Der Firmenwagen-Rechner zeigt dir, was ein Dienstwagen mit Privatnutzung wirklich kostet: den geldwerten Vorteil nach der 1-Prozent-Regel, den Zuschlag für die Fahrten zur Arbeit, die daraus folgenden Steuern und Sozialabgaben und die Auszahlung mit und ohne Auto. Listenpreis, Antriebsart, Entfernung, Monatsbrutto und Steuerklasse eingeben — der Firmenwagen-Rechner rechnet mit dem Tarif 2026, vergleicht Benziner, Plug-in-Hybrid und Elektroauto beim selben Listenpreis und weist die Entfernungspauschale aus, die dir als Gegenposten in der Steuererklärung bleibt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Privatnutzung kostet monatlich 1 Prozent des Bruttolistenpreises als geldwerten Vorteil, bei Plug-in-Hybriden 0,5 Prozent, bei Elektroautos bis 100.000 € Listenpreis nur 0,25 Prozent.
  • Für den Weg zur Arbeit kommen 0,03 Prozent je Entfernungskilometer und Monat dazu — bei 20 km und 45.000 € Listenpreis sind das 270 € zusätzlich zu 450 € Privatanteil.
  • Der Vorteil ist kein Geld, wird aber wie Gehalt besteuert: Bei 4.500 € brutto in Steuerklasse I zeigt der Firmenwagen-Rechner 347,03 € Abzüge im Monat für einen 45.000-€-Verbrenner, 85,49 € für das gleich teure Elektroauto.
  • Die Entfernungspauschale von 0,38 € je Kilometer steht dir trotz Firmenwagen zu — 1.672 € Werbungskosten im Jahr bei 20 km und 220 Arbeitstagen.
  • Laut Kraftfahrt-Bundesamt gingen 2025 zwei Drittel aller 2,86 Millionen neuen Pkw auf gewerbliche Halter; 19,1 Prozent der Neuwagen waren reine Elektroautos.

Was 2026 gilt: die Regeln hinter dem Firmenwagen-Rechner

Darfst du den Wagen der Firma privat fahren, ist das ein Sachbezug — ein Teil deines Lohns, der nicht in Geld fließt. Wie er bewertet wird, regelt § 6 Abs. 1 Nr. 4 EStG: Für jeden Kalendermonat setzt das Finanzamt 1 Prozent des inländischen Bruttolistenpreises zum Zeitpunkt der Erstzulassung an, einschließlich Sonderausstattung und Umsatzsteuer. Was du oder die Firma tatsächlich bezahlt haben, spielt keine Rolle — auch nicht bei Gebrauchtwagen, Rabatten oder Leasing. Der Firmenwagen-Rechner übernimmt diesen Wert unverändert als Ausgangspunkt.

Für die Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte kommt nach § 8 Abs. 2 EStG ein Zuschlag von 0,03 Prozent des Listenpreises je Entfernungskilometer und Monat dazu. Bei Familienheimfahrten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung sind es 0,002 Prozent je Kilometer und Fahrt. Beide Beträge zusammen bilden den geldwerten Vorteil, der auf der Gehaltsabrechnung als Sachbezug erscheint, versteuert und verbeitragt wird und dann wieder abgezogen wird — weil du das Auto ja schon hast. Der Firmenwagen-Rechner rechnet den Zuschlag pauschal oder mit Einzelbewertung.

Die Alternative ist das Fahrtenbuch: Wer jede Fahrt lückenlos mit Datum, Kilometerstand, Ziel und Zweck festhält, versteuert nur den privaten Anteil der tatsächlichen Gesamtkosten. Das lohnt sich vor allem bei teuren Autos mit wenig Privatnutzung, ist aber aufwendig und wird bei Lücken vom Finanzamt verworfen. Für die Fahrtenbuchmethode gibt der Firmenwagen-Rechner keine Zahl aus, weil er deine Gesamtkosten nicht kennt — im Abschnitt zu den Alternativen findest du aber den Rechenweg.

