Der Robo-Advisor-Vergleich zeigt dir, was digitale Vermögensverwalter im Jahr tatsächlich kosten: Servicegebühr und Fondskosten zusammengerechnet, in Prozent und in Euro, für drei typische Anlagebeispiele. Sortiert wird allein nach den Gesamtkosten, denn bei vergleichbarer Strategie ist das der Faktor, den du sicher in der Hand hast.
Alle Kostenangaben haben wir am 23. Oktober 2026 Feld für Feld mit den Preisseiten und Preisverzeichnissen der Anbieter abgeglichen. Danach erklären wir, wie du die Karten liest, wie stark Kosten über 10, 20 und 30 Jahre wirken, wie sicher dein Geld ist und welche Steuern anfallen.
Das Wichtigste in Kürze
- Im Robo-Advisor-Vergleich liegen die laufenden Gesamtkosten bei 10.000 Euro plus 100 Euro im Monat zwischen 0,56 und 1,11 Prozent pro Jahr; ein Anbieter mit aktivem Ansatz kommt auf 2,00 Prozent plus Gewinnbeteiligung.
- Die Anbieterdaten waren oft falsch: Für den Robo-Advisor-Vergleich haben wir 27 falsche Feed-Werte gefunden, rechnen mit den Preisangaben der Anbieter und haben vier Produkte nicht aufgenommen.
- Eigene Rechnung mit 10.000 Euro Start und 100 Euro im Monat: Bei 5 Prozent angenommener Rendite vor Kosten liegt ein Depot mit 0,56 Prozent Kosten nach 30 Jahren rund 12.500 Euro vor einem mit 1,11 Prozent.
- Das Fondsvermögen ist vom Vermögen der Fondsgesellschaft getrennt (bei deutschen Fonds § 92 KAGB), Guthaben auf dem Verrechnungskonto sind bis 100.000 Euro je Bank gesetzlich gesichert.
- Steuern: Für 2026 gilt ein Basiszins von 3,20 Prozent für die Vorabpauschale, die am 4. Januar 2027 als zugeflossen gilt.
Beispiel: 10.000 € Startbetrag plus 100 € im Monat · im ersten Jahr durchschnittlich 10.650 € angelegt · 13 Anbieter erfüllen die Mindestbeträge

- Servicegebühr: 0,35 % p. a.
- Fondskosten: 0,21 % p. a.
- Start: ab 25 €, Sparplan ab 25 € im Monat
- Strategie: ETF-Weltportfolio nach Wirtschaftsleistung gewichtet, auch als Green-Variante
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- Servicegebühr: 0,46 % p. a. bei diesem Betrag
- Fondskosten: 0,11 % p. a.
- Start: Sparplan ab 25 € im Monat, Einmalanlage mit kleinen Beträgen
- Strategie: ETFs und Indexfonds, Aktienquote 30 bis 100 % oder Zinsportfolio
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- Servicegebühr: 0,48 % p. a.
- Fondskosten: 0,17 % p. a.
- Start: keine Mindestanlage, Sparplan ab 25 € im Monat
- Strategie: ETFs und indexnahe Fonds: global, nachhaltig oder Megatrends
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- Servicegebühr: 0,50 % p. a.
- Fondskosten: 0,17 % p. a.
- Start: laut Anbieterdaten ab 10 € (auf der Website nicht angegeben)
- Strategie: ETF-Portfolios aus Aktien und Anleihen in fünf Risikostufen, mit Nachhaltigkeitskriterien
- Zusätzlich: jede weitere Anlagestrategie 1 € im Monat
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- Servicegebühr: keine
- Fondskosten: 0,79 % p. a.
- Start: ab 1 €, beliebig viele Sparpläne kostenlos
- Strategie: Eigene Fonds statt ETFs, Anlage nach Ausschlusskriterien
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- Servicegebühr: 0,60 % p. a.
- Fondskosten: 0,19 % p. a.
- Start: Einmalanlage ab 500 € oder Sparplan ab 25 € im Monat
- Strategie: ETF-Portfolios, auch mit ESG-Ausrichtung
- Zusätzlich: optionaler Anlageschutz: plus 0,20 % p. a.
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- Servicegebühr: 0,68 % p. a. bei diesem Betrag
- Fondskosten: 0,16 % p. a.
- Start: Einmalanlage ab 500 €, Sparplan ab 25 € im Monat
- Strategie: ETF-Portfolios nach Risikoprofil, auch nachhaltig
Alle Kosten anzeigen

- Servicegebühr: 0,75 % p. a. bei diesem Betrag
- Fondskosten: 0,13 % p. a.
- Start: keine Mindestanlage, Sparplan ab 1 €
- Strategie: ETF-Vermögensverwaltung, nutzt den Sparerpauschbetrag automatisch
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- Servicegebühr: 0,80 % p. a. bei diesem Betrag
- Fondskosten: 0,14 % p. a.
- Start: Sparplan ab 25 € im Monat, Einmalzahlung in beliebiger Höhe
- Strategie: bis zu 10 ETFs und ETCs, Portfolios verwaltet von Scalable Capital
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- Servicegebühr: 0,75 % p. a.
- Fondskosten: 0,23 % p. a.
- Start: einmalig ab 3.000 €, Sparplan ab 100 € oder 1.000 € plus 100 € im Monat
- Strategie: ETFs und ETCs, fünf Strategien, classic oder green
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- Servicegebühr: 0,80 % p. a.
- Fondskosten: 0,29 % p. a.
- Start: Start mit mindestens 750 €, danach Einzahlungen ab 10 € im Monat
- Strategie: ETFs und Fonds, fünf Strategien, nachhaltige Ausrichtung
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- Servicegebühr: 0,55 % p. a.
- Fondskosten: 0,56 % p. a.
- Start: ab 500 € und 50 € im Monat
- Strategie: Fonds und ETFs, im Aktienteil verstärkt aktive ETFs
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- Servicegebühr: 1,00 % p. a.
- Fondskosten: 1,00 % p. a.
- Start: ab 1.000 € Einlage, Sparplan ab 25 € im Monat (an anderer Stelle nennt ICM 50 €)
- Strategie: aktiv gemanagte Vermögensverwaltung mit Fonds und ETFs
- Zusätzlich: Gewinnbeteiligung: laut Beispielrechnung des Anbieters (Stand 02/2021) 10 % des Wertzuwachses oberhalb von 2 % nach Gebühren, mit Höchststandsregel
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Beispiel: 50.000 € Einmalanlage ohne Sparplan · im ersten Jahr durchschnittlich 50.000 € angelegt · 13 Anbieter erfüllen die Mindestbeträge

- Servicegebühr: 0,38 % p. a. bei diesem Betrag
- Fondskosten: 0,16 % p. a.
