Der Erwerbsminderungsrente-Rechner zeigt dir, was die gesetzliche Rentenversicherung zahlt, wenn Krankheit oder Behinderung deine Arbeitskraft dauerhaft einschränken – brutto und netto. Er ermittelt die Rente wegen voller oder teilweiser Erwerbsminderung aus deinen Entgeltpunkten mit Zurechnungszeit und Abschlag und zieht danach Kranken- und Pflegeversicherung sowie die Einkommensteuer ab. Hast du schon einen Rentenbescheid, rechnest du direkt von brutto nach netto.

Unter dem Erwerbsminderungsrente-Rechner erklären wir jedes Eingabefeld, zeigen eine Brutto-netto-Tabelle von 1.200 bis 2.000 Euro und rechnen typische Fälle durch: volle und teilweise Rente, Hinzuverdienst, freiwillige und private Krankenversicherung. Alle Werte gelten für 2026, die Änderungen für 2027 stehen in einem eigenen Abschnitt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Von der Erwerbsminderungsrente gehen 2026 zuerst 12,35 Prozent für Kranken- und Pflegeversicherung ab (durchschnittlicher Zusatzbeitrag, mit Kind), kinderlos 12,95 Prozent.
  • Bei Rentenbeginn 2026 sind 84 Prozent der Rente steuerpflichtig. Einkommensteuer fällt für Alleinstehende ohne weitere Einkünfte erst ab rund 1.454 Euro Bruttorente im Monat an.
  • Beispiel: Aus 1.700 Euro brutto werden 1.461,80 Euro netto (Rentenbeginn 2026, mit Kind, ohne Kirchensteuer).
  • Die Rente wird so berechnet, als hättest du bis 66 Jahre und 3 Monate weitergearbeitet; der Abschlag beträgt höchstens 10,8 Prozent und bleibt dauerhaft.
  • Hinzuverdienst 2026: bei voller Rente 20.763,75 Euro im Jahr, bei teilweiser mindestens 41.527,50 Euro. Darüber werden 40 Prozent des Überschusses angerechnet.

So rechnet der Erwerbsminderungsrente-Rechner: vier Schritte von brutto zu netto

Der Erwerbsminderungsrente-Rechner geht vor wie Rentenversicherung und Finanzamt: Erst entsteht die Bruttorente, dann prüft er deinen Hinzuverdienst, zieht die Kassenbeiträge ab und ermittelt zuletzt die Einkommensteuer, die er auf den Monat umlegt.

1. Bruttorente aus Entgeltpunkten

Die Rentenformel lautet: persönliche Entgeltpunkte mal Rentenartfaktor mal aktueller Rentenwert (§ 64 SGB VI). Der Rentenwert beträgt seit dem 1. Juli 2026 42,52 Euro, der Rentenartfaktor 1,0 für die volle und 0,5 für die teilweise Rente. Zu deinen Punkten kommt die Zurechnungszeit bis 66 Jahre und 3 Monate (§ 253a SGB VI). Der Zugangsfaktor senkt die Punkte um 0,3 Prozent je Monat, den die Rente vor dem 65. Geburtstag beginnt, höchstens um 10,8 Prozent (§ 77 SGB VI).

2. Kürzung bei Hinzuverdienst

Verdienst du neben der Rente, vergleicht der Erwerbsminderungsrente-Rechner deinen Jahresverdienst mit der Hinzuverdienstgrenze nach § 96a SGB VI. Liegt er darüber, werden 40 Prozent eines Zwölftels des übersteigenden Betrags von der Monatsrente abgezogen.

3. Kranken- und Pflegeversicherung

Als Pflichtmitglied zahlst du aus der Rente den halben allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent plus den halben Zusatzbeitrag; die andere Hälfte trägt die Rentenversicherung (§ 249a SGB V). Beim durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 2,9 Prozent sind das 8,75 Prozent. Den Pflegebeitrag von 3,6 Prozent trägst du allein, kinderlos 4,2 Prozent (§ 55 SGB XI).

4. Einkommensteuer

Versteuert wird der Besteuerungsanteil des Jahres deines Rentenbeginns, 84 Prozent bei Beginn 2026 (§ 22 EStG). Davon zieht der Erwerbsminderungsrente-Rechner 102 Euro Werbungskosten-Pauschbetrag, 36 Euro Sonderausgaben-Pauschbetrag, deine Kassenbeiträge und gegebenenfalls den Behinderten-Pauschbetrag ab und wendet den Tarif 2026 mit 12.348 Euro Grundfreibetrag an. Die Rentenversicherung behält keine Steuer ein; das Finanzamt setzt sie per Bescheid fest.

Die Eingabefelder im Erwerbsminderungsrente-Rechner erklärt

Der Erwerbsminderungsrente-Rechner kennt zwei Wege: Er berechnet deine Rente aus den Entgeltpunkten, oder du gibst die Bruttorente aus deinem Bescheid ein und erhältst nur die Netto-Rechnung. Je nach Auswahl blendet er die passenden Felder ein.

Was möchtest du berechnen?