Die Eingabefelder im Detail: was der Firmenwagen-Rechner wissen will

Bruttolistenpreis

Gemeint ist die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers am Tag der Erstzulassung, inklusive aller werkseitig eingebauten Extras und der Umsatzsteuer, abgerundet auf volle 100 €. Nachträglich eingebautes Zubehör zählt nicht, Überführungskosten ebenfalls nicht. Frag beim Arbeitgeber oder Leasinggeber nach — der Wert steht in der Regel im Überlassungsvertrag. Der Firmenwagen-Rechner braucht ihn als Basis für alle weiteren Rechenschritte.

Antriebsart

Hier entscheidet sich, ob 1, 0,5 oder 0,25 Prozent gelten. Reine Elektroautos ohne CO2-Ausstoß mit einem Listenpreis bis 100.000 € werden nur mit einem Viertel des Listenpreises angesetzt; die Grenze wurde mehrfach angehoben, zuletzt auf 100.000 € für Fahrzeuge, die seit Juli 2025 angeschafft wurden. Teurere Elektroautos und Plug-in-Hybride bekommen die Hälfte — bei Hybriden nur, wenn der Wagen höchstens 50 Gramm CO2 je Kilometer ausstößt oder bei Anschaffung ab 2025 mindestens 80 Kilometer rein elektrisch fährt. Der Firmenwagen-Rechner setzt den Faktor automatisch und zeigt beim Elektroauto an, wenn die 100.000-€-Grenze überschritten ist.

Entfernung und Art der Fahrten zur Arbeit

Trage die kürzeste Straßenverbindung zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte in vollen Kilometern ein. Pauschal werden 0,03 Prozent je Kilometer und Monat angesetzt — das unterstellt 15 Fahrten im Monat. Fährst du seltener ins Büro, etwa wegen Homeoffice oder Außendienst, ist die Einzelbewertung mit 0,002 Prozent je Fahrt und Kilometer günstiger; sie ist nach der Verwaltungspraxis auf 180 Fahrten im Jahr begrenzt und setzt voraus, dass du dem Arbeitgeber die Tage monatlich schriftlich nennst. Wer gar nicht zur Arbeit fährt, wählt die dritte Option. Der Firmenwagen-Rechner berücksichtigt alle drei Varianten.

Zuzahlung

Zahlst du der Firma ein monatliches Nutzungsentgelt, mindert es den geldwerten Vorteil eins zu eins — bis auf null, nicht darunter. Auch selbst getragene Kosten wie Tanken oder eine einmalige Zuzahlung zum Kaufpreis können angerechnet werden; dafür brauchst du Belege und die Verteilung über die Nutzungsdauer. Der Firmenwagen-Rechner zieht ein monatliches Entgelt vom Vorteil ab und rechnet es bei den Netto-Kosten wieder hinzu, denn Geld ist es trotzdem.

Monatsbrutto, Steuerklasse und Kirchensteuer

Weil der Vorteil oben auf dein Gehalt gerechnet wird, hängt die Belastung von deinem Grenzsteuersatz ab. Der Firmenwagen-Rechner berechnet Lohnsteuer, Soli und Sozialabgaben zweimal — ohne und mit Sachbezug — und weist nur die Differenz aus. Er nutzt dieselben Werte wie der Brutto-Netto-Rechner: Tarif 2026, Beitragsbemessungsgrenzen von 69.750 € in der Kranken- und 101.400 € in der Rentenversicherung, Zusatzbeitrag 2,9 Prozent und Pflegeversicherung mit einem Kind. Welche Klasse du hast, erklärt der Ratgeber Steuerklassen.

Arbeitstage im Jahr

Die Zahl der Tage, an denen du tatsächlich zur Arbeit fährst, braucht der Firmenwagen-Rechner nur für die Entfernungspauschale: Sie ist der Gegenposten, den du in der Steuererklärung als Werbungskosten ansetzt. 220 Tage sind ein üblicher Wert bei einer Fünf-Tage-Woche mit 30 Urlaubstagen; wer viel im Homeoffice arbeitet, trägt weniger ein und nimmt für die Heimarbeitstage die Homeoffice-Pauschale.