- Start: Einmalanlage ab 500 €, Sparplan ab 25 € im Monat
- Strategie: ETF-Portfolios nach Risikoprofil, auch nachhaltig
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- Servicegebühr: 0,35 % p. a.
- Fondskosten: 0,21 % p. a.
- Start: ab 25 €, Sparplan ab 25 € im Monat
- Strategie: ETF-Weltportfolio nach Wirtschaftsleistung gewichtet, auch als Green-Variante
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- Servicegebühr: 0,46 % p. a. bei diesem Betrag
- Fondskosten: 0,11 % p. a.
- Start: Sparplan ab 25 € im Monat, Einmalanlage mit kleinen Beträgen
- Strategie: ETFs und Indexfonds, Aktienquote 30 bis 100 % oder Zinsportfolio
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- Servicegebühr: 0,48 % p. a.
- Fondskosten: 0,17 % p. a.
- Start: keine Mindestanlage, Sparplan ab 25 € im Monat
- Strategie: ETFs und indexnahe Fonds: global, nachhaltig oder Megatrends
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- Servicegebühr: 0,50 % p. a.
- Fondskosten: 0,17 % p. a.
- Start: laut Anbieterdaten ab 10 € (auf der Website nicht angegeben)
- Strategie: ETF-Portfolios aus Aktien und Anleihen in fünf Risikostufen, mit Nachhaltigkeitskriterien
- Zusätzlich: jede weitere Anlagestrategie 1 € im Monat
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- Servicegebühr: keine
- Fondskosten: 0,79 % p. a.
- Start: ab 1 €, beliebig viele Sparpläne kostenlos
- Strategie: Eigene Fonds statt ETFs, Anlage nach Ausschlusskriterien
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- Servicegebühr: 0,60 % p. a.
- Fondskosten: 0,19 % p. a.
- Start: Einmalanlage ab 500 € oder Sparplan ab 25 € im Monat
- Strategie: ETF-Portfolios, auch mit ESG-Ausrichtung
- Zusätzlich: optionaler Anlageschutz: plus 0,20 % p. a.
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- Servicegebühr: 0,70 % p. a. bei diesem Betrag
- Fondskosten: 0,14 % p. a.
- Start: Sparplan ab 25 € im Monat, Einmalzahlung in beliebiger Höhe
- Strategie: bis zu 10 ETFs und ETCs, Portfolios verwaltet von Scalable Capital
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- Servicegebühr: 0,75 % p. a. bei diesem Betrag
- Fondskosten: 0,13 % p. a.
- Start: keine Mindestanlage, Sparplan ab 1 €
- Strategie: ETF-Vermögensverwaltung, nutzt den Sparerpauschbetrag automatisch
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- Servicegebühr: 0,75 % p. a.
- Fondskosten: 0,23 % p. a.
- Start: einmalig ab 3.000 €, Sparplan ab 100 € oder 1.000 € plus 100 € im Monat
- Strategie: ETFs und ETCs, fünf Strategien, classic oder green
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- Servicegebühr: 0,80 % p. a.
- Fondskosten: 0,29 % p. a.
- Start: Start mit mindestens 750 €, danach Einzahlungen ab 10 € im Monat
- Strategie: ETFs und Fonds, fünf Strategien, nachhaltige Ausrichtung
Alle Kosten anzeigen

- Servicegebühr: 0,55 % p. a.
- Fondskosten: 0,56 % p. a.
- Start: ab 500 € und 50 € im Monat
- Strategie: Fonds und ETFs, im Aktienteil verstärkt aktive ETFs
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- Servicegebühr: 1,00 % p. a.
- Fondskosten: 1,00 % p. a.
- Start: ab 1.000 € Einlage, Sparplan ab 25 € im Monat (an anderer Stelle nennt ICM 50 €)
- Strategie: aktiv gemanagte Vermögensverwaltung mit Fonds und ETFs
- Zusätzlich: Gewinnbeteiligung: laut Beispielrechnung des Anbieters (Stand 02/2021) 10 % des Wertzuwachses oberhalb von 2 % nach Gebühren, mit Höchststandsregel
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Beispiel: 1.000 € Startbetrag plus 50 € im Monat · im ersten Jahr durchschnittlich 1.325 € angelegt · 12 Anbieter erfüllen die Mindestbeträge

- Servicegebühr: 0,35 % p. a.
- Fondskosten: 0,21 % p. a.
- Start: ab 25 €, Sparplan ab 25 € im Monat
- Strategie: ETF-Weltportfolio nach Wirtschaftsleistung gewichtet, auch als Green-Variante
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- Servicegebühr: 0,46 % p. a. bei diesem Betrag
- Fondskosten: 0,11 % p. a.
- Start: Sparplan ab 25 € im Monat, Einmalanlage mit kleinen Beträgen
- Strategie: ETFs und Indexfonds, Aktienquote 30 bis 100 % oder Zinsportfolio
Alle Kosten anzeigen

- Servicegebühr: 0,48 % p. a.
- Fondskosten: 0,17 % p. a.
- Start: keine Mindestanlage, Sparplan ab 25 € im Monat
- Strategie: ETFs und indexnahe Fonds: global, nachhaltig oder Megatrends
Alle Kosten anzeigen

- Servicegebühr: 0,50 % p. a.
- Fondskosten: 0,17 % p. a.
- Start: laut Anbieterdaten ab 10 € (auf der Website nicht angegeben)
- Strategie: ETF-Portfolios aus Aktien und Anleihen in fünf Risikostufen, mit Nachhaltigkeitskriterien
- Zusätzlich: jede weitere Anlagestrategie 1 € im Monat
Alle Kosten anzeigen

- Servicegebühr: keine
- Fondskosten: 0,79 % p. a.
- Start: ab 1 €, beliebig viele Sparpläne kostenlos
- Strategie: Eigene Fonds statt ETFs, Anlage nach Ausschlusskriterien
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- Servicegebühr: 0,60 % p. a.
- Fondskosten: 0,19 % p. a.
