Der Sparrechner zeigt dir, was aus einer monatlichen Sparrate wird — auf dem Tagesgeldkonto, im Festgeld oder im ETF-Sparplan. Rate, Startkapital, Zins und Spardauer eingeben, fertig: Der Sparrechner rechnet Monat für Monat, trennt Einzahlungen von Erträgen und zeigt in Tabelle und Diagramm, wie der Zinseszins mit den Jahren die Arbeit übernimmt. Neu sind vier Stellschrauben, die andere Rechner weglassen: eine jährliche Dynamik der Rate, laufende Kosten, die Abgeltungsteuer mit Pauschbetrag und die Kaufkraft am Ende nach Inflation — mit den Werten 2026. Was dein Sparplan im Rueckblick wirklich an Rendite gebracht hat, zeigt der Renditerechner mit dem internen Zinsfuss.

Das Wichtigste in Kürze

  • 200 € im Monat werden bei 4 Prozent in 15 Jahren zu 49.382 € — eingezahlt sind 36.000 €, der Rest sind Erträge.
  • Die Zeit schlägt die Rate: Bei 6 Prozent bringen 200 € in 30 Jahren 201.908 €, in 20 Jahren 92.870 € und in 10 Jahren 32.940 €.
  • Eine Dynamik von 3 Prozent im Jahr hebt das Ergebnis über 30 Jahre auf 281.408 € — bei einer Rate, die zuletzt 471 € beträgt.
  • 1 Prozent laufende Kosten kosten über 30 Jahre 34.763 €; ein ETF mit 0,2 Prozent nur 7.587 €.
  • Nach 2,9 Prozent Inflation sind 49.382 € in 15 Jahren noch 32.162 € in heutiger Kaufkraft wert — der Sparrechner zeigt beides.

Was 2026 gilt: Zinsen, Steuern und Inflation hinter dem Sparrechner

Mit welchem Zins du rechnen solltest, hängt vom Sparziel ab. Für Tagesgeld zeigt die Zinsstatistik der Bundesbank für Juli 2026 im Schnitt nur 0,50 Prozent auf täglich fällige Einlagen und 2,22 Prozent für Festgeld bis ein Jahr; die besten Angebote im Tagesgeld-Vergleich liegen bei mehr als 3 Prozent, allerdings nur für wenige Monate. Die Leitzinsen der EZB stehen laut EZB-Leitzinstabelle seit dem 17. Juni 2026 bei 2,25 Prozent für die Einlagefazilität. Für Aktien-ETFs gibt es keinen festen Zins — der Sparrechner nimmt an, was du einträgst, und rechnet mit gleichmäßigem Wachstum.

Auf Zinsen und Fondserträge über dem Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € nach § 20 Abs. 9 EStG fällt nach § 32d EStG Abgeltungsteuer von 26,375 Prozent an; bei Aktienfonds bleiben nach § 20 InvStG 30 Prozent der Erträge steuerfrei. Die Inflation lag im August 2026 laut Statistischem Bundesamt bei 2,9 Prozent. Guthaben auf Tagesgeld und Festgeld sind nach § 8 EinSiG bis 100.000 € je Kunde und Bank gesichert. Alle diese Werte stecken im Sparrechner.

Die Eingabefelder im Detail: was der Sparrechner wissen will

Monatliche Sparrate und Startkapital

Die Rate wird zu jedem Monatsanfang verbucht und ab diesem Moment verzinst — so arbeiten Tagesgeldkonten mit monatlicher Gutschrift und Sparpläne bei Brokern. Vorhandenes Guthaben trägst du als Startkapital ein; es verzinst sich über die gesamte Laufzeit und wirkt deshalb stärker, als seine Höhe vermuten lässt: 5.000 € Start machen aus 200 € Monatsrate bei 4 Prozent über 20 Jahre 84.712 € statt 73.599 €.

