Der Tagesgeldrechner zeigt dir, was ein Tagesgeldkonto wirklich bringt — nicht den Werbezins, sondern das Guthaben nach der Aktionsphase, nach Steuern und nach Inflation. Anlagebetrag, Aktionszins und dessen Dauer, Zins danach, Anlagedauer und Zinsgutschrift eingeben: Der Tagesgeldrechner rechnet Monat für Monat, weist den Durchschnittszins über die gesamte Dauer aus, vergleicht mit einem Festgeld gleicher Laufzeit und nennt den Break-even-Zins, ab dem die feste Anlage vorne liegt.
Das Wichtigste in Kürze
- Aktionszinsen gelten nur für Neukunden und wenige Monate: 3,3 Prozent für sechs Monate und danach 1,5 Prozent bringen über ein Jahr nur 2,42 Prozent — 484 € auf 20.000 €.
- Ein Festgeld zu 2,8 Prozent schlägt dieses Angebot über zwölf Monate um 82 €; der Break-even liegt bei 2,40 Prozent Festgeldzins.
- Deutsche Banken zahlten im Juli 2026 laut Bundesbank im Schnitt nur 0,50 Prozent auf täglich fällige Einlagen — Wechseln lohnt sich.
- Die besten Angebote im Vergleich bieten Anfang September 2026 bis 3,91 Prozent für drei Monate, danach meist 1,5 bis 2 Prozent.
- Über dem Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € kostet die Abgeltungsteuer 26,375 Prozent; der Tagesgeldrechner zieht sie auf Wunsch ab.
Was 2026 gilt: das Zinsumfeld hinter dem Tagesgeldrechner
Tagesgeld folgt der Europäischen Zentralbank: Seit dem 17. Juni 2026 liegt die Einlagefazilität laut EZB-Leitzinstabelle bei 2,25 Prozent. Weil Banken Tagesgeld jederzeit anpassen dürfen, geben sie Zinsschritte schnell weiter — nach oben wie nach unten. Nach der Zinsstatistik der Bundesbank zahlten deutsche Banken privaten Haushalten im Juli 2026 im Neugeschäft im Schnitt 0,50 Prozent auf täglich fällige Einlagen, 0,72 Prozent auf Sparkonten mit dreimonatiger Kündigungsfrist und 2,22 Prozent für Festgeld bis ein Jahr; im Euroraum lag der Satz für täglich fällige Einlagen laut MFI-Zinsstatistik bei 0,28 Prozent.
Der Durchschnitt versteckt eine Spreizung: Hausbanken zahlen oft nahe null, Direktbanken werben mit Aktionszinsen. Der Tagesgeld-Vergleich zeigt am 4. September 2026 als beste Angebote 3,91 Prozent für drei Monate mit anschließend 1,51 Prozent, 3,61 Prozent für vier Monate mit danach 1,50 Prozent und 3,50 Prozent für sechs Monate, danach je nach Bank 0,60 oder 2,05 Prozent. Genau diese Struktur — hoher Startzins, niedriger Basiszins — ist der Grund, warum der Tagesgeldrechner beide Sätze getrennt abfragt.
Gegen die Zinsen steht die Teuerung: 2,9 Prozent im August 2026 laut Statistischem Bundesamt. Auf Zinsen über dem Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € nach § 20 Abs. 9 EStG fällt nach § 32d EStG Abgeltungsteuer von 26,375 Prozent an. Beides rechnet der Tagesgeldrechner ein.
Die Eingabefelder im Detail: was der Tagesgeldrechner wissen will
Anlagebetrag
Das Guthaben, das du auf das Konto legst — den Notgroschen, die Rücklage für die nächste große Ausgabe oder Geld, das auf eine Anlageentscheidung wartet. Beachte Höchstgrenzen für den Aktionszins: Viele Banken zahlen ihn nur bis 100.000 €, manche bis 250.000 €, einzelne nur bis 15.000 €; was darüber liegt, wird zum Basiszins verzinst. Der Tagesgeldrechner rechnet mit einem einheitlichen Satz — bei Beträgen über der Grenze teile die Rechnung.
