Der Hausratversicherung-Rechner beantwortet die drei Fragen, an denen die meisten Hausratpolicen im Schadenfall scheitern: Wie hoch muss die Versicherungssumme sein, was passiert bei Unterversicherung, und welcher Teil der Wertsachen ist überhaupt gedeckt? Du gibst Wohnfläche, vereinbarte Versicherungssumme, Wertsachen und einen Beispielschaden ein — der Hausratversicherung-Rechner ermittelt die empfohlene Summe nach dem Quadratmetermodell der Versicherungswirtschaft, die Deckungsquote deines Vertrags, die gekürzte Entschädigung bei Unterversicherung, die Wertsachen-Grenze und den Betrag, den du im Totalschaden höchstens bekommst. Beiträge berechnet er bewusst nicht; die vergleicht der Tarifvergleich.

Das Wichtigste in Kürze

  • Faustformel der Versicherungswirtschaft: 650 bis 750 € je Quadratmeter Wohnfläche — für 80 m² also 52.000 bis 60.000 € Versicherungssumme.
  • Wer mit 40.000 € versichert ist, aber Hausrat für 52.000 € besitzt, bekommt bei einem Schaden von 15.000 € laut Hausratversicherung-Rechner nur 11.388 € — die Kürzung um 23 Prozent gilt auch für Teilschäden.
  • Der Unterversicherungsverzicht hebt die Kürzung auf, wenn die Summe je Quadratmeter eingehalten ist — meist 650 €.
  • Wertsachen wie Schmuck, Bargeld und Kunst sind außerhalb eines Tresors meist auf 20 Prozent der Versicherungssumme begrenzt: bei 52.000 € auf 10.400 €.
  • 2025 zählte die Polizei 82.920 Wohnungseinbrüche, 5,7 Prozent mehr als im Vorjahr; rund 26 Millionen Hausratverträge bestehen in Deutschland.

Was 2026 gilt: die Regeln, mit denen der Hausratversicherung-Rechner arbeitet

Die Hausratversicherung ersetzt Möbel, Kleidung, Elektronik, Bücher und alles andere, was zum Haushalt gehört, zum Neuwert — dem Preis, den eine gleichwertige neue Sache heute kostet. Versichert sind nach den Musterbedingungen des GDV (VHB 2022, Stand Juni 2026) Feuer, Leitungswasser, Einbruchdiebstahl, Raub, Vandalismus nach Einbruch, Sturm und Hagel; Überschwemmung, Starkregen, Rückstau und Schneedruck kommen nur mit dem Elementar-Baustein dazu. Für Wertsachen und Bargeld gelten besondere Entschädigungsgrenzen, und die Versicherungssumme entscheidet über alles Weitere.

Wie hoch die Summe sein sollte, sagt das Verbraucherportal der Versicherer: „In der Regel liegt er zwischen 650 und 750 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.“ Die Verbraucherzentrale nennt 650 € als übliche Mindestsumme. Der Hausratversicherung-Rechner nutzt diese Pauschalen als Basis und erlaubt daneben eine eigene Schätzung — nach einem Umzug, einer neuen Küche oder einem teuren Hobby liegt der wahre Wert oft höher.

Wie real das Risiko ist, zeigt die Polizeiliche Kriminalstatistik 2025: 82.920 Wohnungseinbrüche, 4.484 mehr als 2024 — und nach der Dunkelfeldstudie des BKA wird nur etwa jeder zweite Einbruch überhaupt angezeigt. Laut den Branchenzahlen des GDV bestanden Ende 2024 rund 26 Millionen Hausratverträge; wer keinen hat oder mit einer veralteten Summe versichert ist, trägt das Risiko selbst.

Die Eingabefelder im Detail: was der Hausratversicherung-Rechner wissen will

Wohnfläche und Pauschale je Quadratmeter

Die Wohnfläche steht im Mietvertrag oder in der Teilungserklärung; Keller, Dachboden und Garage zählen nicht dazu, sind aber mitversichert. Multipliziert mit der Pauschale ergibt sie die empfohlene Versicherungssumme: 650 € je Quadratmeter für eine normale Einrichtung, 700 bis 750 € für hochwertige Möbel, viel Technik oder Sammlungen. Der Hausratversicherung-Rechner zeigt in der Tabelle unter dem Ergebnis alle drei Stufen für deine Wohnfläche.