- Start: Einmalanlage ab 500 € oder Sparplan ab 25 € im Monat
- Strategie: ETF-Portfolios, auch mit ESG-Ausrichtung
- Zusätzlich: optionaler Anlageschutz: plus 0,20 % p. a.
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- Servicegebühr: 0,68 % p. a. bei diesem Betrag
- Fondskosten: 0,16 % p. a.
- Start: Einmalanlage ab 500 €, Sparplan ab 25 € im Monat
- Strategie: ETF-Portfolios nach Risikoprofil, auch nachhaltig
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- Servicegebühr: 0,75 % p. a. bei diesem Betrag
- Fondskosten: 0,13 % p. a.
- Start: keine Mindestanlage, Sparplan ab 1 €
- Strategie: ETF-Vermögensverwaltung, nutzt den Sparerpauschbetrag automatisch
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- Servicegebühr: 0,80 % p. a.
- Fondskosten: 0,29 % p. a.
- Start: Start mit mindestens 750 €, danach Einzahlungen ab 10 € im Monat
- Strategie: ETFs und Fonds, fünf Strategien, nachhaltige Ausrichtung
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- Servicegebühr: 0,55 % p. a.
- Fondskosten: 0,56 % p. a.
- Start: ab 500 € und 50 € im Monat
- Strategie: Fonds und ETFs, im Aktienteil verstärkt aktive ETFs
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- Servicegebühr: 1,00 % p. a. bei diesem Betrag
- Fondskosten: 0,14 % p. a.
- Start: Sparplan ab 25 € im Monat, Einmalzahlung in beliebiger Höhe
- Strategie: bis zu 10 ETFs und ETCs, Portfolios verwaltet von Scalable Capital
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- Servicegebühr: 1,00 % p. a.
- Fondskosten: 1,00 % p. a.
- Start: ab 1.000 € Einlage, Sparplan ab 25 € im Monat (an anderer Stelle nennt ICM 50 €)
- Strategie: aktiv gemanagte Vermögensverwaltung mit Fonds und ETFs
- Zusätzlich: Gewinnbeteiligung: laut Beispielrechnung des Anbieters (Stand 02/2021) 10 % des Wertzuwachses oberhalb von 2 % nach Gebühren, mit Höchststandsregel
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* Affiliate-/Werbelink: Schließt du über diesen Link ab, erhalten wir ggf. eine Provision – für dich ohne Mehrkosten. Angaben ohne Gewähr, verbindlich sind die jeweils aktuellen Konditionen des Anbieters. Mehr in unserer Transparenz-Erklärung.
So liest du den Robo-Advisor-Vergleich
Über die Reiter wählst du eines von drei Anlagebeispielen: 10.000 Euro Startbetrag plus 100 Euro im Monat, 50.000 Euro als Einmalanlage oder 1.000 Euro plus 50 Euro im Monat. Je Reiter erscheinen nur Anbieter, deren Mindestbeträge das Beispiel erfüllt. Deshalb fehlt etwa cominvest im kleinsten Beispiel, weil der Sparplan dort erst bei 100 Euro im Monat beginnt.
Die erste Zeile jeder Karte im Robo-Advisor-Vergleich nennt die Gesamtkosten pro Jahr in Prozent: Servicegebühr plus Fondskosten. Daneben stehen die Kosten in Euro für das erste Jahr. Dafür nehmen wir den durchschnittlich angelegten Betrag ohne Kursentwicklung: Bei 10.000 Euro plus 100 Euro im Monat sind das im Mittel 10.650 Euro, weil die Sparraten über das Jahr verteilt dazukommen.
Unter „Alle Kosten anzeigen“ findest du die Rechnung, die vollständige Gebührenstaffel, die Spanne der Fondskosten, die Mindestbeträge, die Anlagestrategie und die Quelle mit Prüfdatum. Kosten, die sich nicht in einen Jahressatz fassen lassen, etwa eine Gewinnbeteiligung, und Wahlleistungen wie der Anlageschutz bei bevestor stehen dort als „Nicht in den Gesamtkosten“. Für die Wahl zählen sie trotzdem.
Methodik und Stand: So ist der Robo-Advisor-Vergleich entstanden
Die Produktliste im Robo-Advisor-Vergleich stammt aus den Anbieterdaten unseres Partners financeads. Diese Daten haben wir nicht ungeprüft übernommen. Für jeden Anbieter haben wir am 23. Oktober 2026 die Kostenseite, das Preis- und Leistungsverzeichnis oder die Produktseite aufgerufen und Servicegebühr, Staffeln, Fondskosten, Mindestanlage und Sparplan verglichen. Das Ergebnis war deutlich: Bei 13 von 16 Anbietern war mindestens ein Wert falsch.
Typische Fehler waren Gebühren, die nur für sehr große Depots gelten, fehlende Fondskosten, Monatspauschalen, die der Anbieter gar nicht verlangt, und falsche Mindestbeträge. Im Robo-Advisor-Vergleich rechnen wir deshalb mit den Werten der Anbieter. Nennt ein Anbieter für die Fondskosten nur eine Spanne, nehmen wir die Mitte. Nennt er nur einen Mindestwert oder nur einen Höchstwert, steht das auf der Karte.
Vier Produkte aus den Anbieterdaten zeigen wir nicht: Bei Scalable Capital führt der Partnerlink auf das Broker-Angebot statt auf die Vermögensverwaltung. klimaVest ist ein langfristiger Energie-Infrastrukturfonds (ELTIF) mit zwölf Monaten Kündigungsfrist, dessen Link zudem nicht mehr funktioniert. growLife von growney ist eine ETF-Rentenversicherung mit Abschlusskosten. froots ist auf Anleger in Österreich ausgerichtet, das Depot liegt bei einer Bank in Wien.
Je Anbieter rechnen wir mit der Standard-Strategie, also dem breit gestreuten Basis-Portfolio des Anbieters. Teurere Varianten wie aktive Strategien nennen wir im Hinweis der Karte. Spread-Kosten beim Handel und Steuern sind in keinem Wert enthalten. Ein vollständiger Marktüberblick ist der Robo-Advisor-Vergleich nicht, denn gelistet sind nur Anbieter, mit denen eine Vergütungsvereinbarung besteht.
Die Kosten im Robo-Advisor-Vergleich auf einen Blick
Ein Robo-Advisor kostet dich zweimal. Die Servicegebühr zahlt den Anbieter für Verwaltung, Depot und meist auch alle Käufe und Verkäufe. Die Fondskosten, im Basisinformationsblatt in den laufenden Kosten enthalten und oft als TER angegeben, zieht die Fondsgesellschaft direkt aus dem Fondsvermögen ab. Du siehst sie auf keiner Abrechnung, sie mindern aber jeden Tag den Kurs.
