Der Renditerechner beantwortet die Frage, die jede Geldanlage am Ende stellt: Wie viel Prozent pro Jahr hat das gebracht? Er rechnet die Rendite aus Anfangs- und Endwert als echten Jahresdurchschnitt mit Zinseszins, ermittelt für Sparpläne den internen Zinsfuß, der die zeitliche Verteilung der Raten berücksichtigt, und zeigt, wie stark laufende Kosten die Rendite drücken. In jedem Modus liefert der Renditerechner zusätzlich die Rendite nach Abgeltungsteuer mit Teilfreistellung und die Realrendite nach Inflation — mit den Werten 2026.
Das Wichtigste in Kürze
- Aus 10.000 € werden in zehn Jahren 15.000 €: Das sind 50 Prozent Gesamtrendite, aber nur 4,14 Prozent pro Jahr — der einfache Durchschnitt von 5 Prozent ist falsch.
- Ein Sparplan mit 200 € im Monat, der nach zehn Jahren 30.000 € wert ist, hat 4,37 Prozent pro Jahr gebracht, nicht die 2,5 Prozent der Milchmädchenrechnung.
- Nach Abgeltungsteuer bleiben von 4,14 Prozent noch 3,67 Prozent, nach 2,9 Prozent Inflation 0,75 Prozent real.
- 1,5 Prozent laufende Kosten plus 5 Prozent Ausgabeaufschlag verwandeln 6 Prozent Bruttorendite über 30 Jahre in 4,32 Prozent — 21.854 € Kosten auf 10.000 € Anlage.
- Der Renditerechner rechnet geometrisch, nach Steuern und nach Inflation — die drei Zahlen, die in Werbeprospekten fehlen.
Was 2026 gilt: Steuern, Zinsen und Inflation hinter dem Renditerechner
Gewinne aus Wertpapieren unterliegen nach § 32d EStG der Abgeltungsteuer von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag, zusammen 26,375 Prozent. Steuerfrei bleibt der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € nach § 20 Abs. 9 EStG, 2.000 € bei Zusammenveranlagung. Bei Aktienfonds und Aktien-ETFs sind nach § 20 InvStG 30 Prozent der Erträge steuerfrei, bei Mischfonds 15 Prozent — die Teilfreistellung, die der Renditerechner je nach Anlageart anwendet.
Als Maßstab für die Rendite dienen die sicheren Alternativen: Laut Zinsstatistik der Bundesbank zahlten Banken im Juli 2026 im Schnitt 2,22 Prozent für Festgeld bis ein Jahr und 2,70 Prozent für Laufzeiten über zwei Jahre; die Einlagefazilität der EZB liegt laut EZB-Leitzinstabelle seit dem 17. Juni 2026 bei 2,25 Prozent. Die Inflation betrug im August 2026 laut Statistischem Bundesamt 2,9 Prozent — der Wert, mit dem der Renditerechner die Realrendite voreinstellt.
Die drei Modi des Renditerechners
Rendite pro Jahr aus Anfangs- und Endwert
Für Einmalanlagen: eine Aktie, ein Fonds, eine Immobilie, ein Goldbarren. Kaufpreis, heutiger Wert oder Verkaufserlös, erhaltene Ausschüttungen und die Haltedauer eingeben — der Renditerechner liefert die jährliche Rendite mit Zinseszins, die Gesamtrendite, den Steuerabzug beim Verkauf und die Realrendite. Eine Tabelle zeigt, was diese Rendite aus dem Anfangswert über 5 bis 30 Jahre machen würde, nominal und in heutiger Kaufkraft. Wie sich Gold im Vergleich zu Aktien und Zinsanlagen schlägt, zeigt Gold als Geldanlage.
Rendite eines Sparplans
Für ETF- und Fondssparpläne, bei denen Monat für Monat Geld hineinfließt. Weil jede Rate unterschiedlich lang angelegt war, lässt sich die Rendite nicht durch Teilen ausrechnen. Der Renditerechner sucht den Zinssatz, mit dem Startkapital und alle Raten genau den heutigen Depotwert ergeben — den internen Zinsfuß. Das ist dieselbe Methode, mit der Broker die Rendite im Depot ausweisen sollten, es aber nicht immer tun.