Zinssatz oder Rendite

Für Tagesgeld und Festgeld der Zins deiner Bank, für ETF-Sparpläne eine Annahme. Der Sparrechner verzinst monatlich mit einem Zwölftel des Jahreszinses; bei Aktienanlagen ersetzt das die realen Schwankungen durch einen gleichmäßigen Pfad. Rechne deshalb immer zwei Szenarien — ein vorsichtiges und ein erwartetes — und plane mit dem vorsichtigen.

Spardauer

Die Jahre bis zum Ziel, von einem bis sechzig. Die Tabelle unter dem Ergebnis zeigt den Stand alle fünf Jahre, das Diagramm den Verlauf von Einzahlungen und Erträgen. Für kurze Ziele bis drei Jahre gehört das Geld aufs Tagesgeld, für Ziele ab zehn Jahren kommen Aktien-ETFs infrage; der Sparrechner rechnet für beide, entscheidet aber nicht.

Dynamik

Die jährliche Erhöhung der Rate in Prozent — viele Broker und Banken bieten sie automatisch an. Eine Dynamik von 2 bis 3 Prozent gleicht die Inflation aus und hält den Sparanteil am Gehalt konstant, wenn das Gehalt steigt. Der Sparrechner zeigt, wie hoch die Rate am Ende ist und wie viel davon eingezahlt wurde.

Laufende Kosten

Die Gesamtkostenquote eines Fonds (TER) und Depotgebühren, bezogen auf das Guthaben pro Jahr. Der Sparrechner zieht sie von der Rendite ab und weist die Kosten in Euro aus. Bei Tagesgeld bleibt das Feld auf null.

Anlageform und Abgeltungsteuer

Wähle, ob die Erträge voll steuerpflichtig sind (Zinsen) oder zu 30 Prozent freigestellt (Aktien-ETF), und ob der Sparrechner die Steuer abziehen soll: am Jahresende auf den Jahresertrag über dem Pauschbetrag von 1.000 € oder 2.000 €. Bei ETFs ist das eine Vereinfachung — tatsächlich fällt Steuer erst beim Verkauf an, dazwischen nur die kleine Vorabpauschale, die der Vorabpauschale-Rechner berechnet.

Inflation

Voreingestellt sind 2,9 Prozent. Der Sparrechner rechnet das Endguthaben in heutige Kaufkraft um, damit 49.382 € in 15 Jahren nicht nach 49.382 € heutigen Euro aussehen — es sind 32.162 €.

Rechenbeispiel: 200 € im Monat bei 4 Prozent über 15 Jahre

Eingezahlt werden 36.000 €, das Guthaben wächst auf 49.382 €, die Erträge betragen 13.382 € — 37,2 Prozent auf die Einzahlungen, 27,1 Prozent des Endguthabens. Nach fünf Jahren stehen 13.304 € auf dem Konto, nach zehn 29.548 €. Die letzten fünf Jahre bringen 19.834 €, mehr als die ersten zehn Jahre Erträge zusammen: Das ist der Zinseszins, den der Zinseszinsrechner für Einmalanlagen zeigt und der Sparrechner für Raten. Mit 150 € im Monat sind es 37.037 €, mit 300 € 74.073 €.

Monatsrate 10 Jahre 20 Jahre 30 Jahre
50 € 7.387 € 18.400 € 34.818 €
100 € 14.774 € 36.800 € 69.636 €
150 € 22.161 € 55.200 € 104.454 €
200 € 29.548 € 73.599 € 139.273 €
300 € 44.322 € 110.399 € 208.909 €
500 € 73.870 € 183.999 € 348.181 €

Sparguthaben bei 4 Prozent Zins, monatliche Gutschrift, ohne Startkapital, vor Steuern. Die 30-Jahre-Spalte ist nicht dreimal, sondern fast fünfmal so hoch wie die 10-Jahre-Spalte — der Zinseszins arbeitet umso stärker, je länger das Geld liegt.