Eigene Schätzung des Hausratwerts

Wer es genauer wissen will, addiert Zimmer für Zimmer die Neupreise — Küche, Sofa, Fernseher, Kleidung, Bücher, Fahrräder, Werkzeug. Trägst du diesen Betrag ein, rechnet der Hausratversicherung-Rechner die Deckungsquote und die Unterversicherung gegen deinen Wert statt gegen die Pauschale. Das ist wichtig, weil die Pauschale bei einer voll eingerichteten 60-Quadratmeter-Wohnung mit Designerküche schnell zu niedrig liegt.

Vereinbarte Versicherungssumme

Der Betrag aus deiner Police. Er ist die Obergrenze der Entschädigung und die Bezugsgröße für die Wertsachen-Grenze und für den Unterversicherungsverzicht. Viele Verträge stammen aus Zeiten kleinerer Wohnungen oder wurden nie angepasst — der Hausratversicherung-Rechner zeigt sofort, wie weit die Summe vom heutigen Wert entfernt ist.

Unterversicherungsverzicht

Steht in der Police ein Unterversicherungsverzicht, prüft der Versicherer im Schadenfall nicht, ob der Hausrat mehr wert ist als die Summe — Bedingung ist, dass die vereinbarte Summe die Pauschale je Quadratmeter erreicht, meist 650 €. Der Hausratversicherung-Rechner prüft beides: Ist der Verzicht vereinbart und die Mindestsumme erreicht, entfällt die Kürzung; liegt die Summe darunter, greift der Verzicht nicht, auch wenn er im Vertrag steht.

Wertsachen und Entschädigungsgrenze

Schmuck, Uhren, Bargeld, Münzen, Briefmarken, Pelze, handgeknüpfte Teppiche und Kunst sind nach den Musterbedingungen Wertsachen mit eigener Grenze: außerhalb eines verschlossenen Wertschutzschranks nach der Verbraucherzentrale „meist auf insgesamt 20 Prozent der Versicherungssumme“ je Versicherungsfall, oft mit weiteren Untergrenzen für Bargeld. Trage den Wert deiner Wertsachen und die Prozentgrenze aus deinem Vertrag ein — der Hausratversicherung-Rechner zeigt, was darüber ungedeckt bleibt.

Beispielschaden und Selbstbeteiligung

Ein realistischer Schaden macht die Rechnung greifbar: ein Einbruch mit gestohlenem Laptop, Fernseher und Schmuck für 15.000 €, ein Leitungswasserschaden mit ruiniertem Parkett und Möbeln. Die Selbstbeteiligung — oft 150 bis 500 € — geht von jeder Entschädigung ab. Der Hausratversicherung-Rechner zieht beides zusammen und zeigt, was tatsächlich auf dem Konto landet.

Unterversicherung: die Rechnung, die der Hausratversicherung-Rechner nachbildet

Die Regel steht in A 17 der Musterbedingungen: Ist der tatsächliche Wert des Hausrats höher als die Versicherungssumme, wird die Entschädigung „in dem Verhältnis wie Versicherungssumme und der tatsächliche Wert des Hausrats zueinander stehen“ gekürzt — ausdrücklich auch dann, wenn nur ein Teil des Hausrats betroffen ist. Das Beispiel der Verbraucherzentrale: 50.000 € vereinbart, 100.000 € Hausratwert, 10.000 € Brandschaden — gezahlt werden 5.000 €. Der Hausratversicherung-Rechner reproduziert genau diese Rechnung.

Im Standardbeispiel — 80 Quadratmeter, 40.000 € vereinbart, 52.000 € Pauschalwert — beträgt die Deckungsquote 76,9 Prozent. Ein Schaden von 15.000 € wird um 23,1 Prozent gekürzt: 11.538 € minus 150 € Selbstbeteiligung ergeben 11.388 €, also 3.462 € weniger als bei ausreichender Summe. Bei 120 Quadratmetern mit hochwertiger Einrichtung (750 € je Quadratmeter, 90.000 €) und 60.000 € Summe fehlen im selben Schadenfall 5.000 €. Die Unterversicherung ist damit teurer als jeder Beitragsunterschied — sie kostet nicht ein paar Euro im Jahr, sondern ein Viertel jeder Entschädigung.