Rechenbeispiel: 45.000-€-Verbrenner im Firmenwagen-Rechner

Ein Angestellter in Steuerklasse I verdient 4.500 € brutto, bekommt einen Benziner mit 45.000 € Listenpreis und wohnt 20 Kilometer vom Büro entfernt. Privatnutzung: 1 Prozent von 45.000 € sind 450 € im Monat. Fahrten zur Arbeit: 0,03 Prozent von 45.000 € sind 13,50 € je Kilometer, mal 20 Kilometer ergibt 270 €. Der geldwerte Vorteil beträgt 720 € im Monat. Darauf entfallen 194,75 € mehr Lohnsteuer und Soli sowie 152,28 € mehr Sozialabgaben — zusammen 347,03 € im Monat oder 4.164 € im Jahr. Die Auszahlung sinkt von 2.889,42 € auf 2.542,39 €. Der Firmenwagen-Rechner zeigt jede dieser Zeilen.

Derselbe Wagen als Elektroauto: Ein Viertel des Listenpreises ergibt 112,50 € Privatanteil und 67,50 € für den Arbeitsweg, zusammen 180 € Vorteil. Die Abzüge sinken auf 85,49 € im Monat — 261,54 € weniger als beim Benziner, 3.139 € im Jahr. Beim Plug-in-Hybrid liegt der Vorteil bei 360 € und die Belastung bei 171,81 €. Die Entfernungspauschale von 1.672 € im Jahr gilt in allen drei Fällen und holt einen Teil der Steuer zurück.

Listenpreis Vorteil Benziner Abzüge/Monat Vorteil E-Auto Abzüge/Monat
25.000 € 400,00 € 191,10 € 100,00 € 47,40 €
35.000 € 560,00 € 268,69 € 140,00 € 66,44 €
45.000 € 720,00 € 347,03 € 180,00 € 85,49 €
55.000 € 880,00 € 426,04 € 220,00 € 104,53 €
70.000 € 1.120,00 € 545,80 € 280,00 € 133,30 €
100.000 € 1.600,00 € 770,82 € 400,00 € 191,10 €

Alle Werte für 4.500 € brutto, Steuerklasse I, 20 Kilometer Arbeitsweg, pauschale Bewertung, ohne Kirchensteuer. Die Belastung liegt in jeder Zeile bei rund 48 Prozent des Vorteils, weil Steuer und Sozialabgaben in diesem Einkommensbereich zusammen etwa die Hälfte jedes zusätzlichen Euros nehmen. Bei höherem Gehalt oberhalb der Beitragsbemessungsgrenzen fällt der Sozialabgabenanteil weg, dafür steigt der Steuersatz — der Firmenwagen-Rechner zeigt beide Bestandteile getrennt.

Verbrenner, Hybrid oder Elektroauto: der Antriebsvergleich im Firmenwagen-Rechner

Kaum eine Regel im Steuerrecht lenkt so stark wie die Viertelung des Listenpreises. Ein Elektroauto für 70.000 € kostet als Sachbezug 175 € im Monat, ein Benziner für 25.000 € 250 € — das teurere Auto ist steuerlich das günstigere. Dazu kommt: Das Laden beim Arbeitgeber ist nach § 3 Nr. 46 EStG steuerfrei, wenn es zusätzlich zum Lohn gewährt wird. Der Firmenwagen-Rechner stellt die drei Antriebe beim eingegebenen Listenpreis nebeneinander und zeigt im Balkendiagramm, wie weit die monatlichen Abzüge auseinanderliegen.