Aktionszins und Dauer
Der Neukundenzins und die Zahl der Monate, für die er garantiert ist, meist drei bis sechs. Nach der Aktionsphase fällt das Konto auf den Basiszins, oft ohne gesonderte Mitteilung. Der Tagesgeldrechner markiert die Aktionsphase im Diagramm und weist die Zinsen dieser Monate getrennt aus.
Zins danach
Der Basiszins für Bestandskunden, den die Bank jederzeit ändern kann. Er steht in den Konditionen meist kleiner als der Aktionszins, entscheidet aber über den Ertrag, sobald die Aktion vorbei ist. Wer nach der Aktionsphase nicht wechselt, verdient dauerhaft diesen Satz — im Tagesgeldrechner das Feld mit der größten Wirkung auf lange Sicht.
Anlagedauer
Die Monate, für die du das Geld tatsächlich liegen lässt. Zwölf Monate sind die Standardannahme, weil Aktionsangebote meist jährlich neu gesucht werden. Der Tagesgeldrechner erlaubt bis zu 120 Monate, damit auch das Szenario „einfach liegen lassen“ sichtbar wird — es ist fast immer das teuerste.
Sparrate
Optional: ein monatlicher Dauerauftrag ab dem zweiten Monat, etwa zum Aufbau des Notgroschens. Die Rate verzinst sich ab dem Eingang; wie groß der Notgroschen sein sollte, rechnet der Notgroschen-Rechner vor.
Zinsgutschrift
Monatlich, vierteljährlich oder jährlich — je häufiger, desto früher wirkt der Zinseszins. Bei 20.000 € und 2,4 Prozent Durchschnittszins macht der Unterschied zwischen jährlicher und monatlicher Gutschrift über ein Jahr rund 5 € aus. Wichtiger ist die Gutschrift für die Steuer: Sie bestimmt, in welchem Kalenderjahr die Zinsen zufließen.
Abgeltungsteuer
Der Tagesgeldrechner zieht am Jahresende 26,375 Prozent von den Zinsen ab, die über dem gewählten Pauschbetrag liegen — 1.000 € für Einzelpersonen, 2.000 € bei Zusammenveranlagung. Voraussetzung ist ein Freistellungsauftrag bei der Bank; ohne ihn behält sie ab dem ersten Euro Steuer ein. Kirchensteuer ist nicht berücksichtigt.
Vergleichszins Festgeld und Inflation
Trage den Festgeldzins ein, den du für dieselbe Dauer bekommen würdest — der Tagesgeldrechner rechnet beide Anlagen parallel und nennt den Break-even. Die Inflationsrate übersetzt das Guthaben am Ende in heutige Kaufkraft; voreingestellt sind die 2,9 Prozent vom August 2026.
Rechenbeispiel: 20.000 € mit Aktionszins im Tagesgeldrechner
3,3 Prozent für sechs Monate, danach 1,5 Prozent, zwölf Monate liegen lassen, vierteljährliche Gutschrift. In der Aktionsphase entstehen 331,36 € Zinsen, in den sechs Monaten danach nur 152,77 € — zusammen 484,13 €, ein Durchschnittszins von 2,42 Prozent. Die Steuer bleibt bei null, weil die Zinsen unter dem Pauschbetrag liegen. Ein Festgeld zu 2,8 Prozent bringt in derselben Zeit 565,91 €, also 81,78 € mehr; der Break-even liegt bei 2,40 Prozent. Nach 2,9 Prozent Inflation ist das Guthaben real 0,5 Prozent weniger wert als zu Beginn.