Die folgende Tabelle fasst die geprüften Kostenmodelle zusammen, sortiert wie im Robo-Advisor-Vergleich für das erste Beispiel. Die Euro-Werte sind unsere Rechnung für das erste Jahr ohne Kursentwicklung.
| Anbieter (Strategie) | Servicegebühr p. a. | Fondskosten p. a. (Rechenwert) | 10.000 € + 100 €/Monat | 50.000 € einmalig |
|---|---|---|---|---|
| Whitebox (Global) | 0,35 % | 0,21 % | 0,56 % = 59,64 € | 0,56 % = 280 € |
| Raisin (Vermögensverwaltung) | 0,46 % | 0,11 % | 0,57 % = 60,71 € | 0,57 % = 285 € |
| quirion (Digital) | 0,48 % | 0,17 % | 0,65 % = 69,23 € | 0,65 % = 325 € |
| UnitPlus (Berg-Serie) | 0,50 % | 0,17 % | 0,67 % = 71,36 € | 0,67 % = 335 € |
| Evergreen (Vermögensaufbau) | keine | 0,79 % | 0,79 % = 84,14 € | 0,79 % = 395 € |
| bevestor | 0,60 % | 0,19 % | 0,79 % = 84,14 € | 0,79 % = 395 € |
| growney | 0,68 %, ab 50.000 € 0,38 % | 0,16 % | 0,84 % = 89,46 € | 0,54 % = 270 € |
| Ginmon | 0,75 % | 0,13 % | 0,88 % = 93,72 € | 0,88 % = 440 € |
| OSKAR (klassik) | 1,00 / 0,80 / 0,70 % | 0,14 % | 0,94 % = 100,11 € | 0,84 % = 420 € |
| comdirect (cominvest) | 0,75 % | 0,23 % | 0,98 % = 104,37 € | 0,98 % = 490 € |
| Consorsbank (Investmentkonto) | 0,80 % | 0,29 % | 1,09 % = 116,09 € | 1,09 % = 545 € |
| Fidelity (Wealth Expert) | 0,55 % | 0,56 % | 1,11 % = 118,22 € | 1,11 % = 555 € |
| ICM (Globale ETF-Strategie) | 1,00 % | 1,00 % | 2,00 % = 213,00 € | 2,00 % = 1.000 € |
Stand: 23. Oktober 2026. Bei ICM kommt eine Gewinnbeteiligung hinzu, bei bevestor auf Wunsch ein Anlageschutz für 0,20 Prozent. Die Spannweite ist groß: Zwischen growney (270 Euro) und Fidelity (555 Euro) liegen bei 50.000 Euro 285 Euro im Jahr, ohne den aktiven Anbieter ICM gerechnet.
Was in der Servicegebühr steckt
Bei den meisten Anbietern im Robo-Advisor-Vergleich deckt die Gebühr laut Preisangaben die Depotführung und die Wertpapiergeschäfte ab, bei cominvest ausdrücklich auch Ausgabeaufschläge und Orderentgelte. Ausgabeaufschläge, Depotgebühren oder Ordergebühren kommen dort also nicht dazu. Ausnahmen sind Zusatzleistungen: UnitPlus berechnet für jede weitere Anlagestrategie einen Euro im Monat, quirion gibt fremde Spesen weiter.
Warum die Fondskosten oft unterschätzt werden
Evergreen verzichtet auf eine Servicegebühr, nutzt aber eigene Fonds mit Kosten von ungefähr 0,79 Prozent. Fidelity berechnet nur 0,55 Prozent Pauschale, die Fonds kosten im Schnitt aber weitere 0,56 Prozent. Wer nur auf die Servicegebühr schaut, vergleicht deshalb Äpfel mit Birnen. Im Robo-Advisor-Vergleich zählt immer die Summe.
Rechenbeispiel: Kosten über 10, 20 und 30 Jahre
Ein halber Prozentpunkt klingt nach wenig. Über Jahrzehnte wirkt er aber wie ein umgekehrter Zinseszins, denn jeder Euro Kosten fehlt danach auch beim weiteren Wachstum. Für die folgende eigene Rechnung zum Robo-Advisor-Vergleich haben wir angenommen: 10.000 Euro Startbetrag, 100 Euro Sparrate zu jedem Monatsbeginn, 5 Prozent Wertentwicklung pro Jahr vor Kosten und Steuern. Die Kosten ziehen wir monatlich anteilig ab.
Die 5 Prozent sind eine Rechenannahme, keine Prognose. Wie sich ein Depot wirklich entwickelt, hängt von der Aktienquote und den Märkten ab. Für den Kostenvergleich ist die Höhe der Annahme zweitrangig: Die Reihenfolge bleibt gleich, nur die Abstände ändern sich.
| Laufende Kosten pro Jahr | nach 10 Jahren | nach 20 Jahren | nach 30 Jahren |
|---|---|---|---|
| Eingezahlt | 22.000 € | 34.000 € | 46.000 € |
| 0,20 % (ETF-Sparplan in Eigenregie, Annahme) | 31.298 € | 65.303 € | 119.597 € |
| 0,56 % (günstigster Robo im Vergleich) | 30.437 € | 61.914 € | 110.392 € |
| 0,79 % (Mittelfeld) | 29.901 € | 59.855 € | 104.940 € |
| 1,11 % (teuerster ETF- und Fonds-Robo ohne Gewinnbeteiligung) | 29.174 € | 57.123 € | 97.865 € |
Nach 30 Jahren liegt der günstigste Robo also rund 12.500 Euro vor dem teuersten mit 1,11 Prozent. Gegenüber einem selbst verwalteten ETF-Sparplan mit 0,20 Prozent Kosten fehlen beim günstigsten Robo rund 9.200 Euro, beim teuersten rund 21.700 Euro. Die Rechnung zeigt, warum wenige Zehntelprozent über Jahrzehnte fünfstellige Beträge ausmachen können.
Wichtig für die Einordnung: Der Robo-Advisor-Vergleich misst Kosten, nicht die künftige Rendite. Ein Anbieter mit höheren Kosten kann besser abschneiden, wenn seine Strategie mehr Ertrag bringt. Verlassen kannst du dich darauf aber nicht. Die Kosten fallen sicher an, der Mehrertrag nicht.