Zins oder Zeit: was im Sparrechner mehr bewirkt

Zins pro Jahr 10 Jahre 20 Jahre 30 Jahre
2 % 26.588 € 59.058 € 98.709 €
3 % 28.018 € 65.825 € 116.839 €
4 % 29.548 € 73.599 € 139.273 €
5 % 31.186 € 82.549 € 167.145 €
6 % 32.940 € 92.870 € 201.908 €
7 % 34.819 € 104.793 € 245.417 €

200 € im Monat, vor Steuern und Kosten. Über zehn Jahre trennen 2 und 6 Prozent nur 6.352 €; über dreißig Jahre sind es 103.199 €. Wer spät anfängt, kann das mit Rendite kaum aufholen: 200 € zu 6 Prozent bringen in 30 Jahren 201.908 €, in 20 Jahren 92.870 €, in 10 Jahren 32.940 €. Die zehn Jahre am Anfang sind mehr wert als jeder Zinspunkt — das ist die wichtigste Zahl im Sparrechner.

Dynamik: die Rate mit dem Gehalt wachsen lassen

200 € im Monat zu 6 Prozent über 30 Jahre ergeben ohne Dynamik 201.908 € bei 72.000 € Einzahlungen. Mit 2 Prozent Dynamik steigt die Rate bis auf 355 €, eingezahlt werden 97.363 €, das Guthaben liegt bei 250.529 €. Mit 3 Prozent sind es 281.408 € bei 114.181 € Einzahlungen und zuletzt 471 € Rate; mit 5 Prozent 361.081 € bei einer Endrate von 823 €. Der Sparrechner zeigt die letzte Rate mit an, damit die Dynamik zum künftigen Gehalt passt — 5 Prozent im Jahr halten die wenigsten dreißig Jahre durch.

Im 15-Jahres-Beispiel mit 4 Prozent hebt eine Dynamik von 3 Prozent das Guthaben von 49.382 € auf 59.899 €, bei 44.637 € Einzahlungen und einer Endrate von 303 €. Die Dynamik ist der bequemste Weg, die Sparquote zu halten: Sie wird einmal eingestellt und läuft — anders als der gute Vorsatz nach der Gehaltserhöhung.

Kosten und Steuern: was der Sparrechner vom Ergebnis abzieht

Laufende Kosten wirken wie ein niedrigerer Zins, und zwar über die gesamte Laufzeit. 200 € im Monat zu 6 Prozent über 30 Jahre bringen ohne Kosten 201.908 €; mit 0,2 Prozent TER sind es 194.321 €, mit 0,5 Prozent 183.560 €, mit 1 Prozent 167.145 € und mit 1,5 Prozent 152.447 €. Der Unterschied zwischen einem günstigen ETF und einem teuren aktiven Fonds beträgt hier 41.874 € — fast so viel wie 20 Jahre Sparrate. Was Depots und Sparpläne kosten, zeigen der ETF-Sparplan-Vergleich und der Depot-Vergleich.

Mit Steuer sieht der ETF-Sparplan so aus: 200 € zu 6 Prozent, 0,2 Prozent TER, 30 Jahre, Pauschbetrag 1.000 € — Erträge 115.190 € nach 3.972 € Kosten, davon 14.490 € Abgeltungsteuer, Endguthaben 172.700 €, in heutiger Kaufkraft 73.254 €. Über 20 Jahre sind es 86.279 € nach 3.591 € Steuer. Beim Tagesgeld mit 300 € Rate und 3 Prozent über zehn Jahre bleibt die Steuer mit 64 € fast bei null, weil die Jahreserträge erst spät den Pauschbetrag übersteigen; das Guthaben erreicht 41.963 €. Voraussetzung ist ein Freistellungsauftrag bei der Bank.

Drei Sparziele, dreimal der Sparrechner

Notgroschen in zwei Jahren

Drei Nettogehälter von je 2.500 € sind 7.500 €. Mit 300 € im Monat auf einem Tagesgeldkonto zu 3 Prozent ist das Ziel nach etwa zwei Jahren erreicht; die Zinsen tragen dabei kaum bei, weil das Guthaben klein und die Zeit kurz ist. Für solche Ziele zählt allein die Rate — und die Verfügbarkeit, denn der Notgroschen muss jederzeit abrufbar sein. Der Sparrechner zeigt hier vor allem, wie lange es dauert.