Wirkung von Kosten
Für die Frage vor dem Kauf: Was bleibt von der Bruttorendite nach Gesamtkostenquote, Depotgebühr und Ausgabeaufschlag? Der Renditerechner zeigt Endwert mit und ohne Kosten, die Kostensumme in Euro und eine Tabelle für Kostenquoten von 0 bis 2 Prozent.
Die Eingabefelder im Detail: was der Renditerechner wissen will
Anfangswert, Endwert und Ausschüttungen
Der Anfangswert ist der Kaufpreis inklusive Gebühren, der Endwert der heutige Kurswert oder der Erlös nach Verkaufskosten. Ausschüttungen und Dividenden, die du zwischendurch erhalten hast, gehören dazu — der Renditerechner rechnet sie vereinfacht dem Endwert zu. Wer sie wieder angelegt hat, lässt das Feld auf null, weil sie dann schon im Endwert stecken.
Anlagedauer
Die Jahre zwischen Kauf und Bewertung, auf halbe Jahre genau. Hier liegt die häufigste Fehlerquelle: Wer 50 Prozent Gewinn über zwölf Jahre als „gute Rendite“ empfindet, hat 3,44 Prozent pro Jahr erzielt — weniger als manches Festgeld. Die Dauer gehört deshalb in jeden Modus.
Startkapital, Sparrate und Depotwert
Im Sparplan-Modus: das Guthaben zu Beginn, die monatliche Rate und der Depotwert heute. Änderungen der Rate zwischendurch kann der Renditerechner nicht abbilden; nimm dann die durchschnittliche Rate, der Fehler bleibt klein.
Bruttorendite, laufende und einmalige Kosten
Im Kosten-Modus: die erwartete Rendite vor Kosten, die Gesamtkostenquote plus Depotgebühren in Prozent des Guthabens pro Jahr und einmalige Kosten beim Kauf wie Ausgabeaufschlag oder Ordergebühr in Prozent des Anlagebetrags. Der Renditerechner zieht laufende Kosten jedes Jahr von der Rendite ab und einmalige vom Anlagebetrag.
Anlageart und Abgeltungsteuer
Aktien-ETF mit 30 Prozent Teilfreistellung, Mischfonds mit 15 Prozent oder Einzelaktien, Anleihen und Zinsen ohne Freistellung — und ob der Renditerechner die Steuer beim Verkauf abziehen soll, mit Pauschbetrag 1.000 € oder 2.000 €. Die Steuer wird einmal auf den gesamten Gewinn gerechnet, wie beim Verkauf am Ende; Vorabpauschalen, die zwischendurch anfallen, würden sie leicht verringern.
Inflation
Der Renditerechner rechnet die Realrendite exakt: (1 + Rendite) ÷ (1 + Inflation) − 1. Bei 4,14 Prozent und 2,9 Prozent Inflation sind das 1,21 Prozent vor Steuern und 0,75 Prozent nach Steuern.
Rechenbeispiel: 10.000 € werden in zehn Jahren 15.000 €
Die Gesamtrendite beträgt 50 Prozent, der Gewinn 5.000 €. Wer einfach durch zehn teilt, kommt auf 5 Prozent pro Jahr — zu viel, weil der Zinseszins ignoriert wird. Richtig ist die geometrische Rendite: (15.000 ÷ 10.000) hoch 1/10 minus 1 = 4,14 Prozent. Beim Verkauf werden von 5.000 € Gewinn nach 30 Prozent Teilfreistellung 3.500 € steuerpflichtig, abzüglich 1.000 € Pauschbetrag bleiben 2.500 €, die Steuer beträgt 659,38 €. Die Rendite nach Steuern liegt bei 3,67 Prozent, nach 2,9 Prozent Inflation real bei 0,75 Prozent. Alle vier Zahlen stehen im Ergebnis untereinander.