Rechenbeispiele aus dem Hausratversicherung-Rechner

Wohnfläche 650 €/m² 700 €/m² 750 €/m² Wertsachen-Grenze (20 % von 650)
40 m² 26.000 € 28.000 € 30.000 € 5.200 €
60 m² 39.000 € 42.000 € 45.000 € 7.800 €
80 m² 52.000 € 56.000 € 60.000 € 10.400 €
100 m² 65.000 € 70.000 € 75.000 € 13.000 €
120 m² 78.000 € 84.000 € 90.000 € 15.600 €
160 m² 104.000 € 112.000 € 120.000 € 20.800 €

Die rechte Spalte zeigt, warum Wertsachen ein eigenes Thema sind: In einer 60-Quadratmeter-Wohnung mit Mindestsumme sind Schmuck, Uhren und Bargeld zusammen nur bis 7.800 € gedeckt — eine einzige Uhr oder der Erbschmuck sprengt das schnell. Wer 15.000 € Wertsachen besitzt, hat bei 52.000 € Summe laut Hausratversicherung-Rechner 4.600 € ungedeckt; Abhilfe schaffen ein Wertschutzschrank, eine höhere Summe oder eine separate Wertsachenversicherung. Für Fahrräder und Glasbruch bieten Versicherer eigene Bausteine an, weil beides in der Grunddeckung fehlt oder eng begrenzt ist.

Elementar, Fahrrad, grobe Fahrlässigkeit: was der Hausratversicherung-Rechner nicht prüft

Der Rechner bildet Summe und Deckungsgrenzen ab, nicht den Leistungsumfang. Drei Punkte gehören trotzdem auf die Checkliste. Erstens Elementarschäden: Überschwemmung, Starkregen und Rückstau sind nur mit Zusatzbaustein versichert — was er kostet und wer ihn braucht, steht im Ratgeber Elementarversicherung. Zweitens Fahrraddiebstahl außerhalb der Wohnung: meist nur mit Klausel und begrenzt auf einen Prozentsatz der Summe. Drittens der Verzicht auf den Einwand grober Fahrlässigkeit — das gekippte Fenster, die brennende Kerze —, den gute Tarife heute einschließen. Unser Hausratversicherung-Vergleich zeigt, welche Tarife diese Bausteine enthalten.

Ebenfalls außen vor bleibt das Gebäude selbst: Dach, Wände, fest verlegte Böden und die Heizung gehören in die Wohngebäudeversicherung, Schäden, die du anderen zufügst, in die Haftpflichtversicherung. Der Hausratversicherung-Rechner beantwortet die Frage nach der richtigen Summe — die Grundlagen der Police erklärt Hausratversicherung einfach erklärt.

Was die Hausratversicherung leistet — und wo der Hausratversicherung-Rechner die Grenze zieht

Versichert ist der gesamte Hausrat in der Wohnung sowie nach den Musterbedingungen in gemeinschaftlich genutzten, verschließbaren Räumen auf dem Grundstück — Fahrradkeller, Waschkeller, ausgewiesene Stellflächen — und in privat genutzten Garagen in der Nähe. Ersetzt wird zum Neuwert, also zum Preis einer gleichwertigen neuen Sache, nicht zum Zeitwert des fünf Jahre alten Sofas. Die versicherten Gefahren sind Brand, Blitzschlag, Explosion, Leitungswasser, Einbruchdiebstahl, Raub, Vandalismus nach einem Einbruch, Sturm ab Windstärke 8 und Hagel; Überspannungsschäden durch Blitz gehören in vielen Tarifen dazu, in anderen nur als Baustein.

Zwei Grenzen zieht das Gesetz selbst. Nach § 81 VVG ist der Versicherer leistungsfrei, wenn der Versicherungsnehmer den Schaden vorsätzlich herbeiführt, und er darf bei grober Fahrlässigkeit „seine Leistung in einem der Schwere des Verschuldens entsprechenden Verhältnis“ kürzen — das gekippte Fenster beim Einbruch, die Kerze auf dem Adventskranz. Viele aktuelle Tarife verzichten vertraglich auf diese Kürzung; ob deiner dazugehört, steht in den Bedingungen. Der Hausratversicherung-Rechner unterstellt einen Schaden ohne Verschulden und zeigt die Kürzung, die allein aus der Summe folgt — die zweite, oft größere Kürzung aus § 81 kommt gegebenenfalls obendrauf.