Drei Optionen berechnen die Rente selbst: volle Erwerbsminderung bei unter drei Stunden täglicher Arbeitsfähigkeit, teilweise bei drei bis unter sechs Stunden und die Arbeitsmarktrente für teilweise Erwerbsgeminderte ohne passenden Teilzeitjob. Die beiden letzten Optionen sind für alle, die ihren Bescheid schon haben.

Alter bei Eintritt der Erwerbsminderung

Das Alter bestimmt Zurechnungszeit und Abschlag. Maßgeblich ist der Zeitpunkt, den das Gutachten als Eintritt der Erwerbsminderung festlegt, nicht das Datum des Antrags. Trage nicht das Alter bei Rentenbeginn ein: Den Beginn leitet der Rechner selbst ab, bei befristeter Rente sechs Monate nach dem Eintritt. Mit 50 Jahren beträgt die Zurechnungszeit 16 Jahre und 3 Monate.

Bisher erworbene Entgeltpunkte

Die Summe steht in deiner Renteninformation oder Rentenauskunft. Ein Jahr mit Durchschnittsverdienst bringt einen Punkt; das vorläufige Durchschnittsentgelt 2026 liegt bei 51.944 Euro (Sozialversicherungsrechengrößen-Verordnung 2026). Wie Punkte entstehen, zeigt der Rentenpunkte-Rechner.

Durchschnittliche Entgeltpunkte je Jahr

Mit diesem Wert bewertet der Erwerbsminderungsrente-Rechner die Zurechnungszeit. Teile deine Punkte durch die Jahre seit deinem 17. Geburtstag; Zeiten mit Schulbesuch, Krankheit oder Arbeitslosigkeit ohne Beiträge zählst du nicht mit. Die Rentenversicherung rechnet genauer mit der Gesamtleistungsbewertung.

Höchste Entgeltpunkte der letzten 15 Jahre

Das Feld erscheint nur bei teilweiser Erwerbsminderung. Aus dem besten Jahr der letzten 15 Kalenderjahre vor Eintritt ergibt sich deine individuelle Hinzuverdienstgrenze. Den Wert findest du im Versicherungsverlauf.

Befristet oder unbefristet

Erwerbsminderungsrenten werden in der Regel auf längstens drei Jahre befristet (§ 102 SGB VI). Eine befristete Rente beginnt frühestens im siebten Kalendermonat nach Eintritt der Erwerbsminderung (§ 101 SGB VI). Weil der Abschlag vom Alter bei Rentenbeginn abhängt, fällt er dann ab 62 etwas kleiner aus. Bei der Arbeitsmarktrente blendet der Rechner das Feld aus, denn sie wird immer befristet.

40 Jahre für die Rente nach 45 Jahren

Hast du mindestens 40 Jahre mit Zeiten, die auch für die Altersrente für besonders langjährig Versicherte zählen – etwa Pflichtbeiträge, Kindererziehung oder Pflege –, gelten beim Abschlag 63 statt 65 und 60 statt 62 Jahre (§ 77 Abs. 4 SGB VI).

Bruttorente laut Bescheid

Trage den Rentenbetrag vor Abzug von Kranken- und Pflegeversicherung ein. Wird deine Rente schon wegen Hinzuverdienst gekürzt, nimm den ungekürzten Betrag; die Kürzung rechnet der Erwerbsminderungsrente-Rechner selbst.

Jahr deines Rentenbeginns

Das Jahr bestimmt den Besteuerungsanteil. Maßgeblich ist der Rentenbeginn laut Bescheid; wird eine befristete Rente verlängert, bleibt es rentenrechtlich beim ursprünglichen Beginn (§ 102 Abs. 2 SGB VI). Für Renten mit Beginn bis 2005 gilt ein Anteil von 50 Prozent.

Rentenfreibetrag laut Steuerbescheid

Bei älteren Renten schätzt der Erwerbsminderungsrente-Rechner den festen Rentenfreibetrag, indem er die heutige Rente mit den amtlichen Rentenwerten auf das Jahr nach dem Rentenbeginn zurückrechnet. Genauer wird es mit dem Betrag aus deinem Steuerbescheid.

Hinzuverdienst

Trage dein voraussichtliches Bruttoarbeitsentgelt im Kalenderjahr ein. Der Rechner verteilt es auf zwölf Monate und unterscheidet Minijob bis 603 Euro im Monat, Übergangsbereich bis 2.000 Euro und reguläre Beschäftigung.

Krankenversicherung

Wer die Vorversicherungszeit erfüllt, ist in der Krankenversicherung der Rentner pflichtversichert. Freiwillig und privat Versicherte zahlen ihren Beitrag selbst und erhalten einen Zuschuss der Rentenversicherung. Für alle drei Fälle rechnet der Erwerbsminderungsrente-Rechner unterschiedlich.

Monatsbeitrag bei privater Krankenversicherung

Nur bei privater Versicherung: Trage deinen Monatsbeitrag für Kranken- und Pflegeversicherung ein. Der Rechner zieht ihn ab, berechnet den Zuschuss und setzt den Beitrag abzüglich Zuschuss bei der Steuer an. Vereinfacht begrenzt er den Zuschuss auf die Hälfte des eingegebenen Gesamtbeitrags; gesetzlich zählt nur der Krankenversicherungsanteil (§ 106 Abs. 3 SGB VI).