Eigenkapital fürs Haus in zehn Jahren

500 € im Monat zu 3 Prozent auf Festgeld und Tagesgeld ergeben nach zehn Jahren 70.045 € — 60.000 € eingezahlt, 10.045 € Zinsen. Wer denselben Betrag zu 6 Prozent in einen ETF-Sparplan steckt, kommt auf 82.350 €, trägt aber das Risiko, dass der Markt ausgerechnet im Kaufjahr schwach ist. Für Geld mit festem Termin in unter zehn Jahren empfiehlt sich deshalb ein Mischweg: die Hälfte sicher, die Hälfte am Kapitalmarkt, und in den letzten drei Jahren Schritt für Schritt umschichten. Der Sparrechner rechnet beide Hälften getrennt.

Vermögen für das Kind bis zum 20. Geburtstag

100 € im Monat ab der Geburt zu 6 Prozent im ETF-Sparplan sind nach 20 Jahren 46.435 €, bei 24.000 € Einzahlungen. Mit 2 Prozent Dynamik, die viele Großeltern über Geburtstagsgeschenke beisteuern, steigt der Betrag weiter. Steuerlich hat das Kind einen eigenen Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € und einen eigenen Grundfreibetrag, wenn das Depot auf seinen Namen läuft — der Sparrechner rechnet dann mit dem Pauschbetrag des Kindes.

Tagesgeld oder ETF: der Sparrechner nach Steuern und Inflation

200 € im Monat über 20 Jahre: Auf dem Tagesgeld zu 3 Prozent werden daraus 65.825 €; im ETF-Sparplan zu 6 Prozent abzüglich 0,2 Prozent Kosten und nach Steuern 86.279 €. Der Unterschied von 20.454 € entsteht trotz Abgeltungsteuer und Kosten, weil die Teilfreistellung 30 Prozent der ETF-Erträge steuerfrei stellt und weil sich die höhere Rendite über zwei Jahrzehnte aufschaukelt. Nach 2,9 Prozent Inflation sind die 86.279 € noch 48.708 € in heutiger Kaufkraft wert, die 65.825 € nur 37.161 € — ein Grund, langfristiges Geld nicht auf dem Tagesgeld altern zu lassen.

Umgekehrt gilt: Wer in fünf Jahren über das Geld verfügen muss, hat mit einem ETF ein Risiko, das kein Sparrechner abbilden kann — den Kurs am Tag des Verkaufs. Für kurze Fristen ist der sichere Zins die bessere Wahl, auch wenn er nach Inflation real verliert. Sicherheit kostet Rendite, Rendite kostet Sicherheit; der Sparrechner macht den Preis von beidem sichtbar.

Welche Sparrate ist realistisch?

Als Faustregel gelten 10 bis 20 Prozent des Nettoeinkommens; bei 2.500 € netto wären das 250 bis 500 € im Monat. Wichtiger als die Höhe ist die Regelmäßigkeit: Eine Rate, die auch in teuren Monaten durchhält, schlägt jede ambitionierte Rate, die nach drei Monaten stirbt. Starte lieber mit 100 € und nutze die Dynamik. Und drehe die Reihenfolge um — die Rate geht per Dauerauftrag am Monatsanfang weg, gelebt wird vom Rest. Wer am Monatsende spart, was übrig bleibt, spart erfahrungsgemäß wenig.

Du willst umgekehrt rechnen und die Rate für eine Zielsumme wissen? Dafür gibt es den Sparziel-Rechner; der Sparrechner beantwortet die Frage, was aus einer festen Rate wird. Wer fürs Alter spart, sollte zuerst die Lücke kennen — der Rentenlücken-Rechner ermittelt, welche Monatsrate dafür nötig ist.