Staffeln: Warum der Betrag die Rangfolge ändert
Mehrere Anbieter im Robo-Advisor-Vergleich senken die Gebühr mit steigendem Vermögen. Bei growney sinkt sie ab 50.000 Euro Depotwert von 0,68 auf 0,38 Prozent, und zwar für die gesamte Anlage; maßgeblich ist der durchschnittliche Depotwert im Abrechnungszeitraum. Damit rückt growney im Beispiel mit 50.000 Euro vom siebten auf den ersten Platz. Bei OSKAR gilt unter 10.000 Euro ein Satz von 1,00 Prozent, ab 10.000 Euro 0,80 Prozent und ab 50.000 Euro 0,70 Prozent.
Ginmon senkt die Gebühr erst ab einer Million Euro auf 0,60 Prozent, Raisin verlangt laut seiner Gebührengrafik bis 100.000 Euro 0,46 Prozent und senkt den Satz in drei Stufen bis auf 0,25 Prozent ab 500.000 Euro, jeweils für das ganze Portfolio. Whitebox staffelt nur seine aktiven PRO-Strategien, von 0,95 Prozent ab 5.000 Euro bis 0,35 Prozent ab 500.000 Euro; die Basis-Strategien kosten immer 0,35 Prozent.
Achte darauf, ob eine Stufe für das ganze Depot gilt oder nur für den Teil oberhalb der Grenze. Scalable Capital rechnet zum Beispiel je Volumenband: 0,75 Prozent auf die ersten 100.000 Euro, darüber 0,69 Prozent. Ein Satz von 0,49 Prozent gilt dort nur für den Teil über 500.000 Euro. Genau diese Stufe stand in den Anbieterdaten als allgemeiner Preis.
Robo-Advisor, ETF-Sparplan oder klassische Vermögensverwaltung
Ein Robo-Advisor ist rechtlich in der Regel eine Finanzportfolioverwaltung, also die Verwaltung von Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraum (§ 2 Abs. 2 Nr. 9 WpIG). Du gibst die Richtung vor, der Anbieter kauft, verkauft und schichtet um, ohne dich vorher zu fragen. Die Alternativen unterscheiden sich vor allem darin, wer diese Arbeit macht und was sie kostet.
| Merkmal | Robo-Advisor | ETF-Sparplan in Eigenregie | Persönliche Vermögensverwaltung |
|---|---|---|---|
| Wer entscheidet | Anbieter nach deinem Risikoprofil | du selbst | Verwalter, oft mit Ansprechpartner |
| Laufende Kosten | im Robo-Advisor-Vergleich je nach Betrag 0,54 bis 2,00 % p. a. | Fondskosten plus Depot- und Ordergebühren des Brokers | individuell; Beispiel quirion Premium mit Betreuung 0,84 % plus Fondskosten |
| Rebalancing | automatisch | selbst, wenn überhaupt | durch den Verwalter |
| Einstieg | im Robo-Advisor-Vergleich ab 1 € bis 3.000 € | je nach Broker | je nach Anbieter |
| Aufwand für dich | Fragebogen, jährlicher Blick | Auswahl, Sparplan, gelegentliche Kontrolle | Gespräche, Berichte |
Wer bereit ist, ein paar Stunden zu investieren, kommt mit einem ETF-Sparplan auf einen Welt-ETF meist günstiger hin. Passende Anbieter dafür zeigen der ETF-Sparplan-Vergleich und der Depot-Vergleich. Was ein Robo grundsätzlich leistet, steht im Ratgeber Robo-Advisor; der Robo-Advisor-Vergleich auf dieser Seite konzentriert sich auf die Anbieter und ihre Kosten.
Anlagestrategien und Risikoklassen im Robo-Advisor-Vergleich
Ein Robo fragt zuerst deine Ziele, deinen Anlagezeitraum und deine Risikobereitschaft ab. Daraus wählt er eine Mischung aus Aktien und Anleihen. Bei Raisin reicht die Auswahl von 100 Prozent Aktien über 70, 50 und 30 Prozent bis zum reinen Zinsportfolio. Je höher die Aktienquote, desto größer die Chancen und desto tiefer können zwischenzeitliche Verluste ausfallen.
Unterschiede gibt es im Robo-Advisor-Vergleich auch bei den Bausteinen. Die meisten setzen auf ETFs, quirion zusätzlich auf indexnahe Fonds. Evergreen nutzt ausschließlich eigene Fonds, Fidelity im Aktienteil verstärkt aktive ETFs, UnitPlus bietet mit AktienPlus ein Portfolio aus aktiven ETFs an. ICM verwaltet ausdrücklich aktiv. Aktive Ansätze kosten meist mehr und müssen diesen Aufschlag erst wieder hereinholen.
| Aktienquote | Wofür sie typischerweise gedacht ist | Was du aushalten musst |
|---|---|---|
| 100 % | sehr lange Anlagedauer, kein Zugriff in Krisen nötig | volle Aktienmarkt-Schwankung |
| 70 % | langfristiger Vermögensaufbau mit etwas Puffer | deutliche Rückschläge in Krisenjahren |
| 50 % | ausgewogene Mischung, mittlere Anlagedauer | spürbare, aber geringere Schwankungen |
| 30 % oder weniger | kürzere Anlagedauer, Sicherheitsbedürfnis | niedrigere Renditechancen, Zinsrisiko der Anleihen |
Nachhaltige Varianten bieten unter anderem Whitebox, quirion, growney, bevestor und cominvest an; die Consorsbank und die Berg-Serie von UnitPlus berücksichtigen Nachhaltigkeitskriterien schon im Standard. Was hinter den Bezeichnungen steckt, erklärt der Ratgeber nachhaltige ETF. Die regelmäßige Rückführung auf die Zielmischung beschreibt der Beitrag zum Rebalancing.
Rendite und Performance: Was Zahlen aussagen
Oft gefragt wird nach der Performance der Robos. Hier ist Vorsicht angebracht. Vergangene Renditen hängen vor allem von der Aktienquote und vom Zeitraum ab, und manche Anbieter zeigen Werte vor ihren eigenen Gebühren. Ein Anbieter im Robo-Advisor-Vergleich, ICM, wirbt auf der Seite seiner Globalen ETF-Strategie etwa mit 8,14 Prozent pro Jahr, nennt als Zeitraum aber nur „+15 Jahre“ ohne Start- und Enddatum (abgerufen am 23. Oktober 2026). Laut Fußnote ist das nach Produktkosten, aber ohne Vermögensverwaltungsgebühren und Steuern gerechnet.