Wie deutlich sich das im Markt zeigt, belegt die Jahresbilanz 2025 des Kraftfahrt-Bundesamts: Von 2.857.591 neu zugelassenen Pkw entfielen 66,1 Prozent auf gewerbliche Halter. 545.142 Neuwagen waren reine Elektroautos, ein Anteil von 19,1 Prozent und 43,2 Prozent mehr als im Vorjahr; Plug-in-Hybride kamen auf 311.398 Fahrzeuge und 10,9 Prozent. Benziner hielten noch 27,2 Prozent, Diesel 13,8 Prozent. Gewerbliche Zulassungen sind nicht gleich Dienstwagen — Vermieter und Händler zählen mit —, aber der Dienstwagenmarkt ist der größte Hebel für die Antriebswende.

Beim Plug-in-Hybrid solltest du die Voraussetzungen prüfen, bevor du dich auf 0,5 Prozent verlässt: Bei Anschaffung ab 2025 muss die elektrische Reichweite mindestens 80 Kilometer betragen oder der CO2-Ausstoß bei höchstens 50 Gramm je Kilometer liegen. Fahrzeuge aus den Jahren 2022 bis 2024 kamen mit 60 Kilometern aus. Erfüllt der Wagen die Bedingung nicht, gilt 1 Prozent — im Firmenwagen-Rechner wählst du dann den Verbrenner.

Fahrtenbuch, Gehaltsumwandlung, Privatleasing: die Alternativen zum Firmenwagen-Rechner

Fahrtenbuchmethode

Beim Fahrtenbuch versteuerst du den privaten Anteil der tatsächlichen Kosten. Rechenweg: Alle Jahreskosten des Autos addieren — Abschreibung oder Leasingrate, Versicherung, Steuer, Kraftstoff oder Strom, Wartung, Reifen —, durch die Gesamtkilometer teilen und mit den privaten Kilometern multiplizieren. Ein Beispiel: 9.000 € Gesamtkosten, 30.000 Kilometer, davon 6.000 privat, ergeben 1.800 € geldwerten Vorteil im Jahr oder 150 € im Monat statt 450 € nach der 1-Prozent-Regel. Das Fahrtenbuch muss zeitnah, lückenlos und in geschlossener Form geführt werden — Excel-Tabellen erkennt das Finanzamt nicht an, elektronische Fahrtenbücher mit Änderungsprotokoll schon.

Firmenwagen statt Gehaltserhöhung

Viele Arbeitgeber bieten den Wagen anstelle einer Gehaltserhöhung an. Der Vergleich ist einfach: Was dich der Firmenwagen netto kostet, zeigt der Firmenwagen-Rechner; was dir eine Gehaltserhöhung netto bringt, der Gehaltserhöhungs-Rechner. Was ein eigenes Auto derselben Klasse im Monat kostet, rechnet der Autokosten-Rechner mit Wertverlust, Versicherung, Sprit und Werkstatt vor. Liegen deine privaten Vollkosten über den Abzügen für den Dienstwagen, gewinnt der Dienstwagen — meist deutlich, weil die Firma Versicherung, Reparaturen und oft auch den Sprit trägt.

Gehaltsverzicht und Sozialversicherung

Verzichtest du für den Wagen auf einen Teil des Bruttolohns, sinkt dein sozialversicherungspflichtiges Entgelt um die Differenz zwischen Verzicht und Sachbezug. Das spart Beiträge, senkt aber auch spätere Ansprüche — vor allem Rentenpunkte, wie der Rentenpunkte-Rechner zeigt, und das Krankengeld. Bei Beschäftigten oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze entfällt dieser Nachteil, weil der Sachbezug dort ohnehin keine Beiträge mehr auslöst.

Pauschale Lohnsteuer auf den Arbeitsweg

Der Arbeitgeber kann den Zuschlag für die Fahrten zur Arbeit nach § 40 Abs. 2 EStG pauschal mit 15 Prozent versteuern, soweit er die Entfernungspauschale nicht übersteigt. Dann ist dieser Teil beitragsfrei und taucht nicht in deiner Steuererklärung auf — im Gegenzug entfällt für diesen Betrag deine Entfernungspauschale. Ob die Firma das anbietet, steht im Überlassungsvertrag; der Firmenwagen-Rechner rechnet die Regelvariante ohne Pauschalierung.

