prüft und bei besseren Angeboten wechselt, spart dauerhaft – der Wechsel ist dank Umzugsservice unkompliziert.

Häufige Fragen

Brauche ich überhaupt ein Girokonto?

Für Gehalt, Miete und Alltagszahlungen ist ein Girokonto praktisch unverzichtbar – fast alle regelmäßigen Zahlungen laufen darüber.

Kann ich mehrere Girokonten haben?

Ja. Viele nutzen ein Zweitkonto, etwa um Prämien mitzunehmen oder Ausgaben zu trennen.

Ist ein „kostenloses“ Konto wirklich kostenlos?

Oft ja – manchmal aber nur unter Bedingungen (z. B. Mindestgeldeingang). Lies das Kleingedruckte zu Karten- und Bargeldgebühren.


Transparenz: Dieser Artikel kann Werbe-/Affiliate-Links enthalten. Schließt du darüber ab, erhalten wir ggf. eine Provision – für dich ohne Mehrkosten. Mehr unter „Transparenz & Werbehinweis“.

Weiterlesen im Girokonto-Ratgeber

Jens Schreiner
Autor
Jens Schreiner
Jens beschäftigt sich seit dem Studium intensiv mit privaten Finanzen – von Girokonten und Tagesgeld über ETF-Depots bis zu Kreditkarten und Versicherungen. Beruflich in der IT zu Hause, geht er Finanzthemen analytisch und datengetrieben an: Er vergleicht Konditionen im Detail, probiert Kontoeröffnungen und Neukundenangebote selbst aus und übersetzt komplizierte Produkte in verständliche Sprache. Auf Sparnia zeigt er, wie man mit cleveren Vergleichen und Neukundenangeboten bares Geld spart und verdient – unabhängig, transparent und nachvollziehbar.
Seraphinite AcceleratorOptimized by Seraphinite Accelerator
Turns on site high speed to be attractive for people and search engines.