| Bei 4,14 % pro Jahr | aus 10.000 € werden | in heutiger Kaufkraft |
|---|---|---|
| 5 Jahre | 12.247 € | 10.616 € |
| 10 Jahre | 15.000 € | 11.270 € |
| 15 Jahre | 18.371 € | 11.965 € |
| 20 Jahre | 22.500 € | 12.702 € |
| 30 Jahre | 33.750 € | 14.316 € |
Nominalwert und Kaufkraft bei 2,9 Prozent Inflation, vor Steuern. Ein zweites Beispiel mit Ausschüttungen: 10.000 € sind nach acht Jahren 18.000 € wert, dazu kamen 1.200 € Dividenden. Der Renditerechner rechnet mit 19.200 € Endwert: 92 Prozent Gesamtrendite, 8,50 Prozent pro Jahr, nach Steuern 7,45 Prozent, real 4,42 Prozent — der einfache Durchschnitt hätte 11,5 Prozent behauptet.
Sparplan-Rendite: warum der Renditerechner den internen Zinsfuß braucht
200 € im Monat über zehn Jahre sind 24.000 € Einzahlungen. Ist das Depot heute 30.000 € wert, beträgt der Wertzuwachs 6.000 € oder 25 Prozent auf die Einzahlungen. Durch zehn Jahre geteilt ergäbe das 2,5 Prozent pro Jahr — die Milchmädchenrechnung, die die Rendite eines Sparplans systematisch unterschätzt, weil die letzte Rate nur einen Monat, die erste aber zehn Jahre angelegt war. Der interne Zinsfuß liegt bei 4,37 Prozent pro Jahr; nach 844 € Steuer beim Verkauf bleiben 3,82 Prozent, real 0,89 Prozent.
| Rendite pro Jahr | Depotwert nach 10 Jahren bei 200 € im Monat |
|---|---|
| 2 % | 26.563 € |
| 4 % | 29.435 € |
| 6 % | 32.653 € |
| 8 % | 36.257 € |
Die Tabelle hilft beim Einordnen: Ein Depotwert von 30.000 € liegt zwischen 4 und 6 Prozent, ein Wert von 26.500 € hat trotz 2.500 € Gewinn nur 2 Prozent gebracht — weniger als Festgeld. Was ein Sparplan bei gegebener Rendite in Zukunft erreicht, rechnet der Sparrechner vorwärts; der Renditerechner rechnet rückwärts aus dem, was tatsächlich im Depot liegt.
Kosten: der stille Renditekiller im Renditerechner
10.000 € zu 6 Prozent über zehn Jahre wachsen ohne Kosten auf 17.908 €. Mit 0,2 Prozent Gesamtkostenquote, typisch für einen breiten Aktien-ETF, sind es 17.573 € — 335 € Kosten, 1,9 Prozent des möglichen Endwerts, Nettorendite 5,80 Prozent. Mit 1 Prozent, typisch für aktive Fonds, bleiben 16.289 €; mit 2 Prozent 14.802 €, also 3.106 € weniger.
| Laufende Kosten | Endwert nach 10 Jahren | Kostenwirkung |
|---|---|---|
| 0,0 % | 17.908 € | 0 € |
| 0,2 % | 17.573 € | 335 € |
| 0,5 % | 17.081 € | 827 € |
| 1,0 % | 16.289 € | 1.620 € |
| 1,5 % | 15.530 € | 2.379 € |
| 2,0 % | 14.802 € | 3.106 € |
Über dreißig Jahre wird daraus ein anderes Kaliber: 6 Prozent Bruttorendite, 1,5 Prozent laufende Kosten und 5 Prozent Ausgabeaufschlag verwandeln 10.000 € in 35.581 € statt 57.435 € — 21.854 € Kosten, 38,1 Prozent des möglichen Endwerts, Nettorendite 4,32 Prozent, nach Steuern 3,86 Prozent, real 0,93 Prozent. Sichtbar wird, warum die Kostenquote beim Fondskauf wichtiger ist als der Name des Fondsmanagers. Günstige Sparpläne und Depots zeigen der ETF-Sparplan-Vergleich und der Depot-Vergleich.