Kinder

Mit mindestens einem Kind entfällt der Kinderlosenzuschlag in der Pflegeversicherung. Für das zweite bis fünfte Kind sinkt der Beitrag um je 0,25 Prozentpunkte, solange es jünger als 25 ist. Deshalb fragt der Rechner die Zahl der Kinder unter 25 ab.

Zusatzbeitrag

Voreingestellt ist der durchschnittliche Zusatzbeitrag 2026 von 2,9 Prozent. Erhöht deine Kasse ihn, gilt das für Rentner ab dem ersten Tag des zweiten Folgemonats (§ 247 SGB V). Ein Prozentpunkt mehr kostet bei 1.700 Euro Rente 8,50 Euro im Monat.

Grad der Behinderung

Für einen festgestellten Grad der Behinderung gibt es einen Pauschbetrag von 384 Euro bei GdB 20 bis 2.840 Euro bei GdB 100, mit Merkzeichen H, Bl oder TBl 7.400 Euro (§ 33b EStG). Der Erwerbsminderungsrente-Rechner zieht ihn vom Einkommen ab.

Kirchensteuer

Kirchenmitglieder zahlen 8 Prozent der Einkommensteuer in Bayern und Baden-Württemberg, sonst 9 Prozent – aber nur, wenn überhaupt Einkommensteuer entsteht.

Erwerbsminderungsrente brutto netto: Tabelle von 1.200 bis 2.000 Euro

Die Tabelle stammt aus dem Erwerbsminderungsrente-Rechner im Modus „brutto nach netto“: Rentenbeginn 2026, alleinstehend, mindestens ein Kind, durchschnittlicher Zusatzbeitrag von 2,9 Prozent, keine Kirchensteuer, keine weiteren Einkünfte. Die Steuer ist die Jahressteuer geteilt durch zwölf.

Bruttorente Kranken- und Pflegeversicherung Steuer Nettorente
1.200 € 148,20 € 0,00 € 1.051,80 €
1.400 € 172,90 € 0,00 € 1.227,10 €
1.500 € 185,25 € 4,92 € 1.309,83 €
1.600 € 197,60 € 16,00 € 1.386,40 €
1.700 € 209,95 € 28,25 € 1.461,80 €
1.800 € 222,30 € 41,67 € 1.536,03 €
1.900 € 234,65 € 56,17 € 1.609,18 €
2.000 € 247,00 € 71,83 € 1.681,17 €

Bis 1.400 Euro bleibt es bei den 12,35 Prozent für die Kassen, danach kommt die Steuer hinzu; bei 2.000 Euro gehen 15,9 Prozent ab. Ob du eine volle oder eine teilweise Erwerbsminderungsrente beziehst, spielt für die Netto-Rechnung keine Rolle – entscheidend ist der Bruttobetrag.

1.700 Euro brutto – wie viel netto?

Von 1.700 Euro gehen 148,75 Euro Krankenversicherung, 61,20 Euro Pflegeversicherung und 28,25 Euro Steuer ab; der Erwerbsminderungsrente-Rechner zeigt 1.461,80 Euro netto. Kinderlos sind es 1.453,43 Euro, mit 9 Prozent Kirchensteuer 1.459,26 Euro. Mit einem Grad der Behinderung von 50 sinkt die Steuer auf 12,25 Euro, netto bleiben 1.477,80 Euro.

Auch der Rentenbeginn zählt. Begann dieselbe Rente 2020, kommen 1.463,05 Euro an, bei Beginn 2015 sogar 1.477,55 Euro, weil der feste Freibetrag älterer Renten höher ist. Der Erwerbsminderungsrente-Rechner berücksichtigt das, sobald du im Bescheid-Modus dein Beginnjahr wählst.

Rechenbeispiel aus dem Erwerbsminderungsrente-Rechner: volle Rente mit 50

Die Grundeinstellung zeigt eine Versicherte, die mit 50 Jahren voll erwerbsgemindert wird. Sie hat 25 Entgeltpunkte, im Schnitt 0,9 je Jahr, und erhält eine befristete Rente. So rechnet der Erwerbsminderungsrente-Rechner:

Schritt Rechnung Ergebnis
Zurechnungszeit 16 Jahre 3 Monate × 0,9 14,625 Entgeltpunkte
Entgeltpunkte gesamt 25 + 14,625 39,625
Zugangsfaktor 36 Monate × 0,003 Abschlag 0,892
Bruttorente 39,625 × 0,892 × 1,0 × 42,52 € 1.502,89 €
Kranken- und Pflegeversicherung 8,75 % + 3,6 % 131,50 € + 54,10 €
Einkommensteuer 62 € im Jahr ÷ 12 5,17 €
Nettorente 1.312,12 €

Der Abschlag von 10,8 Prozent kostet 181,97 Euro brutto im Monat – dauerhaft, auch in der späteren Altersrente. Steuerpflichtig sind 84 Prozent der Jahresrente von 18.034,68 Euro. Nach Pauschbeträgen und Kassenbeiträgen bleiben 12.783 Euro zu versteuerndes Einkommen, knapp über dem Grundfreibetrag; deshalb fallen nur 62 Euro Steuer im Jahr an.