Wer nach sechs Monaten zur nächsten Aktion wechselt, sieht ein anderes Bild: Auf sechs Monate gerechnet liegt der Durchschnittszins bei 3,34 Prozent, das Tagesgeld schlägt das Festgeld um 50,38 €. Und wer zwei Jahre nicht reagiert, landet bei 1,96 Prozent im Schnitt — ein Festgeld zu 3,0 Prozent liegt dann 438,85 € vorn. Der Tagesgeldrechner zeigt jede dieser Varianten mit einem Klick auf die Anlagedauer.
| Aktionsdauer | Zinsen in 12 Monaten | Durchschnittszins | Break-even Festgeld |
|---|---|---|---|
| keine Aktion (1,5 %) | 301,69 € | 1,51 % | 1,50 % |
| 3 Monate | 392,71 € | 1,96 % | 1,95 % |
| 4 Monate | 423,18 € | 2,12 % | 2,10 % |
| 6 Monate | 484,13 € | 2,42 % | 2,40 % |
| 9 Monate | 575,97 € | 2,88 % | 2,85 % |
| 12 Monate | 668,21 € | 3,34 % | 3,30 % |
Alle Werte für 20.000 € bei 3,3 Prozent Aktionszins, 1,5 Prozent danach, vierteljährliche Gutschrift, vor Steuern. Die Tabelle zeigt, warum die Dauer des Aktionszinses wichtiger ist als seine Höhe: Drei Monate zu 3,91 Prozent bringen weniger als sechs Monate zu 3,3 Prozent.
Die Aktionszins-Falle: warum der Tagesgeldrechner zwei Zinssätze braucht
Ein Angebot mit 3,5 Prozent für sechs Monate und 0,60 Prozent danach — real im Vergleich zu finden — ergibt über zwölf Monate 2,06 Prozent, über 24 Monate 1,33 Prozent. Dasselbe Startangebot mit 2,05 Prozent Basiszins liegt über zwei Jahre bei 2,43 Prozent. Der Werbezins ist bei beiden identisch, der Ertrag unterscheidet sich nach zwei Jahren um 450 € auf 20.000 €: 985 € gegen 535 €. Der Tagesgeldrechner macht diese Differenz sichtbar, bevor du das Konto eröffnest.
Die Lehre daraus ist das Tagesgeld-Hopping: Nach Ende der Aktionsphase das Guthaben zur nächsten Bank mit Neukundenzins verschieben. Das ist legal, kostet nichts außer einer Kontoeröffnung und bringt bei 20.000 € gegenüber dem Basiszins mehrere Hundert Euro im Jahr. Wer den Aufwand scheut, nimmt das Angebot mit dem höchsten Basiszins statt dem höchsten Aktionszins — der Tagesgeldrechner zeigt für beide Strategien den Ertrag.
Tagesgeld oder Festgeld: der Break-even im Tagesgeldrechner
Festgeld bindet das Geld, zahlt dafür einen festen Zins über die ganze Laufzeit. Tagesgeld bleibt verfügbar, lebt aber vom Aktionszins. Der Tagesgeldrechner beantwortet die Frage, welcher Festgeldzins das konkrete Tagesgeldangebot schlägt: Bei 3,3 Prozent für sechs Monate und 1,5 Prozent danach sind es 2,40 Prozent über zwölf Monate — jedes Festgeld darüber gewinnt, wenn du das Geld ohnehin nicht brauchst. Was Festgeld nach Steuern und mit Zinstreppe bringt, rechnet der Festgeldrechner; die Grundsatzfrage klärt der Ratgeber Tagesgeld oder Festgeld.
Die Faustregel: Geld, das innerhalb eines Jahres gebraucht werden könnte, gehört aufs Tagesgeld — Notgroschen, Steuernachzahlung, Autoreparatur. Geld mit Termin in ein bis fünf Jahren aufs Festgeld. Und Geld für zehn Jahre und mehr in Anlagen mit höherer Rendite; wie stark der Zinseszins dort wirkt, zeigt der Zinseszinsrechner.
Steuern auf Tagesgeldzinsen: Pauschbetrag und Freistellungsauftrag
Bis 1.000 € Zinsen im Jahr bleiben steuerfrei, wenn ein Freistellungsauftrag vorliegt; darüber behält die Bank 25 Prozent plus Soli ein. Bei 20.000 € und 2,4 Prozent Durchschnittszins fallen 484 € an — weit unter dem Pauschbetrag. Erst ab rund 42.000 € Guthaben bei diesem Satz wird Steuer fällig; bei 3,3 Prozent Dauerzins ab rund 30.000 €. Der Tagesgeldrechner rechnet die Steuer nach dem Zuflussprinzip: auf die Zinsen, die im Kalenderjahr gutgeschrieben werden.