Festgeld gegen ETF: die Rendite nach Steuern und Inflation im Vergleich
Festgeld zu 2,22 Prozent, dem Bundesbank-Durchschnitt für Laufzeiten bis ein Jahr im Juli 2026, bringt nach 26,375 Prozent Abgeltungsteuer 1,63 Prozent — sofern der Pauschbetrag bereits ausgeschöpft ist — und nach 2,9 Prozent Inflation eine Realrendite von minus 1,23 Prozent. Selbst ohne Steuer bleibt es bei minus 0,66 Prozent: Das Geld ist sicher, aber es schrumpft. Ein Aktien-ETF mit 6 Prozent Bruttorendite und 0,2 Prozent Kosten liegt vor Steuern bei 5,80 Prozent, real bei 2,82 Prozent; nach Steuern mit Teilfreistellung im Zehnjahresbeispiel bei 5,10 Prozent und real 2,13 Prozent. Der Unterschied ist kein Argument gegen Festgeld für kurze Fristen, aber einer gegen Festgeld als Altersvorsorge.
Wichtig ist der Zeithorizont: Die 6 Prozent sind eine Annahme über viele Jahre, kein Versprechen für das nächste. In einzelnen Jahren kann ein Aktien-ETF 20 Prozent verlieren, das Festgeld nie. Wer die Rendite einer Anlage beurteilt, sollte deshalb immer Zeitraum, Schwankung und Zweck des Geldes zusammen betrachten — die Zahl allein sagt wenig.
Rendite bei Immobilien, Gold und Einzelaktien
Bei einer vermieteten Immobilie setzt sich die Rendite aus Wertsteigerung und Mieteinnahmen zusammen. Kaufpreis inklusive Nebenkosten als Anfangswert, Verkaufserlös als Endwert und die Summe der Nettomieten nach Instandhaltung und Verwaltung als Ausschüttungen eingeben — so liefert der erste Modus die jährliche Gesamtrendite. Die laufende Mietrendite allein rechnet der Mietrendite-Rechner; steuerlich gilt bei Immobilien nicht die Abgeltungsteuer, sondern der persönliche Steuersatz, nach zehn Jahren Haltefrist ist der Verkaufsgewinn steuerfrei.
Gold und andere Sachwerte ohne Ausschüttung sind der einfachste Fall: Kaufpreis, Verkaufspreis, Jahre. Physisches Gold ist nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei, die Steuerzeile bleibt also außen vor. Bei Einzelaktien zählen Dividenden als Ausschüttungen, eine Teilfreistellung gibt es nicht, und Kursgewinne werden voll mit 26,375 Prozent besteuert — hier ist „Einzelaktien, Anleihen, Zinsen“ die richtige Anlageart.
Rendite und Risiko: warum zwei Anlagen mit gleicher Rendite nicht gleich gut sind
Zwei Anlagen mit 6 Prozent pro Jahr über zehn Jahre haben dasselbe Ergebnis, aber nicht denselben Weg: Die eine schwankt jedes Jahr um 15 Prozent, die andere um 2 Prozent. Wer zwischendurch Geld braucht, verkauft bei der ersten womöglich im Tief. Die Schwankung — Volatilität — ist der Preis der Rendite, und sie lässt sich nur mit Zeit bezahlen: Je länger der Horizont, desto eher gleichen sich gute und schlechte Jahre aus. Rendite pro Jahr ist deshalb immer zusammen mit dem Zeitraum zu lesen; zehn Jahre sind aussagekräftig, ein Jahr ist Zufall.
Geometrisch, arithmetisch, intern: die drei Renditebegriffe
Die arithmetische Rendite teilt den Gesamtgewinn durch die Jahre — einfach, aber falsch, sobald Zinseszins im Spiel ist. Die geometrische Rendite, im Englischen CAGR, ist der Zinssatz, der den Anfangswert bei jährlicher Verzinsung genau auf den Endwert bringt; sie ist die richtige Zahl für Einmalanlagen und die, die der Renditerechner im ersten Modus liefert. Der interne Zinsfuß verallgemeinert das auf mehrere Zahlungen zu verschiedenen Zeitpunkten und ist die richtige Zahl für Sparpläne und für Anlagen mit Nachkäufen. Wer Renditen vergleicht, muss dieselbe Methode nehmen — 6 Prozent geometrisch sind mehr als 6 Prozent arithmetisch.