Seriös vergleichen lässt sich Performance nur bei gleicher Aktienquote, gleichem Zeitraum und nach allen Kosten. Deshalb sortieren wir nach Kosten und nennen keine eigenen Renditeerwartungen. Eine Zielrendite des Anbieters ist eine Annahme, keine Zusage.
Stiftung Warentest und der Robo-Advisor-Vergleich
Die Stiftung Warentest hat im Heft Finanzen 7/2026 (online seit 17. Juni 2026) 16 Robo-Advisors bewertet. Grundlage war ein Musteranleger mit 40.000 Euro und die jeweils ausgewogenste Strategie. Die jährlichen Kosten zählten 25 Prozent, Produkt- und Kosteninformation 20 Prozent, die Ermittlung des Kundenprofils 15 Prozent, Chance und Risiko über fünf Jahre 20 Prozent und Abweichungen der Portfolios 20 Prozent.
Die Kosten reichten im Test von 0,31 Prozent bis über 2,60 Prozent inklusive Fondskosten. Zu hohe Kosten waren laut Warentest ein häufiger Grund für schlechtere Noten. Die Einzelnoten sind kostenpflichtig, deshalb nennen wir sie nicht. Bemerkenswert ist die Einschätzung der Tester, dass sich Robo-Advisors aus ihrer Sicht nicht für Anfänger eignen: Wer einen nutzt, sollte Fonds und ETFs schon kennen.
Andere Vergleiche kommen zu anderen Reihenfolgen, weil sie andere Beträge, Strategien oder Gewichtungen ansetzen. Unser Robo-Advisor-Vergleich bewertet nur die geprüften Kosten, nicht die Qualität von Fragebogen und Portfolio. Kombiniere beides.
Sicherheit: Sondervermögen, Depot und Einlagensicherung
Dein Geld steckt in Fondsanteilen, und die sind geschützt. Für Fonds deutscher Kapitalverwaltungsgesellschaften schreibt § 92 KAGB vor, dass das Sondervermögen vom eigenen Vermögen der Gesellschaft getrennt zu halten ist. Für im Ausland aufgelegte Fonds gilt das Fondsrecht ihres Sitzstaats; frag im Zweifel nach, wo die eingesetzten ETFs aufgelegt sind.
Auch die Pleite des Robo-Anbieters oder der Depotbank trifft die Wertpapiere im Depot nicht. Wer geltend machen kann, dass ein Gegenstand nicht zur Insolvenzmasse gehört, kann ihn nach § 47 InsO aussondern lassen. Die Fondsanteile in deinem Depot gehören dir, nicht der Bank.
Anders ist es beim Bargeld auf dem Verrechnungskonto. Es ist eine Einlage bei der Partnerbank und bei Banken in Deutschland nach § 8 EinSiG bis 100.000 Euro je Kunde und Bank gesetzlich gesichert; Banken aus anderen EU-Staaten sichern nach demselben EU-Standard ebenfalls 100.000 Euro. Kann ein Institut Wertpapiere oder Gelder aus Wertpapiergeschäften nicht zurückgeben, greift die Anlegerentschädigung: 90 Prozent der Forderung, höchstens 20.000 Euro (§ 4 AnlEntG). Mehr dazu im Ratgeber Einlagensicherung.
Prüfe außerdem bei jedem Anbieter aus dem Robo-Advisor-Vergleich, ob er eine Erlaubnis der BaFin hat. Laut BaFin sind Robo-Advisor-Anbieter je nach Angebot Banken, Finanzdienstleister oder Finanzanlagenvermittler. Banken und Finanzdienstleister beaufsichtigt die BaFin, Finanzanlagenvermittler die Industrie- und Handelskammern. Den Status findest du im Impressum und in der Unternehmensdatenbank der BaFin.
Steuern: Vorabpauschale, Teilfreistellung, Freibetrag
Für alle Anbieter im Robo-Advisor-Vergleich gilt dasselbe Steuerrecht. Erträge aus Fonds sind Ausschüttungen, Vorabpauschalen und Gewinne aus dem Verkauf von Fondsanteilen. Sie unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 Prozent nach § 32d EStG plus 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag darauf, zusammen 26,375 Prozent ohne Kirchensteuer. Bis 1.000 Euro im Jahr bleiben über den Sparer-Pauschbetrag steuerfrei (§ 20 Abs. 9 EStG), Ehepaare bei Zusammenveranlagung 2.000 Euro. Dafür brauchst du einen Freistellungsauftrag beim Anbieter.
Vorabpauschale 2026
Thesaurierende Fonds schütten nichts aus. Damit trotzdem jährlich besteuert wird, gibt es die Vorabpauschale nach § 18 InvStG: Der Basisertrag ist der Wert zu Jahresbeginn mal 70 Prozent des Basiszinses, begrenzt auf den Wertzuwachs des Jahres plus Ausschüttungen; davon werden die Ausschüttungen abgezogen. Für 2026 hat das Bundesfinanzministerium einen Basiszins von 3,20 Prozent bekannt gegeben. Die Vorabpauschale für 2026 gilt am 4. Januar 2027 als zugeflossen.
| Beispiel: 10.000 € Fondswert am Jahresanfang 2026 | Aktienfonds | Mischfonds | Anleihefonds |
|---|---|---|---|
| Basisertrag (10.000 € × 70 % × 3,20 %) | 224,00 € | 224,00 € | 224,00 € |
| Teilfreistellung | 30 % | 15 % | 0 % |
| steuerpflichtig | 156,80 € | 190,40 € | 224,00 € |
| Steuer mit 26,375 % (Freibetrag ausgeschöpft) | 41,36 € | 50,22 € | 59,08 € |
Eigene Rechnung; unterstellt ist, dass der Fonds 2026 mindestens 224 Euro an Wert gewinnt und nichts ausschüttet. Im Kaufjahr sinkt die Vorabpauschale um ein Zwölftel für jeden vollen Monat vor dem Kauf. Eigene Zahlen rechnest du mit dem Vorabpauschale-Rechner durch.