Wer mehrere Konten hat, verteilt den Pauschbetrag per Freistellungsauftrag auf die Banken, bei denen Zinsen anfallen — beim Tagesgeld-Hopping muss der Auftrag mitwandern. Zu viel einbehaltene Steuer holst du über die Anlage KAP der Steuererklärung zurück; der Abgeltungssteuer-Rechner zeigt, was insgesamt anfällt, wenn Dividenden und Fondserträge dazukommen.
Einlagensicherung: die Grenze für dein Tagesgeld
Tagesgeld ist so sicher wie die Einlagensicherung der Bank: 100.000 € je Kunde und Bank sind nach § 8 EinSiG gesetzlich geschützt, in der ganzen EU nach demselben Maßstab, aber durch das jeweilige nationale System. Wer mehr anlegt, verteilt auf mehrere Banken — die Höchstgrenzen für Aktionszinsen legen das ohnehin nahe. Was bei ausländischen Banken und Zinsplattformen zu beachten ist, erklärt der Ratgeber Einlagensicherung; die Grundlagen zum Produkt der Ratgeber Tagesgeld einfach erklärt.
Inflation: was vom Tagesgeld real übrig bleibt
Bei 2,9 Prozent Teuerung verliert Guthaben zu 2,42 Prozent Durchschnittszins real 0,5 Prozent im Jahr, zu 0,50 Prozent Hausbank-Zins 2,3 Prozent. Tagesgeld ist deshalb kein Instrument, um Vermögen aufzubauen, sondern um Liquidität mit möglichst geringem Kaufkraftverlust zu parken. Der Tagesgeldrechner weist die Kaufkraft am Ende aus; wer die Rechnung über Jahrzehnte sehen will, nutzt den Inflationsrechner. Die Konsequenz: so viel Tagesgeld wie nötig, so wenig wie möglich.
Sonderfälle: was der Tagesgeldrechner vereinfacht
Banken verzinsen taggenau, meist nach der Methode act/360 oder act/365, und schreiben zu festen Terminen gut; der Tagesgeldrechner rechnet in Monaten mit der Gutschrift je gewählter Periode. Abweichungen liegen im Cent-Bereich. Die Bank kann den Basiszins jederzeit ändern — der Rechner hält ihn konstant. Zinsgarantien für Neukunden gelten oft nur bis zu einer Höchstsumme und nur bei Erstkonto; Gemeinschaftskonten und Kinderkonten haben eigene Pauschbeträge. Kirchensteuer und Quellensteuer bei Auslandsbanken sind nicht abgebildet.
Zweites Beispiel: 50.000 € — wenn der Tagesgeldrechner Steuer abzieht
Bei 50.000 € zu 3,3 Prozent für volle zwölf Monate — ein Angebot mit langer Aktionsphase — entstehen 1.670,53 € Zinsen. Davon liegen 670,53 € über dem Pauschbetrag von 1.000 €; die Abgeltungsteuer beträgt 176,85 €, die Rendite nach Steuern 2,99 Prozent statt 3,34. Mit 2.000 € Pauschbetrag bei Zusammenveranlagung bleibt die Steuer bei null. Dasselbe Guthaben mit 3,5 Prozent für nur vier Monate und 1,0 Prozent danach bringt 922,33 € — Durchschnittszins 1,84 Prozent; ein Festgeld zu 2,8 Prozent läge 383,04 € vorn, und nach Inflation bleibt real ein Minus von einem Prozent.