Volle oder teilweise Erwerbsminderungsrente: was netto bleibt

Voll erwerbsgemindert ist, wer auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt weniger als drei Stunden täglich arbeiten kann; bei drei bis unter sechs Stunden liegt eine teilweise Erwerbsminderung vor (§ 43 SGB VI). Die teilweise Rente ist halb so hoch. Der Erwerbsminderungsrente-Rechner zeigt für die Versicherte aus dem Beispiel:

Variante Rente brutto Netto im Monat Hinzuverdienstgrenze 2026
volle Erwerbsminderungsrente 1.502,89 € 1.312,12 € 20.763,75 €
teilweise Erwerbsminderungsrente 751,45 € 658,65 € mindestens 41.527,50 €
teilweise Rente plus Teilzeitjob mit 1.500 € brutto 751,45 € 1.754,37 € (Rente und Job) mindestens 41.527,50 €
Arbeitsmarktrente 1.502,89 € 1.312,12 € 20.763,75 €

Die teilweise Rente allein bleibt in diesem Beispiel steuerfrei. Sie ist als Ergänzung zu einem Teilzeitjob gedacht. Mit 1.500 Euro Monatslohn fallen im Übergangsbereich 271,61 Euro Sozialabgaben an, die gemeinsame Steuer auf Rente und Lohn steigt auf 1.592 Euro im Jahr. Unterm Strich bringt der Job laut Erwerbsminderungsrente-Rechner 1.095,72 Euro netto im Monat zusätzlich.

Die Arbeitsmarktrente bekommt, wer nur teilweise erwerbsgemindert ist, aber keinen passenden Teilzeitarbeitsplatz hat. Nimmt die Person eine Beschäftigung von drei bis unter sechs Stunden täglich auf, entfällt der Anspruch auf die volle Rente, wie die Wissenschaftlichen Dienste des Bundestags darlegen. Die Voraussetzungen erklärt der Ratgeber Erwerbsminderungsrente.

Steuer auf die Erwerbsminderungsrente: was der Erwerbsminderungsrente-Rechner ansetzt

Die Erwerbsminderungsrente wird wie eine Altersrente nachgelagert besteuert. Der steuerpflichtige Anteil hängt vom Jahr des Rentenbeginns ab und steigt seit 2023 um 0,5 Prozentpunkte je Jahrgang. Ab dem Folgejahr wird der steuerfreie Teil als fester Euro-Betrag festgeschrieben; reguläre Rentenerhöhungen sind voll steuerpflichtig. Ändert sich die Rente aus anderen Gründen, etwa durch eine Kürzung wegen Hinzuverdienst, wird der Freibetrag anteilig angepasst.

Rentenbeginn Besteuerungsanteil Steuer ab Bruttorente Netto bei 1.700 €
2015 70 % 1.574 € 1.477,55 €
2020 80 % 1.462 € 1.463,05 €
2026 84 % 1.454 € 1.461,80 €

Die Werte aus dem Erwerbsminderungsrente-Rechner gelten für Alleinstehende mit Kind, durchschnittlichen Zusatzbeitrag und ohne weitere Einkünfte; bei älteren Renten sind nur reguläre Rentenanpassungen angenommen. Kinderlose zahlen bei Rentenbeginn 2026 erst ab rund 1.466 Euro Steuern, mit einem Grad der Behinderung von 50 liegt die Grenze bei rund 1.586 Euro.

Eine Steuererklärung kann früher Pflicht sein: wenn der Gesamtbetrag der Einkünfte den Grundfreibetrag übersteigt (§ 56 EStDV). Bei Rentenbeginn 2026 ist das ab rund 1.236 Euro Bruttorente der Fall, weil dabei die Kassenbeiträge noch nicht abgezogen sind. Die Rentenversicherung meldet deine Rente jährlich an die Finanzverwaltung. Mehr im Ratgeber Rente versteuern.

Krankenversicherung der Rentner: Pflicht, freiwillig oder privat

In die Krankenversicherung der Rentner kommt, wer vom Start ins Berufsleben bis zum Rentenantrag mindestens neun Zehntel der zweiten Hälfte dieses Zeitraums gesetzlich versichert war (§ 5 Abs. 1 Nr. 11 SGB V); je Kind werden drei Jahre angerechnet. Dann behält die Rentenversicherung 8,75 Prozent Kranken- und 3,6 Prozent Pflegeversicherung direkt ein – das ist die Grundeinstellung im Erwerbsminderungsrente-Rechner.