Teilfreistellung im Robo-Portfolio
Die Teilfreistellung nach § 20 InvStG hängt am einzelnen Fonds, nicht an deinem Portfolio. Aktienfonds legen laut § 2 InvStG fortlaufend mehr als 50 Prozent in Kapitalbeteiligungen an, Mischfonds mindestens 25 Prozent. Besteht ein Robo-Portfolio aus getrennten Aktien- und Anleihe-ETFs, gilt für die Anleiheseite meist keine Teilfreistellung. Rebalancing bedeutet zudem Verkäufe, und dabei realisierte Gewinne werden versteuert. Ginmon nutzt laut eigener Darstellung den Sparer-Pauschbetrag automatisch durch gezielte Gewinnrealisierung.
So triffst du deine Wahl im Robo-Advisor-Vergleich
Die günstigste Karte ist nicht automatisch die richtige. Geh die Kandidaten in dieser Reihenfolge durch:
- Gesamtkosten bei deinem Betrag: Wähle den passenden Reiter und achte auf Staffeln, die erst bei höheren Beträgen greifen.
- Bausteine: Breit gestreute ETFs oder aktive Fonds? Aktive Ansätze kosten meist mehr.
- Zusatzkosten: Gewinnbeteiligung, optionaler Anlageschutz (keine Garantie gegen Verluste) oder Gebühren für weitere Strategien stehen in der Detailansicht.
- Einstieg: Die Mindestbeträge reichen im Robo-Advisor-Vergleich von 1 Euro bis 3.000 Euro, Sparpläne von 1 bis 100 Euro im Monat.
- Kosteninformation: Anbieter müssen dich vorab über alle Kosten und Nebenkosten informieren (§ 63 Abs. 7 WpHG). Lies diese Aufstellung vor dem Abschluss.
- Service: Persönliche Betreuung kostet teils extra, bei quirion etwa 0,84 statt 0,48 Prozent im Paket Premium.
Ob du alles auf einmal anlegst oder in Raten einsteigst, ist eine eigene Frage. Die Argumente sortiert der Ratgeber Sparplan oder Einmalanlage.
Kündigung, Auszahlung und Wechsel
Die Anbieter im Robo-Advisor-Vergleich werben mit flexiblen Verträgen: Whitebox und bevestor nennen weder Kündigungsfrist noch Mindestanlagedauer, cominvest keine Mindestvertragslaufzeit, Fidelity keine Bindungsfrist. Bei quirion hat das Paket Digital laut Preisverzeichnis keine Mindestlaufzeit, Premium einen Monat. growney berechnet für die Kündigung nichts, hält bei Teilauszahlungen aber 100 Euro als Sperrbetrag zurück.
Gebühren fallen beim Ausstieg also meist nicht an, Steuern aber schon. Für eine Auszahlung verkauft der Robo deine Fondsanteile, so beschreiben es etwa growney und bevestor, und auf Gewinne fällt Abgeltungsteuer an. Bereits versteuerte Vorabpauschalen werden dabei vom Gewinn abgezogen (§ 19 InvStG). Ob du die Anteile stattdessen in ein anderes Depot übertragen kannst, regeln die Bedingungen des Anbieters. Frag vor einem Wechsel danach.
Wechselst du zu einem günstigeren Anbieter aus dem Robo-Advisor-Vergleich, rechne gegen: Die eingesparte Gebühr muss die sofort fällige Steuer auf aufgelaufene Gewinne mit der Zeit ausgleichen. Bei hohen Buchgewinnen kann sich Abwarten lohnen. Verteile danach den Freistellungsauftrag neu.
Wann sich ein Robo-Advisor nicht lohnt
Ein Robo ist ein Bequemlichkeitsprodukt. Er lohnt sich nicht, wenn du ohnehin gern selbst einen Welt-ETF besparst, denn dann zahlst du für eine Arbeit, die du gratis erledigst. Er passt auch nicht zu Geld, das du in den nächsten Jahren brauchst: Dafür sind Tagesgeld oder Festgeld da, nicht ein Depot mit Kursschwankungen.
Vorsicht auch bei sehr kleinen Beträgen und hohen Prozentsätzen. Bei OSKAR kostet die Verwaltung unter 10.000 Euro 1,00 Prozent. Wer lange unter dieser Grenze bleibt, zahlt dauerhaft den höchsten Satz. Und wer in Börsenkrisen trotzdem verkauft, gewinnt auch mit dem günstigsten Anbieter im Robo-Advisor-Vergleich nichts.
Transparenz: Wie sich der Robo-Advisor-Vergleich finanziert
Sparnia erhält eine Provision, wenn du über einen Link im Robo-Advisor-Vergleich ein Depot eröffnest. Für dich entstehen dadurch keine Mehrkosten. Gelistet sind nur Anbieter mit Vergütungsvereinbarung, der Vergleich ist also kein vollständiger Marktüberblick. Andere bekannte Anbieter fehlen, weil keine Vergütung vereinbart ist; Scalable Capital fehlt, weil der Partnerlink nicht zum passenden Produkt führt.
Auf die Reihenfolge im Robo-Advisor-Vergleich hat die Provision keinen Einfluss: Sortiert wird nur nach den Gesamtkosten, eine Note vergeben wir nicht. Weil die Anbieterdaten so oft falsch waren, rechnen wir mit den Angaben der Anbieter selbst und nennen auf jeder Karte die Quelle. Details stehen in unserer Transparenz-Erklärung, die unter jedem Vergleich verlinkt ist.
Häufige Fragen zum Robo-Advisor-Vergleich
Welcher Anbieter ist im Robo-Advisor-Vergleich am günstigsten?
Das hängt vom Betrag ab. Bei 10.000 Euro plus 100 Euro im Monat liegen Whitebox mit der Basis-Strategie Global (0,56 Prozent) und Raisin (0,57 Prozent) vorn. Bei 50.000 Euro Einmalanlage ist growney mit 0,54 Prozent am günstigsten, weil dort ab 50.000 Euro eine niedrigere Gebühr für die ganze Anlage gilt. Stand ist der 23. Oktober 2026, Spread-Kosten und Steuern sind nicht enthalten.
Was kostet ein Robo-Advisor im Jahr?
Im Robo-Advisor-Vergleich liegen die Gesamtkosten aus Servicegebühr und Fondskosten bei ETF- und Fonds-Robos je nach Betrag zwischen 0,54 und 1,14 Prozent pro Jahr, bei 10.000 Euro plus 100 Euro im Monat zwischen 0,56 und 1,11 Prozent. Ein aktiver Anbieter kommt auf 2,00 Prozent plus Gewinnbeteiligung. Bei 10.000 Euro Startbetrag und 100 Euro Sparrate kosten die ETF- und Fonds-Robos im ersten Jahr rund 60 bis 118 Euro. Depot- und Ordergebühren sind in der Servicegebühr meist enthalten.