Drittes Beispiel: Notgroschen mit Sparrate
20.000 € Startguthaben plus 300 € monatlich ab dem zweiten Monat: Nach zwölf Monaten sind 23.300 € eingezahlt, das Guthaben liegt bei 23.815,78 €, die Zinsen bei 515,78 € — 343,76 € in der Aktionsphase, 172,02 € danach. Der Durchschnittszins sinkt leicht auf 2,40 Prozent, weil die späten Raten nur noch den Basiszins bekommen. Für den Aufbau einer Rücklage ist das die passende Rechnung: Der Tagesgeldrechner zeigt, wann die Zielsumme erreicht ist, und das Geld bleibt jederzeit abrufbar.
Die Angebote aus dem Vergleich im Tagesgeldrechner
Wie unterschiedlich ähnlich aussehende Konditionen wirken, zeigt die Rechnung mit den vier besten Angeboten aus dem Vergleich vom 4. September 2026, jeweils für 20.000 € bei vierteljährlicher Gutschrift und vor Steuern:
| Angebot | Zinsen 12 Monate | Ø 12 Monate | Zinsen 24 Monate | Ø 24 Monate |
|---|---|---|---|---|
| 3,91 % für 3 Monate, danach 1,51 % | 425,08 € | 2,13 % | 735,25 € | 1,82 % |
| 3,61 % für 4 Monate, danach 1,50 % | 444,13 € | 2,22 % | 752,53 € | 1,86 % |
| 3,50 % für 6 Monate, danach 0,60 % | 412,63 € | 2,06 % | 535,38 € | 1,33 % |
| 3,50 % für 6 Monate, danach 2,05 % | 560,67 € | 2,80 % | 985,41 € | 2,43 % |
Der höchste Aktionszins bringt über ein Jahr nur den drittbesten Ertrag. Das Angebot mit dem höchsten Basiszins liegt über ein Jahr 136 € und über zwei Jahre 250 € vor dem Spitzenreiter der Werbung — ohne einen einzigen Kontowechsel. Wer trotzdem wechselt, holt mit zweimal 3,5 Prozent für je sechs Monate gut 700 € im Jahr statt 561 €. Der Tagesgeldrechner rechnet jedes Angebot aus dem Vergleich in wenigen Sekunden nach; die Bank ist dabei egal, nur die drei Zahlen zählen.
Hausbank oder Direktbank: 384 € Unterschied im Jahr
Zum Bundesbank-Durchschnitt von 0,50 Prozent bringen 20.000 € in zwölf Monaten 100,19 € — das Aktionsangebot aus dem ersten Beispiel 484,13 €, ein Festgeld zu 2,8 Prozent 565,91 €. Zwischen Hausbank und Direktbank liegen also 384 € im Jahr, ohne zusätzliches Risiko, denn beide Einlagen sind bis 100.000 € gleich gesichert. Real verliert das Hausbank-Guthaben bei 2,9 Prozent Inflation 2,3 Prozent Kaufkraft. Der Tagesgeldrechner macht den Vergleich sofort sichtbar: Basiszins der Hausbank eintragen, Aktionsdauer auf null setzen.
Zinsgutschrift und Zinsmethode: kleine Effekte, ehrlich benannt
Jährliche Gutschrift ergibt im ersten Beispiel 480,00 €, vierteljährliche 484,13 €, monatliche 485,25 € — eine Spanne von 5,25 € bei 20.000 €. Banken rechnen außerdem taggenau nach unterschiedlichen Methoden, etwa mit 360 oder 365 Zinstagen im Jahr; der Unterschied liegt bei diesem Guthaben unter 10 € im Jahr. Entscheidend bleiben drei Größen: Basiszins, Aktionsdauer und die Bereitschaft zu wechseln. Genau in dieser Reihenfolge sollte man ein Angebot lesen — und genau so zeigt es der Tagesgeldrechner in der Ergebnistabelle.
Tagesgeld-Hopping Schritt für Schritt
- Aktionsende im Kalender notieren — das Datum steht in den Konditionen, oft als „Zinsgarantie bis“.
- Vier Wochen vorher im Vergleich das beste Neukundenangebot suchen und dabei Basiszins, Aktionsdauer und Höchstbetrag prüfen; den Ertrag im Tagesgeldrechner gegenrechnen.
- Konto eröffnen, Identität per Video oder Postfiliale bestätigen und den Freistellungsauftrag bei der neuen Bank stellen.