Freiwillig gesetzlich versichert

Wer die Vorversicherungszeit nicht erfüllt und gesetzlich versichert bleibt, ist freiwilliges Mitglied. Dann zahlst du 14,6 Prozent plus Zusatzbeitrag selbst, mindestens auf 1.318,33 Euro im Monat (§ 240 Abs. 4 SGB V), und erhältst einen Zuschuss in Höhe des halben Beitrags auf die Rente (§ 106 SGB VI). Bei kleinen Renten ist das teuer: Von 900 Euro bleiben laut Erwerbsminderungsrente-Rechner 700,58 Euro netto statt 788,85 Euro in der Pflichtversicherung.

Privat versichert

Privat Versicherte zahlen ihre Prämie weiter und erhalten einen Zuschuss von 8,75 Prozent der Rente, höchstens die Hälfte ihres Krankenversicherungsbeitrags. Ein Beispiel aus dem Erwerbsminderungsrente-Rechner: 1.700 Euro Rente und 600 Euro Prämie ergeben 148,75 Euro Zuschuss und 1.248,75 Euro netto. Steuer fällt keine an, weil der Beitrag abzüglich Zuschuss als Vorsorgeaufwand zählt – vorausgesetzt, er entfällt ganz auf die Basisabsicherung; Wahlleistungen wie das Einbettzimmer mindern den Abzug.

Bei Eltern mit mehreren jüngeren Kindern sinkt der Pflegebeitrag. Mit zwei Kindern unter 25 zahlst du aus 1.700 Euro Rente 3,35 statt 3,6 Prozent und behältst 1.465,30 Euro.

Hinzuverdienst 2026: was ein Job neben der EM-Rente netto bringt

Die Grenzen hängen an der Bezugsgröße von 3.955 Euro im Monat. Bei voller Rente sind drei Achtel der 14-fachen Bezugsgröße anrechnungsfrei, also 20.763,75 Euro im Jahr. Bei teilweiser Rente gilt das 9,72-Fache der Bezugsgröße mal den höchsten Entgeltpunkten der letzten 15 Jahre, mindestens 41.527,50 Euro; mit 1,2 Punkten im besten Jahr sind es 46.131,12 Euro. Der Erwerbsminderungsrente-Rechner hat beide Grenzen hinterlegt.

Wer mehr verdient, verliert die Rente nicht sofort. Bei 25.000 Euro Jahreslohn und voller Rente liegt der Hinzuverdienst 4.236,25 Euro über der Grenze; 40 Prozent eines Zwölftels davon, 141,21 Euro, werden monatlich abgezogen. Die Tabelle aus dem Erwerbsminderungsrente-Rechner zeigt die Wirkung für die Versicherte aus dem Rechenbeispiel:

Hinzuverdienst im Jahr Kürzung im Monat Rente brutto Netto gesamt im Monat Job bringt netto
0 € 0,00 € 1.502,89 € 1.312,12 € 0,00 €
6.000 € 0,00 € 1.502,89 € 1.796,70 € 484,58 €
12.000 € 0,00 € 1.502,89 € 2.028,83 € 716,71 €
18.000 € 0,00 € 1.502,89 € 2.294,39 € 982,27 €
25.000 € 141,21 € 1.361,68 € 2.507,56 € 1.195,44 €
30.764 € 333,34 € 1.169,55 € 2.653,74 € 1.341,63 €
40.764 € 666,68 € 836,21 € 2.901,32 € 1.589,20 €

Ganz entfällt die Rente in diesem Beispiel erst ab 65.850 Euro. Ein Minijob mit 500 Euro im Monat kostet nur 18 Euro Rentenbeitrag. Bei voller Rente gilt im Job der ermäßigte Beitragssatz von 14,0 Prozent – dein Anteil sind 7,0 Prozent plus halber Zusatzbeitrag –, weil kein Krankengeldanspruch besteht, und keine Arbeitslosenversicherung (§ 28 Abs. 2 SGB III); Rentenbeiträge fallen weiter an.

Wichtig: Die Grenze regelt nur das Geld. Wer voll erwerbsgemindert ist und regelmäßig drei Stunden oder mehr täglich arbeitet, riskiert eine Überprüfung der Erwerbsminderung. Geht die Arbeit über das festgestellte Leistungsvermögen hinaus, läuft die Rente nach § 43 Abs. 7 SGB VI in der Regel noch sechs Monate weiter. Stimme größere Jobs vorher mit der Rentenversicherung ab und prüfe die Wirkung im Erwerbsminderungsrente-Rechner.

Zurechnungszeit und Abschlag im Erwerbsminderungsrente-Rechner

Die Zurechnungszeit beginnt mit dem Eintritt der Erwerbsminderung. Bei Rentenbeginn 2026 endet sie mit 66 Jahren und 3 Monaten, danach steigt sie schrittweise, bis sie ab 2031 mit dem 67. Geburtstag endet (§ 59 und § 253a SGB VI):

Rentenbeginn Zurechnungszeit endet mit
2025 66 Jahren und 2 Monaten
2026 66 Jahren und 3 Monaten
2027 66 Jahren und 4 Monaten
2028 66 Jahren und 6 Monaten
2029 66 Jahren und 8 Monaten
2030 66 Jahren und 10 Monaten
ab 2031 67 Jahren

Für junge Versicherte ist sie das wichtigste Element. Wer mit 35 erwerbsgemindert wird und 14 Entgeltpunkte bei 0,8 je Jahr hat, bekommt 25 zusätzliche Punkte. Der Erwerbsminderungsrente-Rechner zeigt 1.479,19 Euro brutto; ohne Zurechnungszeit wären es nach unserer Rechnung nur 530,99 Euro. Die letzten vier Jahre vor Eintritt bleiben bei der Bewertung außer Betracht, wenn das günstiger ist (§ 73 SGB VI).