Einbruch: die Zahlen hinter dem Beispielschaden im Hausratversicherung-Rechner

Der Einbruch ist der Schadenfall, für den die meisten die Police abschließen. 82.920 Wohnungseinbrüche registrierte die Polizei 2025, 4.484 mehr als im Vorjahr — bei insgesamt 5.508.559 Straftaten. Nach der Dunkelfeldbefragung des BKA werden nur 57 Prozent der Einbrüche angezeigt: 87 Prozent der vollendeten, aber nur 48 Prozent der Versuche. Für die Versicherung zählt die Anzeige doppelt, denn ohne Polizeiprotokoll gibt es keine Entschädigung.

Die Verbraucherzentrale beschreibt die Reihenfolge nach dem Einbruch: Polizei rufen und nichts verändern, den Versicherer schnellstmöglich informieren, Karten über den Sperrnotruf 116 116 sperren lassen, dann eine Schadensaufstellung mit Fotos und Rechnungen erstellen. Bezahlt werden gestohlene Sachen zum Neuwert, die Reparatur aufgebrochener Türen und Fenster und der Austausch der Schlösser, wenn Schlüssel gestohlen wurden. Keine Leistung gibt es beim einfachen Diebstahl ohne Einbruchspuren und bei offen gelassenen Türen oder Fenstern. Der Hausratversicherung-Rechner rechnet mit dem Neuwert der Stehlgutliste — wer sie im Voraus als Inventarliste mit Fotos anlegt, kennt seinen Hausratwert und beschleunigt die Regulierung.

Elementarschäden: der Baustein, den der Hausratversicherung-Rechner voraussetzt

Überschwemmung, Rückstau, Erdbeben, Erdsenkung, Erdrutsch und Schneedruck sind nach der Verbraucherzentrale nur mit der Elementarschadenversicherung gedeckt, die Hausrat- und Wohngebäudeversicherung ergänzt. Versicherer können den Baustein in Risikolagen — nahe an Fluss oder See — ablehnen oder mit Selbstbeteiligung einschränken, und sie verlangen Schutzmaßnahmen wie Rückstauklappen. Im Beispielschaden des Hausratversicherung-Rechners spielt der Baustein keine Rolle, im Keller nach einem Starkregen entscheidet er über alles: Ohne ihn zahlt die Police keinen Cent für das Wasser, das von außen kommt.

Wann die Summe angepasst werden muss

Die Versicherungswirtschaft rät, die Summe nach jedem größeren Kauf zu erhöhen und den Versicherer sofort zu informieren. Typische Auslöser: Umzug in eine größere Wohnung, neue Küche, Home-Office-Ausstattung, E-Bikes, ein Erbe mit Schmuck oder Kunst, Zusammenziehen zweier Haushalte. Viele Verträge enthalten eine Vorsorgeversicherung von einigen Prozent der Summe, die kleine Zuwächse auffängt — die Musterbedingungen sehen sie ausdrücklich vor, ihre Höhe legt der Tarif fest. Rechne mit dem Hausratversicherung-Rechner nach jeder dieser Änderungen neu; die Anpassung kostet meist nur wenige Euro im Jahr, die Unterversicherung im Ernstfall Tausende.

Ein Sonderfall ist der Umzug: Während des Umzugs sind beide Wohnungen versichert, danach muss die neue Wohnfläche gemeldet werden. Ändert sich die Fläche, ändert sich die Mindestsumme für den Unterversicherungsverzicht — wer von 60 auf 90 Quadratmeter zieht, braucht 58.500 € statt 39.000 €, sonst greift der Verzicht nicht mehr. Der Hausratversicherung-Rechner zeigt die neue Mindestsumme mit einem Klick auf die Wohnfläche.

Der Schadenfall in der Praxis: was die Zahlen aus dem Hausratversicherung-Rechner bedeuten

Beim Einbruch zählt nach der Verbraucherzentrale die Reihenfolge: Polizei rufen, nichts verändern, Stehlgutliste erstellen, Versicherer innerhalb der Frist informieren. Die Entschädigung folgt dann den Regeln des Rechners: Neuwert der gestohlenen Sachen, gedeckelt durch die Versicherungssumme, gekürzt bei Unterversicherung, begrenzt bei Wertsachen, gemindert um die Selbstbeteiligung. Wer Belege, Fotos und eine Inventarliste hat, bekommt schneller Geld — und kann den Wert seines Hausrats überhaupt erst belegen.