Entfernungspauschale: der Gegenposten im Firmenwagen-Rechner

Obwohl du den Weg zur Arbeit mit dem Firmenwagen fährst und dafür sogar einen Sachbezug versteuerst, darfst du die Entfernungspauschale nach § 9 Abs. 1 Nr. 4 EStG als Werbungskosten ansetzen. Seit 2026 sind es 0,38 € je Entfernungskilometer ab dem ersten Kilometer. Die Begrenzung auf 4.500 € im Jahr gilt nicht, wenn du einen eigenen oder einen dir überlassenen Pkw benutzt. Bei 20 Kilometern und 220 Arbeitstagen sind das 1.672 €, bei 40 Kilometern 3.344 €; wie viel Steuer das zurückholt, rechnet der Pendlerpauschale-Rechner vor.

Einen Effekt gibt es allerdings nur, wenn deine Werbungskosten insgesamt über dem Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.230 € liegen — die ersten 1.230 € bekommt jeder ohne Nachweis. Bei 1.672 € Entfernungspauschale wirken also 442 € zusätzlich, bei 3.344 € sind es 2.114 €. Der Firmenwagen-Rechner weist die Pauschale deshalb als Werbungskosten aus, nicht als Erstattung; mehr zu Hintergrund und Grenzen im Ratgeber Pendlerpauschale.

Gehalt und Steuerklasse: warum der Firmenwagen-Rechner zweimal rechnet

Derselbe Wagen kostet nicht jeden gleich viel. Der Sachbezug wird auf das Gehalt gesetzt und trifft damit den obersten Teil deines Einkommens — den mit dem höchsten Steuersatz. Bei 4.500 € brutto in Steuerklasse I nehmen Steuer und Sozialabgaben zusammen rund 48 Prozent jedes zusätzlichen Euros, bei 8.000 € brutto rund 49 bis 51 Prozent, aber aus anderen Gründen: Die Sozialabgaben spielen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenzen kaum noch eine Rolle, dafür greift der Spitzensteuersatz von 42 Prozent plus Soli. Der Firmenwagen-Rechner weist beide Bestandteile getrennt aus, damit du siehst, woher die Belastung kommt.

Ein Beispiel mit 8.000 € brutto, 80.000 € Listenpreis und 40 Kilometern Arbeitsweg: Der Vorteil beträgt 800 € plus 960 € für den Weg, zusammen 1.760 € im Monat. Davon gehen 807,54 € Steuer und nur 47,70 € Sozialabgaben ab, insgesamt 855,24 € oder 10.263 € im Jahr. Als Elektroauto wären es 234,26 € — der Antrieb spart hier 7.452 € im Jahr. Wer in Steuerklasse III abgerechnet wird, zahlt für den 45.000-€-Benziner 301,11 € statt 347,03 €, weil der Splittingtarif den Grenzsteuersatz senkt.

Das gilt auch umgekehrt: Wer wenig verdient, spürt den Wagen weniger. Bei 2.500 € brutto liegt der Grenzsteuersatz niedriger, die Sozialabgaben bleiben aber bei rund 21 Prozent — der Firmenwagen-Rechner zeigt dann eine Belastung von rund 43 Prozent des Vorteils. In jedem Fall gilt: Die Zahl auf der Gehaltsabrechnung ist nicht das, was du zahlst. Zahlen tust du nur die zusätzlichen Abzüge.

Homeoffice und Einzelbewertung: wo der Firmenwagen-Rechner am meisten spart

Die pauschalen 0,03 Prozent gehen von 15 Fahrten im Monat aus, also 180 im Jahr. Wer an zwei Tagen pro Woche im Homeoffice arbeitet, kommt auf acht bis zehn Fahrten — und zahlt mit der Pauschale zu viel. Die Einzelbewertung setzt 0,002 Prozent je Fahrt und Kilometer an: Bei 45.000 € Listenpreis und 20 Kilometern sind das 18 € je Fahrt, bei zehn Fahrten 180 € statt 270 €. Der geldwerte Vorteil sinkt von 720 € auf 630 €, die Abzüge im Firmenwagen-Rechner von 347,03 € auf 302,91 €.