Was ergab der Robo-Advisor-Vergleich der Stiftung Warentest?
Stiftung Warentest hat im Juni 2026 im Heft Finanzen 7/2026 16 Robo-Advisors getestet, mit einem Musteranleger und 40.000 Euro. Die Kosten reichten von 0,31 bis über 2,60 Prozent inklusive Fondskosten, und hohe Kosten waren ein häufiger Grund für schlechtere Noten. Die Tester halten Robos für Anfänger nicht für geeignet. Die Einzelnoten sind kostenpflichtig und deshalb hier nicht wiedergegeben.
Welche Rendite bringt ein Robo-Advisor?
Eine feste Rendite gibt es nicht. Sie hängt von der Aktienquote, dem Zeitraum und den Kosten ab, und Verluste sind möglich. Werbeaussagen zur Wertentwicklung sind oft vor Gebühren gerechnet. Sicher ist nur der Kostenabzug: In unserer Beispielrechnung mit 5 Prozent angenommener Rendite liegt ein Depot mit 0,56 Prozent Kosten nach 30 Jahren rund 12.500 Euro vor einem mit 1,11 Prozent.
Ist mein Geld bei den Anbietern im Robo-Advisor-Vergleich sicher?
Vor einer Pleite des Anbieters ja: Das Fondsvermögen ist von der Fondsgesellschaft getrennt, und die Fondsanteile im Depot gehören dir; sie fallen nicht in die Insolvenzmasse. Guthaben auf dem Verrechnungskonto schützt die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro je Bank. Vor Kursverlusten schützt dich dagegen niemand. Der Wert deines Portfolios schwankt mit den Märkten, je stärker, desto höher die Aktienquote.
Warum fehlt Scalable Capital im Robo-Advisor-Vergleich?
Der Partnerlink zu Scalable Wealth führte bei unserer Prüfung am 23. Oktober 2026 auf das Broker-Angebot statt auf die Vermögensverwaltung. Zudem nannten die Anbieterdaten 0,49 Prozent Gebühr, obwohl dieser Satz nur für Vermögen über 500.000 Euro gilt; bis 100.000 Euro kostet Wealth 0,75 Prozent plus ETF-Kosten ab 0,12 Prozent. Mehr zum Anbieter steht im Beitrag Scalable Capital Erfahrungen.
Wie werden Robo-Advisor-Depots versteuert?
Wie jedes Fondsdepot: Ausschüttungen, Vorabpauschalen und Verkaufsgewinne unterliegen der Abgeltungsteuer, über dem Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro fallen 26,375 Prozent inklusive Solidaritätszuschlag an. Für 2026 gilt ein Basiszins von 3,20 Prozent für die Vorabpauschale. Aktienfonds sind zu 30 Prozent teilfreigestellt, Mischfonds zu 15 Prozent.
Kann ich mehrere Robo-Advisors gleichzeitig nutzen?
Ja, rechtlich spricht nichts dagegen. Es lohnt sich aber selten, denn Staffeln wie bei growney oder OSKAR greifen nur, wenn das Vermögen bei einem Anbieter liegt. Zudem musst du den Sparer-Pauschbetrag auf mehrere Freistellungsaufträge verteilen. Sinnvoll kann eine Aufteilung sein, wenn du zwei Strategien bewusst trennen willst, etwa eine nachhaltige und eine klassische.
Quellen & weiterführende Informationen
- § 92 KAGB – Sondervermögen, Trennung vom Vermögen der Kapitalverwaltungsgesellschaft
- § 47 InsO – Aussonderung in der Insolvenz
- § 8 EinSiG und § 4 AnlEntG – Einlagensicherung und Anlegerentschädigung
- § 2 WpIG und § 63 WpHG – Finanzportfolioverwaltung, Kosteninformation
- § 18 InvStG, § 19 InvStG, § 20 InvStG und § 2 InvStG – Vorabpauschale, Veräußerung, Teilfreistellung, Fondsarten
- § 20 EStG, § 32d EStG und § 4 SolzG – Sparer-Pauschbetrag, Abgeltungsteuer, Solidaritätszuschlag
- Bundesfinanzministerium: Basiszins zum 2. Januar 2026 – 3,20 Prozent, Zufluss am 4. Januar 2027
- BaFin: Robo-Advice – Formen, Aufsicht, Chancen und Risiken
- Stiftung Warentest: Robo-Advisor-Vergleich – Test von 16 Anbietern, Finanzen 7/2026
- Kostenseiten und Preisverzeichnisse der Anbieter (Evergreen, growney, Raisin, quirion, UnitPlus, Fidelity, Whitebox, bevestor, OSKAR, Ginmon, Consorsbank, comdirect, ICM), abgerufen am 23. Oktober 2026
Fazit: Robo-Advisor-Vergleich 2026
Die Unterschiede sind groß, und sie stecken oft im Kleingedruckten: in Staffeln, in Fondskosten neben einer niedrigen Servicegebühr und in Anbieterdaten, die nicht stimmen. Der Robo-Advisor-Vergleich rechnet deshalb mit geprüften Werten und zeigt die Kosten für deinen Betrag in Prozent und Euro.
Ein breit gestreutes ETF-Portfolio bekommst du im Vergleich schon für rund 0,55 bis 0,6 Prozent Gesamtkosten im Jahr. Wer bereit ist, selbst einen ETF-Sparplan zu führen, kommt noch günstiger weg. Wer delegieren will, sollte den Robo nach Kosten, Bausteinen und Zusatzgebühren wählen und dann vor allem eines tun: dabeibleiben.
Hinweis: Dieser Robo-Advisor-Vergleich ersetzt keine Anlage- oder Steuerberatung. Geldanlage in Wertpapiere ist mit Verlustrisiken verbunden; frühere Wertentwicklungen sind kein Hinweis auf künftige Erträge. Maßgeblich sind die Preis- und Leistungsverzeichnisse und Vertragsbedingungen der Anbieter, die sich jederzeit ändern können. Der Vergleich finanziert sich über Provisionen bei Abschlüssen; sie beeinflussen die Reihenfolge nicht. Alle Rechenbeispiele sind eigene Berechnungen mit den genannten Annahmen. Stand: 23. Oktober 2026.