Das Beispiel eines Totalschadens durch Feuer zeigt die Obergrenze: Bei 80.000 € zerstörtem Hausrat und 52.000 € Summe zahlt der Versicherer 51.850 € — die Summe minus Selbstbeteiligung, nicht mehr. Deshalb ist die Pauschale je Quadratmeter eine Untergrenze, keine Empfehlung für jeden Haushalt: Wer mehr besitzt, versichert mehr. Der Hausratversicherung-Rechner nennt die Lücke zwischen Summe und Wert in jeder Berechnung.

Mieter, Eigentümer, Wohngemeinschaft: wer welche Summe braucht

Für Mieter ist der Hausrat oft das gesamte Vermögen in Sachwerten — und die Versicherungssumme entsprechend wichtig; Einbauküche und selbst verlegter Boden zählen nach den Musterbedingungen zum Hausrat, wenn der Mieter sie auf eigene Kosten eingebaut hat. Eigentümer teilen den Schutz: Alles, was fest mit dem Gebäude verbunden ist, gehört in die Wohngebäudeversicherung, das Bewegliche in die Hausratpolice; wer beides beim selben Versicherer hat, vermeidet Streit über die Grenze zwischen Parkett und Teppich. In einer Wohngemeinschaft braucht jeder Mitbewohner eine eigene Police, weil nur der Hausrat des Versicherungsnehmers und der mit ihm in häuslicher Gemeinschaft lebenden Personen versichert ist — Partner ja, WG-Mitbewohner nein.

Studierende sind häufig über die Eltern mitversichert, solange sie den ersten Haushalt am Studienort führen und die Außenversicherung des elterlichen Vertrags greift; wer dauerhaft auszieht, braucht eine eigene Summe. Für alle gilt die Rechnung des Hausratversicherung-Rechners gleich: Wohnfläche mal Pauschale oder eigener Neuwert, verglichen mit der vereinbarten Summe. Laut den Branchenzahlen des GDV bestehen rund 26 Millionen Hausratverträge — bei gut 41 Millionen Privathaushalten, die das Statistische Bundesamt für 2025 zählt, heißt das, dass mehr als jeder dritte Haushalt ohne Schutz auskommt. Wer dazugehört, sollte vor dem Abschluss die Summe mit dem Rechner festlegen und erst danach die Tarife vergleichen — in dieser Reihenfolge, nicht umgekehrt.

Häufige Fragen zum Hausratversicherung-Rechner

Wie genau ist der Hausratversicherung-Rechner?

Er bildet die Regeln der GDV-Musterbedingungen nach: Summe nach Quadratmetermodell, proportionale Kürzung bei Unterversicherung, Unterversicherungsverzicht ab der Mindestsumme je Quadratmeter, Wertsachen-Grenze als Prozentsatz der Summe. Die konkreten Prozentsätze, Untergrenzen für Bargeld und Zusatzbausteine stehen in deinem Tarif — trage sie ein, wenn sie abweichen.

Wie viel Versicherungssumme brauche ich für 80 Quadratmeter?

Nach der Faustformel 52.000 € bei 650 € je Quadratmeter, 56.000 € bei 700 € und 60.000 € bei 750 €. Liegt dein Hausrat höher — etwa mit teurer Küche, Home-Office oder Sammlungen —, versichere den geschätzten Neuwert. Der Hausratversicherung-Rechner zeigt beide Wege.

Was bedeutet Unterversicherungsverzicht genau?

Der Versicherer verzichtet darauf, im Schadenfall den tatsächlichen Wert des Hausrats zu prüfen und die Entschädigung zu kürzen — vorausgesetzt, die Summe erreicht die vereinbarte Pauschale je Quadratmeter. Die Summe bleibt trotzdem die Obergrenze: Beim Totalschaden zahlt er nie mehr als vereinbart.

Sind Wertsachen im Tresor besser versichert?

Ja. Die 20-Prozent-Grenze gilt nach der Verbraucherzentrale für Wertsachen außerhalb eines verschlossenen Wertschutzschranks; in einem anerkannten Tresor gelten höhere Grenzen bis zur vollen Summe, je nach Tarif und Tresorklasse. Der Hausratversicherung-Rechner fragt deshalb nur die Wertsachen außerhalb des Tresors ab.