Noch ein Unterschied: Zeitgewichtete Rendite misst die Leistung der Anlage unabhängig davon, wann Geld hineinfloss; der interne Zinsfuß misst, was du persönlich erzielt hast. Hast du kurz vor einem Kurseinbruch viel nachgekauft, ist dein interner Zinsfuß schlechter als die zeitgewichtete Rendite des Fonds — der Rechner zeigt bewusst deine Zahl.
Realrendite: was nach Inflation übrig bleibt
Zwischen 4,14 Prozent nominal und 0,75 Prozent real nach Steuern und Inflation liegt der Unterschied zwischen Wachstum und Stillstand. 15.000 € in zehn Jahren haben die Kaufkraft von 11.270 € heute; wer Festgeld zu 2,22 Prozent gehalten hätte, läge nach Steuern und Inflation sogar unter null. Die Inflation ist deshalb kein Nebenaspekt, sondern die Hürde, die jede Anlage erst einmal nehmen muss; wie sie über Jahrzehnte wirkt, führt der Inflationsrechner vor. Für Zinsanlagen rechnet der Zinseszinsrechner die Gegenrichtung: welche Rendite aus einem Betrag über die Jahre welches Endkapital macht.
Steuern auf die Rendite: Teilfreistellung, Pauschbetrag, Vorabpauschale
Bei Aktienfonds bleiben 30 Prozent des Gewinns steuerfrei, bei Mischfonds 15 Prozent, bei Einzelaktien, Anleihen und Zinsen nichts. Vom steuerpflichtigen Rest geht der Pauschbetrag ab, wenn er im Verkaufsjahr noch nicht verbraucht ist; auf den Rest fallen 26,375 Prozent an, mit Kirchensteuer etwas mehr. Bei thesaurierenden Fonds wird zwischendurch jährlich eine Vorabpauschale besteuert, die beim Verkauf angerechnet wird — der Vorabpauschale-Rechner zeigt, wie viel das im Jahr ist. Was Abgeltungsteuer und Kirchensteuer auf Dividenden, Zinsen und Kursgewinne insgesamt kosten, rechnet der Abgeltungssteuer-Rechner; hier zählt die Rendite nach Steuern.
Rendite richtig vergleichen: Schritt für Schritt
- Für jede Anlage denselben Zeitraum und dieselbe Methode wählen — geometrische Rendite für Einmalanlagen, interner Zinsfuß für Sparpläne.
- Alle Erträge einrechnen: Dividenden, Ausschüttungen, Zinsen; bei Immobilien Mieten abzüglich Kosten.
- Kosten abziehen, die bereits bezahlt sind, und im Kosten-Modus des Renditerechners prüfen, was die laufenden Kosten künftig ausmachen.
- Steuern nach Anlageart berücksichtigen — ein Aktien-ETF mit 30 Prozent Teilfreistellung schlägt eine Anleihe gleicher Bruttorendite nach Steuern deutlich.
- Realrendite vergleichen, nicht Nominalrendite; erst sie sagt, ob das Vermögen wächst.
Sonderfälle: was der Renditerechner vereinfacht
Ausschüttungen werden dem Endwert zugerechnet, als wären sie am Ende gezahlt worden; wer sie früh wieder angelegt hat, hat etwas mehr erzielt. Die Steuer wird einmal beim Verkauf gerechnet, ohne Vorabpauschale, Kirchensteuer und Verlustverrechnung. Im Sparplan-Modus gilt eine konstante Rate; Dynamik und Aussetzungen musst du mitteln. Im Kosten-Modus wird die Kostenquote von der Rendite abgezogen, was bei sehr hohen Renditen die Kosten leicht unterschätzt. Wechselkurse, Quellensteuer auf ausländische Dividenden und Spreads beim Kauf sind nicht abgebildet. Wer aus dem Depot regelmäßig entnehmen will, rechnet mit dem Entnahmerechner weiter.
Häufige Fragen zum Renditerechner
Wie berechnet der Renditerechner die Rendite pro Jahr?
Geometrisch: (Endwert ÷ Anfangswert) hoch (1 ÷ Jahre) minus 1. Aus 10.000 € und 15.000 € in zehn Jahren werden so 4,14 Prozent, nicht 5.
