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Das Wichtigste in Kürze

  • Die gesetzliche Einlagensicherung schützt 100.000 € pro Kunde und Bank.
  • Sie gilt EU-weit für Giro-, Tagesgeld- und Festgeldkonten.
  • Bei Auslandsbanken zählt das Sicherungssystem des jeweiligen Landes.
  • Wertpapiere im Depot sind Sondervermögen – sie sind auch bei Bankpleite geschützt.

Was passiert mit meinem Geld, wenn eine Bank pleitegeht? Die Einlagensicherung gibt die Antwort. Hier die wichtigsten Regeln. Sie betrifft vor allem Tagesgeld und Festgeld.

Was ist die Einlagensicherung?

Die Einlagensicherung springt ein, wenn eine Bank zahlungsunfähig wird, und erstattet deine Guthaben bis zu einer festgelegten Grenze. In der EU ist sie gesetzlich vorgeschrieben und einheitlich geregelt.

Höhe & was geschützt ist

Geschützt sind 100.000 € pro Kunde und Bank – bei Gemeinschaftskonten entsprechend 200.000 €. Abgedeckt sind klassische Einlagen wie Giro-, Tagesgeld- und Festgeldkonten. Viele Banken bieten über freiwillige Sicherungsfonds noch höhere Beträge.

Banken im Ausland

Bei ausländischen Banken greift das Einlagensicherungssystem des jeweiligen Sitzlandes. Innerhalb der EU gilt ebenfalls der 100.000-€-Schutz – wichtig ist aber, auf das Sitzland und dessen Wirtschaftskraft zu achten. Mehr dazu unter Festgeld im Ausland.

Was ist mit dem Depot?

Wertpapiere wie ETFs und Aktien in deinem Depot sind Sondervermögen. Sie gehören rechtlich dir, nicht der Bank, und sind bei einer Bankpleite nicht Teil der Insolvenzmasse – die 100.000-€-Grenze spielt hier also keine Rolle.

Wie funktioniert die Einlagensicherung?

Die gesetzliche Einlagensicherung schützt dein Geld bei Banken in der EU bis zu 100.000 € pro Kunde und Bank. Geht eine Bank pleite, bekommst du deine Einlagen bis zu dieser Grenze erstattet – in der Regel innerhalb weniger Arbeitstage. Geschützt sind Guthaben auf Giro-, Tagesgeld- und Festgeldkonten sowie Sparbüchern.

Was genau ist geschützt – und was nicht?

Abgesichert sind klassische Bankeinlagen in Euro und anderen Währungen. Nicht über die Einlagensicherung geschützt sind Wertpapiere wie Aktien, ETFs oder Fonds – diese sind aber als Sondervermögen getrennt verwahrt und damit auf andere Weise sicher. Bargeld im Schließfach oder Kryptowährungen fallen ebenfalls nicht darunter.

Höhere Beträge: vorübergehend bis 500.000 €

In bestimmten Lebenssituationen sind sogar bis zu 500.000 € für sechs Monate geschützt – etwa nach dem Verkauf einer selbst genutzten Immobilie, bei Erbschaften oder Versicherungsleistungen. Diese erhöhte Sicherung gilt nur befristet und muss im Ernstfall nachgewiesen werden.

Banken im Ausland: auf das Sitzland achten

Bei Konten ausländischer Banken haftet die Einlagensicherung des jeweiligen Sitzlandes. Innerhalb der EU gilt überall die 100.000-€-Grenze, doch die wirtschaftliche Stärke des Landes ist im Ernstfall entscheidend. Achte deshalb bei attraktiven Auslandszinsen immer auf das Sitzland der Bank und dessen Bonität.

Freiwillige Sicherungssysteme

Viele private Banken sichern über freiwillige Einlagensicherungsfonds Beträge weit über 100.000 € ab. Diese Zusatzsicherung ist aber kein gesetzlicher Anspruch und kann sich ändern. Für die Praxis gilt: Verteile sehr große Summen auf mehrere Banken, dann bleibst du überall innerhalb der gesetzlichen Grenze.

Was du konkret tun solltest

Halte pro Bank möglichst nicht mehr als 100.000 € und nutze für größere Vermögen mehrere Institute. Wer langfristig anlegt, investiert ohnehin breit gestreut – etwa über einen Welt-ETF als Sondervermögen. Die besten Zinskonten findest du im Tagesgeld-Vergleich und Festgeld-Vergleich.

Einlagensicherung: kein Grund zur Sorge

Für normale Sparerinnen und Sparer ist die Einlagensicherung ein verlässliches Netz: Guthaben bis 100.000 € pro Bank sind gesetzlich geschützt, und in Deutschland kam es seit Bestehen der Sicherung nicht zu Verlusten geschützter Einlagen. Wer darüber hinaus anlegt, verteilt sein Geld einfach auf mehrere Banken und bleibt so überall im geschützten Rahmen.