Zählt der Keller zur Wohnfläche?

Nein, Keller, Dachboden, Garage und Gemeinschaftsräume gehören nicht zur Wohnfläche, ihr Inhalt ist aber mitversichert — Fahrräder im abgeschlossenen Fahrradkeller eingeschlossen. Die Pauschale je Quadratmeter bezieht sich allein auf die Wohnfläche laut Mietvertrag.

Neuwert oder Zeitwert — was ersetzt die Hausratversicherung?

Den Neuwert: nach der Verbraucherzentrale den „Wiederbeschaffungspreis von Sachen gleicher Art und Güte in neuwertigem Zustand“. Deshalb muss auch die Versicherungssumme den Neuwert abbilden — wer beim Schätzen Gebrauchtpreise ansetzt, versichert zu wenig und landet im Hausratversicherung-Rechner in der Unterversicherung.

Zahlt die Versicherung bei offenem Fenster?

Beim Einbruch durch ein gekipptes Fenster oder eine unverschlossene Tür kann der Versicherer die Leistung nach § 81 Abs. 2 VVG wegen grober Fahrlässigkeit kürzen, bei einfachem Diebstahl ohne Einbruchspuren zahlt er gar nicht. Tarife mit Verzicht auf den Einwand grober Fahrlässigkeit schließen die erste Lücke — die zweite bleibt.

Wie erstelle ich eine Inventarliste?

Zimmer für Zimmer fotografieren, teure Sachen einzeln mit Kaufdatum und Neupreis notieren, Rechnungen digital ablegen, alles außerhalb der Wohnung speichern. Die Summe der Neupreise ist dein Hausratwert für den Hausratversicherung-Rechner — und im Schadenfall die Stehlgutliste, die der Versicherer verlangt.

Lohnt sich eine Selbstbeteiligung?

Meist ja: 150 bis 300 € Selbstbeteiligung senken den Beitrag spürbar und ändern an großen Schäden wenig; bei Kleinschäden wie einem kaputten Handy verzichten viele ohnehin auf die Meldung, um den Vertrag nicht zu belasten. Der Hausratversicherung-Rechner zieht den Betrag von jeder Entschädigung ab — so siehst du, was von einem kleinen Schaden nach Selbstbeteiligung überhaupt übrig bleibt.

Muss ich die Versicherung nach einem Umzug ummelden?

Ja. Nach den Musterbedingungen geht der Schutz auf die neue Wohnung über, während des Umzugs sind beide Wohnungen versichert — aber der Versicherer muss die neue Adresse und Wohnfläche erfahren, weil beide den Beitrag und die Mindestsumme für den Unterversicherungsverzicht bestimmen. Rechne die neue Fläche direkt im Rechner durch.

Was ist mit Schäden durch Starkregen?

Die brauchen den Elementar-Baustein; die Grunddeckung zahlt nur bei Leitungswasser, also bei Rohrbruch oder defekter Waschmaschine. Nach den Musterbedingungen zählen Überschwemmung, Rückstau, Erdbeben, Schneedruck und Lawinen zu den zusätzlich versicherbaren Gefahren.

Fazit: erst die Summe, dann der Beitrag

Bei der Hausratversicherung wird am falschen Ende gespart: an der Summe statt am Tarif. Der Hausratversicherung-Rechner zeigt, dass eine zu niedrige Summe jede Entschädigung anteilig kürzt und dass Wertsachen eine eigene Grenze haben. Wer die Summe nach dem Quadratmetermodell wählt, den Unterversicherungsverzicht vereinbart und die Wertsachen kennt, kann anschließend in Ruhe den günstigsten Tarif mit den richtigen Bausteinen aussuchen.

Jens Schreiner
Autor
Jens Schreiner
Jens beschäftigt sich seit dem Studium intensiv mit privaten Finanzen – von Girokonten und Tagesgeld über ETF-Depots bis zu Kreditkarten und Versicherungen. Beruflich in der IT zu Hause, geht er Finanzthemen analytisch und datengetrieben an: Er vergleicht Konditionen im Detail, probiert Kontoeröffnungen und Neukundenangebote selbst aus und übersetzt komplizierte Produkte in verständliche Sprache. Auf Sparnia zeigt er, wie man mit cleveren Vergleichen und Neukundenangeboten bares Geld spart und verdient – unabhängig, transparent und nachvollziehbar.