Abschlag nach Alter

Der Abschlag beträgt 0,3 Prozent je Monat zwischen Rentenbeginn und 65. Geburtstag, höchstens 10,8 Prozent. Weil eine befristete Rente erst im siebten Monat nach Eintritt beginnt, ist der Abschlag ab 62 kleiner als bei einer unbefristeten. Der Erwerbsminderungsrente-Rechner ergibt:

Alter bei Eintritt Abschlag befristet Abschlag unbefristet befristet mit 40 Jahren
61 Jahre 10,8 % 10,8 % 5,4 %
62 Jahre 9,0 % 10,8 % 1,8 %
63 Jahre 5,4 % 7,2 % 0,0 %
64 Jahre 1,8 % 3,6 % 0,0 %

Was 2026 gilt – und was sich 2027 ändert

Einige Werte für 2027 stehen schon im Gesetz, andere nur im Entwurf. Der Erwerbsminderungsrente-Rechner rechnet bewusst nur mit dem Rechtsstand 2026:

Wert 2026 2027 Stand
Ende der Zurechnungszeit bei Rentenbeginn 66 Jahre 3 Monate 66 Jahre 4 Monate Gesetz (§ 253a SGB VI)
Besteuerungsanteil bei Rentenbeginn 84 % 84,5 % Gesetz (§ 22 EStG)
Aktueller Rentenwert 42,52 € Anpassung zum 1. Juli 2027, Höhe offen –
Bezugsgröße pro Monat 3.955 € 4.130 € Verordnung, Zustimmung des Bundesrats ausstehend
Hinzuverdienstgrenze volle Rente 20.763,75 € 21.682,50 € folgt aus der Bezugsgröße
Hinzuverdienstgrenze teilweise Rente (mindestens) 41.527,50 € 43.365,00 € folgt aus der Bezugsgröße
Grundfreibetrag 12.348 € 12.564 € Regierungsentwurf
Beitragsbemessungsgrenze Krankenversicherung 5.812,50 € 6.375 € Verordnung, Zustimmung des Bundesrats ausstehend; gesetzlich Jahresarbeitsentgeltgrenze nach § 6 Abs. 7 SGB V plus 3.600 € im Jahr (§ 223 Abs. 4 SGB V)
Beitragsbemessungsgrenze Pflegeversicherung 5.812,50 € 6.075 € Verordnung, Zustimmung des Bundesrats ausstehend; folgt der Jahresarbeitsentgeltgrenze nach § 6 Abs. 7 SGB V (§ 55 Abs. 2 SGB XI)
Durchschnittlicher Zusatzbeitrag 2,9 % Festlegung durch das Bundesgesundheitsministerium bis 1. November 2026 § 242a SGB V

Die Werte für 2027 stammen aus der Sozialversicherungsrechengrößen-Verordnung 2027 (Bundesrat-Drucksache 576/26) und dem Regierungsentwurf zum Einkommensteuerreformgesetz 2027 (Bundesrat-Drucksache 507/26). Beide sind noch nicht in Kraft. Den durchschnittlichen Zusatzbeitrag gibt das Bundesgesundheitsministerium bis zum 1. November bekannt (§ 242a SGB V).

Netto ändert sich 2027 wenig. Mit dem Tarif aus dem Regierungsentwurf zahlst du auf 1.700 Euro Rente mit Beginn 2026 rund 302 statt 339 Euro Steuer im Jahr, netto 1.464,88 Euro – ohne Rentenanpassung 2027 und mit den Beiträgen 2026. Diese Vorschau zeigt der Rente-Brutto-Netto-Rechner; den Entwurf erklärt der Beitrag zur Steuerreform 2027.

Vom Krankengeld zur Erwerbsminderungsrente: Beginn und Übergang

Die meisten Anträge beginnen mit einer langen Krankheit. Nach der Entgeltfortzahlung zahlt die Krankenkasse Krankengeld, wegen derselben Krankheit längstens 78 Wochen innerhalb von drei Jahren (§ 48 SGB V); die Höhe zeigt der Krankengeld-Rechner. Endet es vor der Rentenentscheidung, kann die Arbeitsagentur Arbeitslosengeld nach der Nahtlosigkeitsregelung zahlen (§ 145 SGB III).

Eine befristete Rente beginnt frühestens im siebten Kalendermonat nach Eintritt der Erwerbsminderung. Entfällt vorher wegen der Feststellung der Anspruch auf Arbeitslosengeld oder endet danach das Krankengeld, kann eine volle Rente, die nicht auf der Arbeitsmarktlage beruht, früher beginnen (§ 101 Abs. 1a SGB VI). Zahlt die Rentenversicherung rückwirkend, können Krankenkasse oder Arbeitsagentur ihre Leistungen aus der Nachzahlung erstattet verlangen (§ 103 SGB X, § 145 Abs. 3 SGB III). Der Erwerbsminderungsrente-Rechner zeigt den laufenden Betrag ab Rentenbeginn.