Voraussetzung ist, dass du dem Arbeitgeber jeden Monat schriftlich mitteilst, an welchen Tagen du gefahren bist, und dass die Zahl im Jahr 180 nicht übersteigt — sonst gilt die Pauschale. Der Arbeitgeber darf die Einzelbewertung im Lohnsteuerabzug anwenden, muss es aber nicht; verweigert er sie, holst du dir die Differenz über die Steuererklärung zurück. Umgekehrt gilt: Wer mehr als 15 Mal im Monat fährt, ist mit der Pauschale besser bedient, weil sie nach oben gedeckelt ist.

Für die Entfernungspauschale zählen ebenfalls nur die tatsächlichen Fahrten. Zehn Fahrten im Monat sind 120 im Jahr, bei 20 Kilometern also 912 € statt 1.672 € — unter dem Pauschbetrag von 1.230 €, sodass die Entfernungspauschale keinen zusätzlichen Effekt hat. Dafür gibt es für die Homeoffice-Tage 6 € pro Tag, höchstens 1.260 € im Jahr. Der Firmenwagen-Rechner übernimmt die Arbeitstage, die du einträgst, und zeigt die Entfernungspauschale als Werbungskosten aus.

Sonderfälle: was der Firmenwagen-Rechner nicht abbildet

Ein Nutzungsverbot: Darfst du den Wagen laut Vertrag nicht privat fahren und kontrolliert der Arbeitgeber das, entfällt der Sachbezug komplett — auch die 0,03 Prozent, wenn die Fahrten zur Arbeit ebenfalls untersagt sind. Poolfahrzeuge, die mehrere Beschäftigte abwechselnd nutzen, werden anteilig bewertet. Bei einem Fahrzeugwechsel im Monat gilt der Listenpreis des überwiegend genutzten Wagens. Für Elektroautos und Hybride aus Jahren vor 2019 gelten die alten Regeln mit Abschlag für die Batterie.

Der Firmenwagen-Rechner bildet außerdem keine Umsatzsteuer ab, die der Arbeitgeber auf die private Nutzung abführt, keine Familienheimfahrten und keine Firmenwagen für Selbstständige — bei ihnen mindert der Privatanteil den Betriebsausgabenabzug statt den Lohn zu erhöhen. Dienstfahrräder, E-Bikes und Jobtickets folgen eigenen, meist günstigeren Regeln. Und Gehaltsextras wie ein Tankgutschein neben dem Wagen fallen unter die Sachbezugsfreigrenze von 50 € im Monat.

Häufige Fragen zum Firmenwagen-Rechner

Wird der geldwerte Vorteil vom Netto abgezogen?

Nicht direkt. Der Sachbezug wird auf der Abrechnung zum Brutto addiert, davon werden Steuer und Sozialabgaben berechnet, und anschließend wird der Sachbezug wieder abgezogen, weil du ihn ja als Auto bekommen hast. Netto bleibt dir deshalb weniger als ohne Auto — genau um die zusätzlichen Abzüge, die der Firmenwagen-Rechner ausweist.

Gilt der Listenpreis auch für Gebrauchtwagen?

Ja. Maßgeblich ist immer der Neupreis zum Zeitpunkt der Erstzulassung, nicht der Kaufpreis. Ein fünf Jahre alter Wagen mit ursprünglich 45.000 € Listenpreis löst dieselben 450 € aus wie ein neuer. Hier lohnt sich häufig das Fahrtenbuch, weil die tatsächlichen Kosten eines Gebrauchten deutlich niedriger sind.

Was passiert bei Krankheit oder Urlaub?