Einlagensicherung: Was genau geschützt ist

Die gesetzliche Einlagensicherung schützt dein Guthaben bei einer Bankpleite bis 100.000 Euro pro Kunde und Bank. Abgesichert sind klassische Einlagen: Giro-, Tagesgeld- und Festgeldkonten sowie Sparbücher. Der Betrag gilt pro Person und Institut, bei Gemeinschaftskonten verdoppelt er sich entsprechend.

Nicht über diesen Schutz abgesichert sind Wertpapiere wie Aktien, ETFs oder Fonds – sie sind aber ohnehin Sondervermögen und gehören dir, unabhängig von der Bank. Auch sie fallen also nicht in die Insolvenzmasse.

Wichtig ist das Sitzland der Bank: Innerhalb der EU gilt der einheitliche Schutz, im Ernstfall muss aber das jeweilige nationale Sicherungssystem zahlen. Achte deshalb bei Auslandsangeboten auf ein wirtschaftlich solides Land.

Sonderfälle und freiwilliger Schutz

Vorübergehend können sogar bis zu 500.000 Euro geschützt sein – etwa nach dem Verkauf einer selbst genutzten Immobilie, für maximal sechs Monate. Diese erhöhte Grenze gilt nur für klar definierte Lebensereignisse.

Viele Banken sind zusätzlich freiwilligen Sicherungsfonds angeschlossen, die über die 100.000 Euro hinaus schützen. Die Höhe variiert je Institut; einen gesetzlichen Anspruch auf diese freiwillige Sicherung gibt es allerdings nicht.

Praktischer Tipp: Verteile sehr große Beträge auf mehrere Banken, sodass du überall unter der gesetzlichen Grenze bleibst. So ist dein Geld unabhängig von freiwilligen Zusatzsystemen vollständig abgesichert.

Fazit: Wie sicher ist dein Geld?

Für die allermeisten Sparer ist Guthaben dank der gesetzlichen Grenze von 100.000 Euro vollständig geschützt. Wer mehr anlegt, streut über mehrere Institute oder nutzt Wertpapiere als Sondervermögen.

So musst du dir um die Sicherheit deines Ersparten keine Sorgen machen – entscheidend bleibt nur, seriöse, regulierte Banken zu wählen.

Häufige Fragen

Was passiert, wenn meine Bank pleitegeht?

Dann greift die Einlagensicherung: Dein Guthaben wird bis 100.000 Euro pro Kunde erstattet, in der Praxis meist innerhalb weniger Arbeitstage. Wertpapiere bleiben als Sondervermögen ohnehin in deinem Besitz und werden auf ein anderes Depot übertragen.

Gilt der Schutz pro Konto oder pro Person?

Pro Person und Bank, nicht pro Konto. Mehrere Konten bei derselben Bank werden zusammengezählt. Bei einem Gemeinschaftskonto gilt der Schutz für jeden Inhaber separat, sodass sich die Grenze entsprechend erhöht.

Wie hoch ist die Einlagensicherung?

Gesetzlich 100.000 Euro pro Kunde und Bank, bei Gemeinschaftskonten entsprechend mehr. Vorübergehend sind in Sonderfällen bis zu 500.000 Euro geschützt.

Sind ETFs von der Einlagensicherung erfasst?

Nein, aber sie brauchen sie auch nicht: ETFs sind Sondervermögen und gehören dir unabhängig von der Bank. Sie fallen nicht in die Insolvenzmasse.

Gilt der Schutz auch im Ausland?

Innerhalb der EU ja, einheitlich bis 100.000 Euro. Entscheidend ist die Stabilität des Sitzlandes der jeweiligen Bank.

Sollte ich große Summen auf mehrere Banken verteilen?

Ja. Wer mehr als 100.000 € hält, verteilt sinnvollerweise auf mehrere Institute, um überall im geschützten Rahmen zu bleiben.

Sind ETFs von der Einlagensicherung abgedeckt?

Sie brauchen sie nicht: Als Sondervermögen sind ETFs unabhängig von der Bank geschützt.

Quellen & weiterführende Informationen


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Jens Schreiner
Autor
Jens Schreiner
Jens beschäftigt sich seit dem Studium intensiv mit privaten Finanzen – von Girokonten und Tagesgeld über ETF-Depots bis zu Kreditkarten und Versicherungen. Beruflich in der IT zu Hause, geht er Finanzthemen analytisch und datengetrieben an: Er vergleicht Konditionen im Detail, probiert Kontoeröffnungen und Neukundenangebote selbst aus und übersetzt komplizierte Produkte in verständliche Sprache. Auf Sparnia zeigt er, wie man mit cleveren Vergleichen und Neukundenangeboten bares Geld spart und verdient – unabhängig, transparent und nachvollziehbar.
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