Wohin mit der Sparrate: Tagesgeld, Festgeld oder ETF

Tagesgeld ist die Adresse für den Notgroschen und kurzfristige Ziele: täglich verfügbar, gesetzlich gesichert, aber mit Zinsen, die nach der Aktionsphase fallen — was ein Angebot über zwölf Monate wirklich bringt, rechnet der Tagesgeldrechner. Festgeld bringt mehr Zins gegen Bindung; der Festgeldrechner zeigt den Effekt einer Zinstreppe. ETF-Sparpläne sind für Ziele ab zehn Jahren gedacht: Ihre Erträge schwanken, dafür liegt ihre Renditeerwartung über der von Zinsanlagen, und ETF-Anteile sind als Sondervermögen auch bei einer Pleite des Anbieters geschützt. Was ein ETF ist und wie ein Sparplan funktioniert, erklärt der Ratgeber ETF einfach erklärt.

Für viele Sparer ist die Kombination sinnvoll: drei Netto-Monatsgehälter aufs Tagesgeld — wie viel genau, rechnet der Notgroschen-Rechner — und alles darüber in den ETF-Sparplan. So bleibt kurzfristiges Geld sicher und langfristiges Geld rentabel. Der Sparrechner rechnet beide Töpfe getrennt, wenn du ihn zweimal mit unterschiedlichem Zins nutzt.

Sparplan automatisieren: so bleibt die Rate keine Absicht

  1. Rate im Sparrechner festlegen und prüfen, ob das Ziel im vorsichtigen Szenario erreichbar ist.
  2. Dauerauftrag oder Sparplan zum Monatsersten einrichten, direkt nach Gehaltseingang, auf ein getrenntes Konto oder ins Depot.
  3. Dynamik von 2 bis 3 Prozent aktivieren, damit die Rate mit Gehalt und Inflation wächst.
  4. Freistellungsauftrag stellen und den Pauschbetrag auf die Konten verteilen, auf denen Erträge anfallen.
  5. Einmal im Jahr mit dem Sparrechner den Stand prüfen: Liegt das Guthaben vor dem Plan, motiviert das; liegt es zurück, reichen oft 20 € mehr Rate.

Sonderfälle: was der Sparrechner vereinfacht

Der Sparrechner unterstellt einen gleichmäßigen Zins. Aktienkurse schwanken, und die Reihenfolge der Jahre entscheidet über das Ergebnis — ein Einbruch kurz vor dem Ziel trifft härter als einer am Anfang. Zinsänderungen beim Tagesgeld, Ausgabeaufschläge, Ordergebühren und Kirchensteuer sind nicht abgebildet. Die Steuer wird jährlich gerechnet; bei ETFs fällt sie tatsächlich erst beim Verkauf an, was den Zinseszins bis dahin ungestört lässt und das Ergebnis leicht verbessert. Die Inflation ist konstant angenommen; wie sie über Jahrzehnte wirkt, zeigt der Inflationsrechner.

Häufige Fragen zum Sparrechner

Wie rechnet der Sparrechner genau?

Monat für Monat: Rate einzahlen, Guthaben mit einem Zwölftel des Jahreszinses abzüglich Kosten verzinsen, weiter zum nächsten Monat. Am Jahresende erhöht sich die Rate um die Dynamik, und auf Wunsch wird die Steuer auf den Jahresertrag über dem Pauschbetrag abgezogen.

Was bringt ein Startkapital zusätzlich zur Rate?

Viel, denn es verzinst sich über die komplette Laufzeit. 5.000 € Start heben 200 € Monatsrate bei 4 Prozent über 20 Jahre von 73.599 € auf 84.712 €; 20.000 € Start auf 118.051 €.

Sollte ich die Sparrate jährlich erhöhen?

Wenn das Gehalt steigt, ja. 2 bis 3 Prozent Dynamik gleichen die Inflation aus; bei 200 € und 6 Prozent über 30 Jahre bringt eine Dynamik von 3 Prozent 79.500 € mehr Endguthaben.