Die 1-Prozent-Regel gilt für jeden Monat, in dem dir der Wagen zur Verfügung steht — unabhängig davon, ob du ihn nutzt. Erst wenn du das Auto für volle Monate zurückgibst oder das Nutzungsrecht ruht, entfällt der Vorteil. Bei den Fahrten zur Arbeit hilft in solchen Monaten die Einzelbewertung, die der Firmenwagen-Rechner anbietet.

Lohnt sich ein Firmenwagen trotz der Abzüge?

In den meisten Fällen ja, wenn die Firma die Vollkosten trägt. 347 € Abzüge für einen 45.000-€-Wagen inklusive Versicherung, Reparaturen und häufig Kraftstoff sind weniger als die Vollkosten eines vergleichbaren Privatwagens. Kritisch wird es bei teuren Verbrennern, hohem Gehalt und weitem Arbeitsweg — dort kann der Sachbezug 1.500 € und mehr im Monat betragen. Der Firmenwagen-Rechner macht den Vergleich mit dem Autokosten-Rechner in Minuten.

Kann ich die Abzüge in der Steuererklärung zurückholen?

Teilweise. Die Entfernungspauschale gilt wie beschrieben; außerdem kannst du selbst getragene Kosten wie Kraftstoff oder Garage als Minderung des Vorteils geltend machen, wenn der Arbeitgeber sie nicht schon berücksichtigt hat. Wer nachweislich weniger als 15 Fahrten im Monat hatte, kann die Einzelbewertung auch nachträglich in der Steuererklärung wählen.

Was gilt, wenn ich den Firmenwagen nur dienstlich nutzen darf?

Dann entsteht kein geldwerter Vorteil — vorausgesetzt, das Verbot steht im Vertrag und der Arbeitgeber überwacht es, etwa über ein Fahrtenbuch oder die Abgabe des Schlüssels am Abend. Ein bloß mündliches Verbot reicht dem Finanzamt nicht; es unterstellt dann Privatnutzung. Auch die Fahrten zur Arbeit müssen ausgeschlossen sein, sonst bleiben die 0,03 Prozent.

Wie wirkt sich ein Firmenwagen auf Elterngeld oder Krankengeld aus?

Der Sachbezug zählt zum sozialversicherungspflichtigen Entgelt und erhöht damit die Bemessung für Krankengeld, Arbeitslosengeld und Rente — das ist der eine Vorteil der Abzüge. Beim Elterngeld wird der geldwerte Vorteil als Einkommen berücksichtigt; darf das Auto in der Elternzeit weiter genutzt werden, mindert der Sachbezug jedoch das Elterngeld, weil er als Einkommen im Bezugszeitraum gilt. Wer den Wagen in der Elternzeit behält, sollte das vorher durchrechnen.

Ist der Firmenwagen-Rechner eine Steuerberatung?

Nein. Er rechnet nach den gesetzlichen Pauschalen mit den Werten 2026 und typischen Sozialversicherungsannahmen. Individuelle Faktoren wie Freibeträge, private Krankenversicherung, Kinderzahl oder Sonderregelungen im Überlassungsvertrag verändern das Ergebnis. Für verbindliche Auskünfte ist eine Steuerberaterin, ein Steuerberater oder der Lohnsteuerhilfeverein zuständig.

Rechtsstand 4. September 2026. Der Firmenwagen-Rechner wird bei Änderungen der Listenpreisgrenzen, der Entfernungspauschale oder der Sozialversicherungswerte aktualisiert.

Jens Schreiner
Autor
Jens Schreiner
Jens beschäftigt sich seit dem Studium intensiv mit privaten Finanzen – von Girokonten und Tagesgeld über ETF-Depots bis zu Kreditkarten und Versicherungen. Beruflich in der IT zu Hause, geht er Finanzthemen analytisch und datengetrieben an: Er vergleicht Konditionen im Detail, probiert Kontoeröffnungen und Neukundenangebote selbst aus und übersetzt komplizierte Produkte in verständliche Sprache. Auf Sparnia zeigt er, wie man mit cleveren Vergleichen und Neukundenangeboten bares Geld spart und verdient – unabhängig, transparent und nachvollziehbar.