Was ist der interne Zinsfuß?
Der Zinssatz, bei dem alle Einzahlungen mit Zins und Zinseszins genau den heutigen Depotwert ergeben. Für Sparpläne ist er die einzige korrekte Jahresrendite; der Renditerechner findet ihn durch schrittweise Annäherung.
Warum ist die Rendite meines Sparplans niedriger als die des Fonds?
Weil der Fonds seine Rendite zeitgewichtet ausweist, dein Sparplan aber jede Rate erst ab Einzahlung verzinst. Ein starkes erstes Jahr bringt dir wenig, wenn erst wenig Geld angelegt war; ein starkes letztes Jahr viel.
Welche Rendite ist gut?
Der Maßstab ist die sichere Alternative: 2,22 Prozent Festgeld bis ein Jahr im Juli 2026 laut Bundesbank, nach Steuern und Inflation unter null. Alles darüber ist die Vergütung für Risiko — wie viel angemessen ist, hängt von Anlage und Horizont ab, nicht von einer festen Zahl.
Berücksichtigt der Renditerechner die Vorabpauschale?
Nein. Die jährliche Vorabpauschale bei thesaurierenden Fonds wird beim Verkauf angerechnet, das Endergebnis nach Steuern ändert sich dadurch kaum. Wer sie genau wissen will, nutzt den Vorabpauschale-Rechner.
Gilt der Renditerechner auch für Immobilien und Gold?
Für die Rendite aus Kauf- und Verkaufspreis ja. Bei vermieteten Immobilien trägst du die Nettomieten als Ausschüttungen ein; steuerlich gelten dort andere Regeln als die Abgeltungsteuer, die Steuerzeile ist dann nicht anwendbar.
Wie rechne ich die Rendite bei Nachkäufen?
Mit dem Sparplan-Modus, wenn die Nachkäufe regelmäßig waren: Startkapital ist der erste Kauf, Rate der durchschnittliche monatliche Nachkauf. Bei wenigen unregelmäßigen Käufen hilft eine Näherung: alle Käufe zum Anfangswert addieren und die Haltedauer als gewichteten Durchschnitt ansetzen — ein Kauf von 5.000 € vor zehn Jahren und einer von 5.000 € vor zwei Jahren entsprechen 10.000 € über sechs Jahre. Die Abweichung vom exakten internen Zinsfuß bleibt bei solchen Fällen meist unter einem halben Prozentpunkt.
Warum zeigt mein Depot eine andere Rendite?
Broker weisen oft die zeitgewichtete Rendite oder schlicht den prozentualen Wertzuwachs seit Kauf aus, ohne ihn auf Jahre umzurechnen. 25 Prozent Plus nach zehn Jahren klingen gut, sind aber nur 2,26 Prozent pro Jahr. Trage Anfangs- und Endwert samt Dauer ein, dann sind die Zahlen vergleichbar.
Ersetzt der Renditerechner eine Anlageberatung?
Nein. Er rechnet nach, was eine Anlage gebracht hat oder bei gegebenen Annahmen bringen würde. Ob eine Anlage zu dir passt, hängt von Risiko, Horizont und Zielen ab.
Fazit: Rendite ist eine Jahreszahl nach Kosten, Steuern und Inflation
Drei Fehler machen fast alle Renditeangaben unbrauchbar: der arithmetische Durchschnitt, die vergessenen Kosten und die fehlende Inflation. Der Renditerechner räumt alle drei aus — geometrisch für Einmalanlagen, mit internem Zinsfuß für Sparpläne, mit Kostenwirkung für die Entscheidung vor dem Kauf, jeweils nach Steuern und real. Was ETFs sind und wie ein Sparplan funktioniert, erklärt der Ratgeber ETF einfach erklärt; wie viel ein Aktionszins auf dem Tagesgeld wirklich bringt, der Tagesgeldrechner.
Stand 5. September 2026. Der Renditerechner wird bei Änderungen der Abgeltungsteuer, der Teilfreistellung oder des Pauschbetrags aktualisiert; Zins- und Inflationswerte im Text stammen aus Juli und August 2026.