Wie stark drücken Kosten das Ergebnis?

1 Prozent laufende Kosten senken 201.908 € über 30 Jahre auf 167.145 €. Bei Fonds entscheidet deshalb die Gesamtkostenquote mehr über das Ergebnis als die meisten anderen Merkmale.

Ist mein Erspartes sicher?

Tagesgeld und Festgeld sind bis 100.000 € je Kunde und Bank gesetzlich gesichert. ETF-Anteile sind Sondervermögen und bleiben bei einer Insolvenz des Brokers oder Anbieters dein Eigentum; das Kursrisiko trägst du allerdings selbst.

Sparbuch oder Sparplan?

Das klassische Sparbuch mit Kündigungsfrist brachte laut Bundesbank im Juli 2026 im Schnitt 0,72 Prozent — real ein Verlust. Tagesgeld schlägt es fast immer, und für lange Ziele ist ein ETF-Sparplan die rentablere Wahl; der Sparrechner zeigt den Unterschied, wenn du beide Zinssätze nacheinander einträgst.

Wie oft sollte ich den Sparplan überprüfen?

Einmal im Jahr reicht, am besten nach der Gehaltsrunde: Rate anpassen, Dynamik prüfen, Freistellungsauftrag kontrollieren und den Depot- oder Kontostand mit dem Plan vergleichen. Häufigere Kontrollen bringen bei Aktien-Sparplänen nichts außer Nervosität, weil die Kurse zwischendurch schwanken; bei Tagesgeld lohnt zusätzlich ein Blick, ob der Zins nach der Aktionsphase gefallen ist und ein Wechsel fällig wird.

Was passiert, wenn ich eine Rate aussetze?

Wenig, solange es die Ausnahme bleibt: Eine ausgesetzte Rate von 200 € fehlt am Ende inklusive Zinsen mit rund 350 € bei 4 Prozent über 15 Jahre. Gefährlich ist nur die Gewohnheit — deshalb den Sparplan bei Engpässen lieber vorübergehend reduzieren als stoppen.

Ersetzt der Sparrechner eine Anlageberatung?

Nein. Er rechnet mit deinen Annahmen und den gesetzlichen Werten 2026 und zeigt, wie Rate, Zeit, Zins, Kosten und Steuern zusammenwirken. Welche Anlage zu dir passt, hängt von Horizont, Risikobereitschaft und Ziel ab.

Fazit: Aus kleinen Raten wird echtes Vermögen

Der Sparrechner beweist, dass Vermögensaufbau kein Privileg hoher Einkommen ist: eine Rate, die durchhält, ein vernünftiger Zins, wenig Kosten und vor allem Zeit. Leg die Rate fest, automatisiere sie mit Dynamik, verteile den Pauschbetrag — und lass die Jahre den Rest erledigen. Was du dabei tatsächlich an Rendite erzielst, kannst du später mit dem Depotstand nachrechnen.

Stand 5. September 2026. Der Sparrechner wird bei Änderungen der Abgeltungsteuer, des Pauschbetrags oder der Teilfreistellung aktualisiert; die Zins- und Inflationswerte im Text stammen aus Juli und August 2026.

Jens Schreiner
Autor
Jens Schreiner
Jens beschäftigt sich seit dem Studium intensiv mit privaten Finanzen – von Girokonten und Tagesgeld über ETF-Depots bis zu Kreditkarten und Versicherungen. Beruflich in der IT zu Hause, geht er Finanzthemen analytisch und datengetrieben an: Er vergleicht Konditionen im Detail, probiert Kontoeröffnungen und Neukundenangebote selbst aus und übersetzt komplizierte Produkte in verständliche Sprache. Auf Sparnia zeigt er, wie man mit cleveren Vergleichen und Neukundenangeboten bares Geld spart und verdient – unabhängig, transparent und nachvollziehbar.