- Am Aktionsende das Guthaben auf das neue Konto überweisen — Tagesgeld hat keine Kündigungsfrist, das Geld ist am nächsten Bankarbeitstag da.
- Altes Konto ruhen lassen oder kündigen; die Jahressteuerbescheinigung für die Steuererklärung aufbewahren.
Wer als Neukunde gilt, regelt jede Bank selbst — meist zählt, dass in den vergangenen Monaten kein Konto bestand; die genaue Frist steht in den Bedingungen. Wer sie kennt, kann nach einer Pause zur alten Bank zurück und den Aktionszins erneut mitnehmen.
Häufige Fragen zum Tagesgeldrechner
Wie rechnet der Tagesgeldrechner?
Monat für Monat: Der Saldo zu Monatsbeginn wird mit dem jeweils gültigen Zins verzinst, in der Aktionsphase mit dem Aktionszins, danach mit dem Basiszins. Gutgeschriebene Zinsen verzinsen sich mit. Am Jahresende zieht er auf Wunsch die Abgeltungsteuer auf die Zinsen über dem Pauschbetrag ab.
Was ist der Durchschnittszins?
Der Zinssatz, der über die gesamte Anlagedauer denselben Ertrag gebracht hätte wie Aktions- und Basiszins zusammen. Er ist die ehrliche Zahl zum Vergleich mit Festgeld — 3,3 Prozent für sechs Monate und 1,5 Prozent danach sind über ein Jahr 2,42 Prozent.
Lohnt sich Tagesgeld-Hopping?
Bei 20.000 € bringt der Wechsel zur nächsten Aktion nach sechs Monaten gegenüber dem Liegenlassen rund 180 € im Jahr, bei 50.000 € entsprechend mehr. Der Aufwand ist eine Kontoeröffnung mit Identitätsprüfung und ein neuer Freistellungsauftrag. Der Tagesgeldrechner zeigt den Unterschied über die Anlagedauer.
Ab wann zahle ich Steuern auf Tagesgeldzinsen?
Ab dem ersten Euro über dem Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € im Jahr, 2.000 € bei Zusammenveranlagung — vorausgesetzt, ein Freistellungsauftrag liegt vor. Bei 2,4 Prozent Zins entspricht das rund 42.000 € Guthaben.
Ist Tagesgeld sicher?
Bis 100.000 € je Kunde und Bank durch die gesetzliche Einlagensicherung, bei vielen deutschen Banken darüber hinaus durch freiwillige Sicherungsfonds. Das Risiko liegt nicht im Ausfall, sondern im Zins: Er kann jederzeit sinken.
Welche Zinsgutschrift ist besser?
Häufigere Gutschrift bringt minimal mehr Zinseszins — bei 20.000 € und 2,4 Prozent etwa 5 € im Jahr zwischen jährlich und monatlich. Wichtiger ist der Basiszins nach der Aktion; der Tagesgeldrechner zeigt beide Effekte.
Ist der Tagesgeldrechner eine Anlageberatung?
Nein. Er rechnet mit den Konditionen, die du einträgst, und den gesetzlichen Werten 2026. Welches Angebot aktuell das beste ist, zeigt der Vergleich; ob Tagesgeld zu deinem Ziel passt, hängt vom Anlagehorizont ab.
Fazit: Der Werbezins ist nicht der Ertrag
Tagesgeld ist der richtige Ort für Geld, das verfügbar bleiben muss — aber nur, wenn der Zins stimmt, und der stimmt meist nur wenige Monate. Der Tagesgeldrechner zeigt den Durchschnitt statt des Startzinses, den Vergleich mit Festgeld statt des Bauchgefühls und die Kaufkraft statt des Kontostands. Wer nach der Aktionsphase wechselt oder auf den Basiszins achtet, holt aus derselben Summe mehrere Hundert Euro mehr heraus.
Stand 4. September 2026. Der Tagesgeldrechner wird bei Änderungen der Abgeltungsteuer, des Pauschbetrags oder des Zinsumfelds aktualisiert.