Ist eine Reha nicht erfolgversprechend oder bleibt sie ohne Erfolg, gilt der Reha-Antrag als Rentenantrag (§ 116 Abs. 2 SGB VI). Im Übergangsjahr sind Krankengeld und Arbeitslosengeld steuerfrei, erhöhen aber über den Progressionsvorbehalt den Steuersatz (§ 32b EStG). Mehr dazu im Ratgeber Krankengeld.

Später Altersrente: Abschlag, Steuer und Bestandsschutz

Die Erwerbsminderungsrente läuft bis zur Regelaltersgrenze. Danach folgt die Altersrente mit mindestens denselben persönlichen Entgeltpunkten (§ 88 SGB VI). Der Abschlag bleibt für diese Punkte bestehen; bei einer teilweisen Rente gilt der alte Zugangsfaktor nur für die Hälfte der Punkte (§ 77 Abs. 3 SGB VI). Deshalb weist der Erwerbsminderungsrente-Rechner den Abschlag als dauerhaft aus.

Steuerlich ist die Altersrente eine Folgerente: Ihr Besteuerungsanteil richtet sich nach ihrem Beginnjahr abzüglich der Laufzeit der Erwerbsminderungsrente (§ 22 Nr. 1 Satz 3 Buchstabe a Doppelbuchstabe aa EStG). Bei durchgehendem Bezug landest du damit ungefähr wieder beim Anteil des ursprünglichen Rentenbeginns.

Renten wegen Erwerbsminderung mit Beginn zwischen 2001 und 2018 erhalten seit Dezember 2025 einen Zuschlag von 7,5 Prozent bei Beginn bis Juni 2014 und von 4,5 Prozent bei Beginn bis Ende 2018 (§ 307i SGB VI); er bleibt in der Altersrente erhalten. Was Hinterbliebene bekommen, zeigt der Witwenrente-Rechner.

Wenn die Erwerbsminderungsrente nicht reicht

Im Rechenbeispiel bleiben 1.312,12 Euro netto. Wer die Lücke zum bisherigen Einkommen vorab schließen will, braucht private Vorsorge. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung stellt nach der gesetzlichen Definition auf deinen zuletzt ausgeübten Beruf ab (§ 172 Abs. 2 VVG), nicht auf den allgemeinen Arbeitsmarkt. Wer keine bekommt, kann eine Grundfähigkeitsversicherung prüfen. Den Bedarf rechnest du mit dem Erwerbsminderungsrente-Rechner gegen dein bisheriges Netto.

Reicht die Rente bei dauerhafter voller Erwerbsminderung nicht zum Leben, gibt es Grundsicherung bei Erwerbsminderung nach dem Zwölften Sozialgesetzbuch (§ 41 Abs. 3 SGB XII), beantragt beim Sozialamt. Voraussetzung ist, dass die volle Erwerbsminderung unabhängig von der Arbeitsmarktlage besteht und voraussichtlich nicht mehr behoben werden kann – bei befristeten Renten ist das oft noch nicht festgestellt.

Was der Erwerbsminderungsrente-Rechner nicht abbildet

Der Erwerbsminderungsrente-Rechner rechnet für Alleinstehende nach dem Grundtarif und für ein volles Kalenderjahr 2026 mit zwölf gleichen Monatsrenten; im ersten Rentenjahr fließen weniger Monatsrenten zu, dafür kommen oft Lohn oder Krankengeld hinzu. Ehegattensplitting, Betriebsrenten, eine private Berufsunfähigkeitsrente und Mieten verändern die Steuer und sind nicht enthalten.

Ebenfalls nicht abgebildet sind Progressionsvorbehalt im Übergangsjahr, Nachzahlungen, die behinderungsbedingte Fahrtkostenpauschale, der Altersentlastungsbetrag, der Zuschlag nach § 307i, ein Versorgungsausgleich, der Grundrentenzuschlag und der höhere Pflegeanteil von Beschäftigten in Sachsen. Freiwillig Versicherte zahlen auch auf Mieten oder Zinsen Beiträge, die der Rechner nicht kennt. Die Zurechnungszeit bewertet er mit deinem Durchschnitt statt mit der vollständigen Gesamtleistungsbewertung. Bei privater Versicherung setzt er den ganzen Beitrag als Basisabsicherung an; eine Versicherungspflicht durch einen Job und der Arbeitgeberzuschuss fehlen.

Häufige Fragen zum Erwerbsminderungsrente-Rechner

Wie viel bleibt von 1.700 Euro Erwerbsminderungsrente netto?

Bei Rentenbeginn 2026, mit Kind, durchschnittlichem Zusatzbeitrag und ohne Kirchensteuer bleiben 1.461,80 Euro. Abgezogen werden 148,75 Euro Kranken-, 61,20 Euro Pflegeversicherung und 28,25 Euro Steuer im Monat. Kinderlose behalten 1.453,43 Euro.

Welche Abzüge zeigt der Erwerbsminderungsrente-Rechner?

Pflichtversicherte zahlen 2026 bei durchschnittlichem Zusatzbeitrag 8,75 Prozent Kranken- und 3,6 Prozent Pflegeversicherung, kinderlos 4,2 Prozent. Einkommensteuer fällt an, wenn das zu versteuernde Einkommen über 12.348 Euro liegt. Renten- und Arbeitslosenbeiträge werden aus der Rente nicht fällig.

Muss ich die Erwerbsminderungsrente versteuern?

Ja, mit dem Besteuerungsanteil deines Rentenbeginns, 84 Prozent bei Beginn 2026. Ohne weitere Einkünfte fällt Steuer aber erst ab rund 1.454 Euro Bruttorente an. Eine Steuererklärung kann schon ab rund 1.236 Euro Pflicht sein.

Wie viel darf ich 2026 zur Erwerbsminderungsrente hinzuverdienen?

Bei voller Rente 20.763,75 Euro im Jahr, bei teilweiser mindestens 41.527,50 Euro – mehr, wenn du in einem der letzten 15 Jahre vor der Erwerbsminderung über rund 1,08 Entgeltpunkte lagst. Darüber werden 40 Prozent des Überschusses, auf zwölf Monate verteilt, abgezogen. Der Erwerbsminderungsrente-Rechner prüft die Grenze automatisch.

Wie hoch ist die teilweise Erwerbsminderungsrente netto?

Sie ist halb so hoch wie die volle Rente. Im Rechenbeispiel sind es 751,45 Euro brutto und 658,65 Euro netto, ohne Steuer. Mit einem Teilzeitjob über 1.500 Euro brutto kommen Rente und Lohn zusammen auf 1.754,37 Euro netto.

Warum ist der Abschlag im Erwerbsminderungsrente-Rechner bei befristeter Rente kleiner?

Der Abschlag richtet sich nach dem Alter bei Rentenbeginn. Eine befristete Rente beginnt frühestens im siebten Kalendermonat nach Eintritt der Erwerbsminderung, also rund ein halbes Jahr später. Wer mit 63 erwerbsgemindert wird, hat dann 5,4 statt 7,2 Prozent Abschlag.

Rechnet der Erwerbsminderungsrente-Rechner auch für privat Versicherte?

Ja. Wähle „privat versichert“ und trage deinen Monatsbeitrag ein. Der Rechner addiert den Zuschuss der Rentenversicherung von 8,75 Prozent der Rente, vereinfacht höchstens die Hälfte deines Gesamtbeitrags (gesetzlich die Hälfte des Krankenversicherungsanteils), und berücksichtigt den Beitrag bei der Steuer. Für freiwillig gesetzlich Versicherte gilt die Mindestbemessung von 1.318,33 Euro.

Wie genau ist der Erwerbsminderungsrente-Rechner?

Die Netto-Rechnung folgt den gesetzlichen Beitragssätzen, Pauschbeträgen und dem Steuertarif 2026. Bei der Bruttorente ist der Durchschnitt je Jahr die größte Unsicherheit. Verbindlich sind Rentenbescheid und Steuerbescheid; die Rentenversicherung berät kostenlos.

Quellen & weiterführende Informationen

Fazit: Brutto, netto und Hinzuverdienst auf einen Blick

Von der Erwerbsminderungsrente gehen bei Pflichtversicherten gut 12 Prozent an die Kassen, Steuern kommen bei Rentenbeginn 2026 erst ab rund 1.454 Euro brutto dazu. Die Bruttorente bestimmen Zurechnungszeit, Durchschnitt deiner Entgeltpunkte und Abschlag. Der Erwerbsminderungsrente-Rechner verbindet beides und zeigt, was ein Job neben der Rente wirklich bringt. Voraussetzungen, Antrag und Widerspruch erklärt der Ratgeber zur Erwerbsminderungsrente.


Hinweis: Dieser Rechner und der Text ersetzen keine Renten-, Rechts- oder Steuerberatung. Die Ergebnisse beruhen auf deinen Angaben und dem Rechtsstand 2026; verbindlich sind der Bescheid der Deutschen Rentenversicherung und dein Steuerbescheid. Stand: 23. Oktober 2026.

Jens Schreiner
Autor
Jens Schreiner
Jens beschäftigt sich seit dem Studium intensiv mit privaten Finanzen – von Girokonten und Tagesgeld über ETF-Depots bis zu Kreditkarten und Versicherungen. Beruflich in der IT zu Hause, geht er Finanzthemen analytisch und datengetrieben an: Er vergleicht Konditionen im Detail, probiert Kontoeröffnungen und Neukundenangebote selbst aus und übersetzt komplizierte Produkte in verständliche Sprache. Auf Sparnia zeigt er, wie man mit cleveren Vergleichen und Neukundenangeboten bares Geld spart und verdient – unabhängig, transparent und nachvollziehbar.